Ein natürlicher Sichtschutz schafft Privatsphäre und dient gleichzeitig als Gestaltungselement. Die flexible Konstruktion aus Holzrahmen und Flechtwerk erfüllt funktionale Anforderungen und fügt sich harmonisch in Außenbereiche ein.
DIY-Sichtschutz für Garten, Terrasse oder Balkon: mobil, langlebig, flexibel erweiterbar.
Flechtwerk im Holzrahmen: optisch leicht, strukturiert den Außenbereich und schafft Privatsphäre.
Flechtwerk hält ohne kompliziertes Verschrauben und bleibt winddurchlässig gegen Umwehen.
Eine übersichtliche Material- und Werkzeugauswahl erleichtert den Start: Von Holzleisten bis Schutzkleidung ist alles bereit, um den Sichtschutz Schritt für Schritt umzusetzen. So zeigt sich bereits zu Beginn, dass ein gut geplanter Aufbau Zeit spart und den DIY-Prozess angenehm macht. Foto: STIHL
Wer ungestört im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon sitzen möchte, sollte sich mit einem Sichtschutz vor neugierigen Blicken von Passanten oder Nachbarn schützen. Idealerweise steht so ein Sichtschutz auf eigenen Füßen, ist jahrelang haltbar und kann bei Bedarf nicht nur schnell umgestellt, sondern auch mit zusätzlichen Elementen beliebig erweitert werden. Mit dieser Anleitung lässt sich ein Sichtschutz, der all diese Anforderungen erfüllt, selbst bauen. Die Materialien dafür gibt es in Garten- oder Baumärkten oder sogar im eigenen Garten.
Der fertig montierte Sichtschutz lässt sich flexibel positionieren und bietet genau dort Privatsphäre, wo sie gebraucht wird. So entsteht mit wenigen Handgriffen ein natürlicher Rückzugsort, der optisch leicht wirkt und zugleich den Außenbereich strukturiert. Foto: STIHL
Attraktives Flechtwerk im schlichten Holzrahmen macht diesen Sichtschutz nicht nur zu einem optischen Highlight im Garten oder auf dem Balkon, er verfügt auch über viele weitere Vorzüge: Der Sichtschutz ist lange haltbar, mobil und bei Bedarf sofort zur Stelle, kann aber auch dauerhaft stehen bleiben oder sogar zwischen zwei Pfosten im Garten fest verschraubt werden – je nach Bedarf. Einfach zu bauen ist er auch: Ein kompliziertes Verschrauben des Flechtwerks ist nicht erforderlich, denn es hält von selbst. Das Flechtwerk ist nicht hundertprozentig dicht, aber das muss so sein: sonst würde der Wind den Sichtschutz sofort wie ein Segel wegdrücken und ihn umwehen. Er ist aber dicht genug, um die Details des Sitzplatzes dahinter zu verbergen.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau eines solchen Sichtschutzes finden Sie in der Bildergalerie auf dieser Seite.
Resümee von Gerhard Bauer (Redaktion “bauen.com“)
Die Kombination aus Flechtmaterial und Holzrahmen bietet eine clevere Lösung für Außenbereiche, in denen Schutz und Leichtigkeit gleichermaßen gefragt sind. Auch der Gedanke, Winddurchlässigkeit gezielt einzubauen, zeigt, wie funktionales Design ohne viel Technik auskommen kann. Wer gern selbst Hand anlegt, erhält hier ein Projekt, das optisch überzeugt und keinen großen Aufwand verursacht. Solche Lösungen bereichern Außenbereiche, weil sie Praktikabilität und natürliche Ästhetik gut zusammenbringen.
Bildergalerie
Der Sichtschutz ist etwa 185 cm hoch und etwas über 140 cm breit. Für den Rahmen werden rund 6,5 Meter Kanthölzer aus Lärche oder Douglasie mit 50 x 30 mm benötigt, zugeschnitten auf zweimal 180 cm und zweimal 140,5 cm. Dazu kommen fünf Rundhölzer oder Besenstiele mit 140 cm Länge und etwa 2,2 cm Stärke. Für das Flechtwerk braucht es viele gerade Zweige mit 0,5 bis 1 cm Dicke und etwa 2 m Länge, je nach Stärke bis zu 200 Stück. Für die Standfüße werden gut 4,7 Meter Kanthölzer in 50 x 30 mm benötigt, zugeschnitten auf zweimal 65 cm, viermal 32 cm und viermal 38 cm mit jeweils zwei 45-Grad-Winkeln an den schmalen Enden. Verwendet werden 20 Schrauben 4 x 50 mm für Rahmen und Standfüße sowie Messingschrauben 3 x 45 mm für die Besenstiele, falls diese befestigt werden müssen. Bei dauerhaft nassen Standorten können Steine oder Kies als Unterlage dienen. Zum Arbeiten werden ein Gehölzschneider, eine Motorsäge, eine Astschere, ein Akkuschrauber, ein Holzbohrer-Satz, ein 22-mm-Flachfräsbohrer und ein Gummihammer benötigt. Zubehör wie ein Winkelmesser mit 45-Grad-Anschlag, ein Bleistift und eine Werkbank erleichtern den Bau. Für die Sicherheit: Arbeitshandschuhe, Schutzbrille, Schnittschutzhose und Motorsägenstiefel. Foto: STIHL
Spannen Sie die Kanthölzer für den Rahmen fest in den Werktisch ein und markieren die entsprechenden Längen auf dem Holz. Die beiden Rahmenleisten sind 180 cm lang, die beiden Seitenteile 140,5 cm. Der STIHL Gehölzschneider GTA 26 längt die Hölzer präzise ab, berücksichtigen Sie beim Markieren allerdings die Schnittbreite des GTA 26 von gut 5 mm und geben diese zu den Längen dazu. Foto: STIHL
Spannen Sie die Kanthölzer für den Rahmen fest in den Werktisch ein und markieren die entsprechenden Längen auf dem Holz. Die beiden Rahmenleisten sind 180 cm lang, die beiden Seitenteile 140,5 cm. Der STIHL Gehölzschneider GTA 26 längt die Hölzer präzise ab, berücksichtigen Sie beim Markieren allerdings die Schnittbreite des GTA 26 von gut 5 mm und geben diese zu den Längen dazu. Foto: STIHL
Vergewissern Sie sich, dass die Werkstücke fest eingespannt sind und längen Sie die Kanthölzer mit dem Gehölzschneider ab, der auch bei Werkstücken saubere Schnitte hinterlässt. Foto: STIHL
Vergewissern Sie sich, dass die Werkstücke fest eingespannt sind und längen Sie die Kanthölzer mit dem Gehölzschneider ab, der auch bei Werkstücken saubere Schnitte hinterlässt. Foto: STIHL
Die Kanthölzer für die beiden Standfüße messen 2 x 65 cm und 4 x 32 cm. Dazu kommen noch vier 38 cm lange Kanthölzer als seitliche Stützen, die an den Enden jeweils im 45° Winkel abgeschrägt sind. Diese lassen sich mit einer Akku-Motorsäge wie der STIHL MSA 140 C sehr exakt schneiden. Berücksichtigen Sie beim Markieren die Schnittbreite der Akku-Motorsäge von gut 5 mm und geben diese zu den ausgemessenen Längen dazu. Foto: STIHL
Falls Sie die Motorsägen-Stiefel noch nicht anhaben, ziehen Sie diese nun für die Arbeit mit der Akku-Motorsäge an. Vergewissern Sie sich, dass die Werkstücke sicher fixiert sind. Längen Sie die Kanthölzer mit der Motorsäge ab und sägen Sie die Winkel. Foto: STIHL
Die einzelnen Bauteile werden an jeder Verbindung mit je einer 4 x 50 mm Schraube fixiert. Tipp: Bohren Sie die Schraublöcher vor, damit sich das Holz nicht spaltet. Legen Sie ein Stück Restholz des Standfußes in die Öffnung, dadurch ergibt sich der passende Abstand. Die Öffnung der Füße beträgt 50 mm, was genau der Rahmenstärke entspricht. Foto: STIHL
Die einzelnen Bauteile werden an jeder Verbindung mit je einer 4 x 50 mm Schraube fixiert. Tipp: Bohren Sie die Schraublöcher vor, damit sich das Holz nicht spaltet. Legen Sie ein Stück Restholz des Standfußes in die Öffnung, dadurch ergibt sich der passende Abstand. Die Öffnung der Füße beträgt 50 mm, was genau der Rahmenstärke entspricht. Foto: STIHL
Die einzelnen Bauteile werden an jeder Verbindung mit je einer 4 x 50 mm Schraube fixiert. Tipp: Bohren Sie die Schraublöcher vor, damit sich das Holz nicht spaltet. Legen Sie ein Stück Restholz des Standfußes in die Öffnung, dadurch ergibt sich der passende Abstand. Die Öffnung der Füße beträgt 50 mm, was genau der Rahmenstärke entspricht. Foto: STIHL
Die einzelnen Bauteile werden an jeder Verbindung mit je einer 4 x 50 mm Schraube fixiert. Tipp: Bohren Sie die Schraublöcher vor, damit sich das Holz nicht spaltet. Legen Sie ein Stück Restholz des Standfußes in die Öffnung, dadurch ergibt sich der passende Abstand. Die Öffnung der Füße beträgt 50 mm, was genau der Rahmenstärke entspricht. Foto: STIHL
Die einzelnen Bauteile werden an jeder Verbindung mit je einer 4 x 50 mm Schraube fixiert. Tipp: Bohren Sie die Schraublöcher vor, damit sich das Holz nicht spaltet. Legen Sie ein Stück Restholz des Standfußes in die Öffnung, dadurch ergibt sich der passende Abstand. Die Öffnung der Füße beträgt 50 mm, was genau der Rahmenstärke entspricht. Foto: STIHL
Spannen Sie die langen Rahmenhölzer fest in die Werkbank ein. Markieren Sie die Bohrtiefe für die Sacklöcher von gut 2,7 cm mit Kreppband auf dem Bohrer, auf einen Millimeter kommt es dabei nicht an. Markieren Sie ebenfalls die Löcher auf den Rahmenhölzern: Beginnen Sie mit einem Abstand von 4 cm vom Rand, dann folgt alle 43 cm die Markierung für das nächste Loch, insgesamt für 5 Löcher. Foto: STIHL
Bohren Sie dann mit dem Flachfräsbohrer die 5 Sacklöcher. Sobald die Unterkante des Kreppbandes mit der Holzoberfläche übereinstimmt, ist das Loch tief genug. Auch wenn es sich um ein Sackloch handelt, wird die Spitze des Bohrers das Holz bauartbedingt durchstoßen – dies ist aber kein Problem und beeinträchtigt die Stabilität des Rahmens nicht. Foto: STIHL
Legen Sie eine der langen Leisten auf den Boden und drehen Sie die Besenstiele mit leichten Drehbewegungen in die Löcher. Hat der Bohrer einmal nicht ganz exakt gebohrt, kann der Stiel recht locker im Loch sitzen: In dem Fall schrauben Sie den Stiel einfach von außen mit einer 3 x 45 Schraube durch den Rahmen fest – am besten mit einer Messingschraube, denn die sind im Rahmen kaum sichtbar. Foto: STIHL
Anstelle der Besenstiele können Sie auch zum Beispiel Haselnussäste in passender Länge und Stärke verwenden. Schleifen Sie die Äste an den Enden etwas an, damit sie rund werden und vom Durchmesser in die Bohrlöcher passen. Foto: STIHL
Stecken Sie nun die obere Rahmenleiste mit den Löchern auf die Besenstiele und klopfen Sie sie mit einem Gummihammer fest. Foto: STIHL
Bei Bedarf schrauben Sie auch hier die Stiele fest. Legen Sie anschließend einen der Standfüße auf den Boden und stecken Sie den Rahmen provisorisch ein, damit er sicher stehen kann. Foto: STIHL
Flechten Sie die Ruten abwechselnd von links und rechts zwischen die Stäbe. Falls Sie nur kürzere Ruten haben, die nicht für die volle Länge reichen, können Sie diese auf halber Strecke kurz hinter dem mittleren Besenstiel enden lassen und sauber abschneiden. Foto: STIHL
Die Enden bleiben aber immer etwas sichtbar und das Gesamtbild des Flechtwerks wird unruhiger. Nach jeweils 10 - 15 cm Schichtdicke drücken Sie die Ruten etwas herunter, damit das Flechtwerk möglichst dicht wird. Foto: STIHL
Schneiden Sie die Überstände der Ruten mit einer Astschere wie der STIHL PB10 nahezu bündig mit der Länge der beiden Rahmenhölzer ab. Foto: STIHL
Schneiden Sie die Überstände der Ruten mit einer Astschere wie der STIHL PB10 nahezu bündig mit der Länge der beiden Rahmenhölzer ab. Foto: STIHL
Schrauben Sie nun links und rechts die beiden fehlenden Rahmenleisten mit je zwei 4 x 50 mm Schrauben fest. Foto: STIHL
Schrauben Sie nun links und rechts die beiden fehlenden Rahmenleisten mit je zwei 4 x 50 mm Schrauben fest. Foto: STIHL
Stellen Sie die Füße in circa 140 cm Abstand am endgültigen Standort des Sichtschutzes auf und stecken Sie das Flechtelement mit der kurzen Seite von oben in die Standfüße. Sie können problemlos mehrere Sichtschutzwände nebeneinanderstellen – ob Sie sie lose aufstellen, am Rahmen miteinander verschrauben oder mit Kordeln verbinden, ist Geschmackssache. Foto: STIHL
Stellen Sie die Füße in circa 140 cm Abstand am endgültigen Standort des Sichtschutzes auf und stecken Sie das Flechtelement mit der kurzen Seite von oben in die Standfüße. Sie können problemlos mehrere Sichtschutzwände nebeneinanderstellen – ob Sie sie lose aufstellen, am Rahmen miteinander verschrauben oder mit Kordeln verbinden, ist Geschmackssache. Foto: STIHL
Stellen Sie die Füße in circa 140 cm Abstand am endgültigen Standort des Sichtschutzes auf und stecken Sie das Flechtelement mit der kurzen Seite von oben in die Standfüße. Sie können problemlos mehrere Sichtschutzwände nebeneinanderstellen – ob Sie sie lose aufstellen, am Rahmen miteinander verschrauben oder mit Kordeln verbinden, ist Geschmackssache. Foto: STIHL
Der Sichtschutz kann nun die ganze Gartensaison oder auch nur temporär zum Beispiel für eine Gartenparty genutzt werden und überwintert danach im Keller oder Schuppen. Das Gestell darf allerdings nicht dauernass stehen und im Garten keinen Kontakt zum Erdboden haben. Legen Sie in diesem Fall unter den Rahmen Steine, Kies oder ähnliches. TIPP: Möchten Sie den Sichtschutz fest im Garten installieren, benötigen Sie die Standfüße nicht. Befestigen Sie die Pfosten des Sichtschutzes dann mit H-Trägern oder anderen Pfostenträgern an der gewünschten Stelle im Boden. Achten Sie aber auch hier darauf, dass der Rahmen nicht mit dem Erdboden in Kontakt kommt. Foto: STIHL
Für diesen Sichtschutz wird reichlich Flechtmaterial benötigt, je nach Dicke können das bis zu 200 Ruten pro Stellwand sein. Geeignet sind Haselruten, Weiden-, Hartriegel-, Ahorn- und andere Zweige. Wer Bambus, wie zum Beispiel Phyllostachys im Garten hat, kann sich auch daran bedienen. Dessen Halme stellen auch in unserem Beispiel das Flechtmaterial. Qualitativ gibt es kaum einen Unterschied zwischen den verschiedenen Holzarten. Standort- bzw. wetterabhängig kann der Sichtschutz durchaus bis zu 10 Jahre halten. Foto: STIHL
Bambus gibt es auch im Fachhandel als Stützstäbe für Pflanzen zu kaufen, preiswerter ist natürlich eigenes Material. Falls nicht ausreichend Material von einer einzigen Pflanzenart vorhanden ist, können problemlos mehrere Arten gemischt werden. Eventuell gibt es geeignetes Material auch beim Förster, Landschaftsgärtner oder der Stadt, denn bei der Pflege öffentlicher Anlagen fällt reichlich Schnittgut an, das für die Stellwand infrage kommt. Allerdings ist an diesen Stellen passendes Material nur zwischen Oktober und März vorhanden, da das Bundesnaturschutzgesetz Rückschnitte, bei denen solch lange Zweige anfallen, nur in dieser Zeit erlaubt. Foto: STIHL
An der Grundstücksgrenze muss auch für einen Sichtschutz je nach Höhe – wie für Hecken oder Mauern – auf geltende Vorschriften zu Grenzabständen geachtet werden. Da diese in den Bauordnungen, lokalen Satzungen oder dem Nachbarschaftsrechts regional und damit bundesweit uneinheitlich geregelt sind, fragen Sie am besten beim zuständigen Bauamt nach. Foto: STIHL