

Eine Frage des richtigen Timings
Es gibt zwei Arten von Heckenschnitt: Beim Formschnitt ein- bis zweimal jährlich während des Sommers werden nur herauswachsende Äste gestutzt. Er dient dazu, die Form der Hecke zu bewahren und ein gepflegtes Erscheinungsbild zu erhalten. Beim kräftigen Rückschnitt hingegen wird die Form der Hecke in Breite oder Höhe umfassender korrigiert. Um dabei brütende Vögel zu schützen, gelten klare Regeln, erläutert Stihl-Gartenexperte Jens Gärtner: „Ein starker Rückschnitt ist laut Bundesnaturschutzgesetz nur zwischen dem 1. Oktober und dem 28. Februar erlaubt.“

Nachhaltig gärtnern und Biodiversität fördern
Neben der richtigen Schnitttechnik spielt das Werkzeug eine wichtige Rolle. Für kleine Hecken genügt eine klassische Handheckenschere. Vor allem bei größeren Hecken ist das Arbeiten mit einer Akku-Heckenschere wie etwa der STIHL HSA 60 mit drehbarem Griff deutlich komfortabler und effizienter. Für hohe Hecken oder schwer zugängliche Bereiche empfiehlt sich ein Akku-Heckenschneider mit langem Schaft und abwinkelbarem Messerbalken wie der STIHL HLA 56.Gepflegte Hecken sind aber nicht nur ein optischer Gewinn, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit: Insekten, Vögel und Kleinsäuger finden im dichten Geäst Schutz und Nahrung. Wer seine Hecke biodivers gestalten möchte, kann verschiedene Pflanzenarten kombinieren, die Tieren ein abwechslungsreiches Nahrungsangebot bieten. Auch das Schnittgut lässt sich verwerten: Im Häcksler zerkleinert, eignet es sich als Mulch oder Kompost, als Beetabdeckung schützt es den Boden vor dem Austrocknen.
Resümee von Gerhard Bauer (Redaktion “bauen.com“)
Eine gepflegte Hecke macht mehr als nur Sichtschutz, denn sie bietet darüber hinaus Lebensraum, speichert CO₂ und bringt Struktur in den Garten. Damit sie ihre Rolle als grüne Multitalente auch langfristig erfüllen, lohnt sich der Blick aufs richtige Timing beim Schnitt. Wer beim Schneiden auf Details wie Trapezform oder Schnittzeitpunkt achtet, sorgt ganz nebenbei für bessere Lichtverhältnisse und stärkeren Austrieb. Und mit durchdachter Technik wird die Gartenarbeit nicht nur einfacher, sondern auch richtig smart – ein gutes Beispiel dafür, wie Nachhaltigkeit und Komfort im Grünen Hand in Hand gehen können.

