Intelligente Vernetzung senkt Energieverbrauch

Automatisierter Sonnenschutz verbessert das Raumklima und senkt den Energiebedarf. Sensoren und vernetzte Steuerungen passen Rollläden oder Raffstoren an Sonne, Temperatur und Tageszeit an.
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  • Steigende Energiepreise: intelligenter Sonnenschutz steuert Raumtemperatur und steigert Komfort.
  • Funkantriebe (io-homecontrol) vernetzen Rollläden/Raffstoren, leise mit Schutz- und Erkennungsfunktionen.
  • Sensoren & TaHoma steuern automatisch nach Sonne, Temperatur und Tageszeit; Szenarien vereinfachen die Nutzung.
  • Im Winter solare Wärmegewinne nutzen, im Sommer Überhitzung vermeiden – reduziert Heiz- und Kühlbedarf.
  • Solarbetrieb erleichtert Nachrüstung: außen montierbar, ohne Strom/Leitungen, bis 45 Tage Energiereserve.
Mann bedient neben einer großen Fensterfront eine Smart Home Anwendung auf einem Smartphone.
Mit der TaHoma Pro-App lassen sich die Plug & Play-Antriebe RS100 io für Rollläden und J4S io Protect für Raffstoren im Handumdrehen einrichten. Foto: Somfy

Automatisierter Sonnenschutz gewinnt an Bedeutung

Die Heizsaison hat begonnen und laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online müssen Verbraucher auch in diesem Jahr mit deutlich steigenden Preisen rechnen. Um den Energieaufwand gezielt zu reduzieren, rücken intelligente Sonnenschutzlösungen stärker in den Fokus. Sie verbinden Komfort mit einer automatisierten Steuerung der Raumtemperatur und können das ganze Jahr über zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Funkbasierte Systeme reagieren dabei auf unterschiedliche Bedingungen und steuern Rollläden oder Raffstoren passend zur jeweiligen Situation. Für Fachbetriebe eröffnet diese Entwicklung zusätzliche Möglichkeiten, ihren Kunden nicht nur einzelne Produkte, sondern abgestimmte Lösungen für mehr Komfort und einen effizienteren Umgang mit Energie anzubieten.

Funkantriebe als Basis der Vernetzung

Bei motorisiertem Sonnenschutz schafft der Funkstandard io-homecontrol von Somfy die Grundlage für eine vernetzte Lösung. Die Plug & Play-Antriebe RS100 io für Rollläden und J4S io Protect für Raffstoren lassen sich mit der TaHoma Pro-App schnell und intuitiv in Betrieb nehmen. Beide Modelle zeichnen sich durch ein leises Fahrverhalten ohne Bremsgeräusche aus. Hinzu kommen Funktionen wie die laufende Drehmomentüberwachung, ein Festfrierschutz und eine automatische Hinderniserkennung. Damit bilden die Antriebe nicht nur die technische Grundlage für die Bewegung der Behänge, sondern auch den Ausgangspunkt für eine weitergehende Automatisierung, bei der zusätzliche Komponenten in das System eingebunden werden können.
Weiße Smart Home Steuerzentrale auf einem Couchtisch, im Hintergrund eine Person mit Smartphone.
Eine zentrale Smart Home Steuerung bündelt verschiedene Funktionen für mehr Komfort im Alltag. Darüber lassen sich automatisierte Abläufe für Sonnenschutz, Temperaturregelung und weitere vernetzte Anwendungen koordinieren. Foto: Somfy

Automatische Abläufe verbessern den Temperaturkomfort

Seine Wirkung entfaltet der Sonnenschutz besonders dann, wenn er automatisiert auf äußere Bedingungen reagiert. Mit dem Sonnen- und Temperatursensor Sunteis Solar io sowie der Smart-Home-Steuerung TaHoma Switch lassen sich individuelle Abläufe festlegen. Je nach Sonneneinstrahlung, Temperatur und Tageszeit fahren Rollläden oder Raffstoren automatisch in eine passende Position. Dadurch müssen Bewohner den Sonnenschutz nicht ständig selbst anpassen. Das voreingestellte Temperaturkomfort-Szenario in der TaHoma App vereinfacht die Nutzung zusätzlich. Auf diese Weise verbindet das System eine bedarfsgerechte Steuerung mit einem hohen Bedienkomfort und sorgt dafür, dass der Sonnenschutz im Alltag gezielt auf wechselnde Bedingungen reagieren kann.

Energiegewinne im Winter und Schutz im Sommer

Die automatische Steuerung kann sich direkt auf den Energieverbrauch auswirken. Im Winter lässt sich der Sonnenschutz gezielt öffnen, damit solare Wärmegewinne genutzt werden können. Dadurch gelangt Sonnenwärme in die Räume und die Heizung muss entsprechend weniger leisten. Im Sommer funktioniert das Prinzip in umgekehrter Richtung. Eine automatische Verschattung verhindert, dass sich die Innenräume unnötig stark aufheizen. Das reduziert den Bedarf an Kühlung und unterstützt zugleich einen angenehmeren Temperaturkomfort. Entscheidend ist dabei, dass Öffnen und Verschatten nicht nach einem festen Schema erfolgen, sondern sich an Sonneneinstrahlung, Temperatur und Tageszeit orientieren. So kann der Sonnenschutz seine Wirkung über das gesamte Jahr hinweg gezielt entfalten.
Smart Home Steuerzentrale im Vordergrund eines Wohnzimmers mit teilweise geschlossenen Rollläden an großen Fenstern.
TaHoma Switch vernetzt und automatisiert den Sonnenschutz und sorgt das ganze Jahr über für konstanten Temperaturkomfort. Foto: Somfy

Solarbetrieb erleichtert die Nachrüstung

Auch bei Renovierungen lassen sich motorisierte Sonnenschutzlösungen auf Funkbasis einsetzen. Für diesen Bereich eignet sich insbesondere der solarbetriebene Rollladenantrieb RS100 Solar io. Er arbeitet autark über ein leistungsfähiges Solarpanel und liefert selbst bei fehlender Sonneneinstrahlung zuverlässig Energie für mindestens 45 Tage. Vor der Montage kann die ideale Ausrichtung der Fenster mit der Somfy-Solar-App geprüft werden. Der Antrieb lässt sich von außen installieren und benötigt weder einen Stromanschluss noch zusätzliche Steuerleitungen. Auch aufwendige Abstimmungen zwischen verschiedenen Gewerken entfallen. Dadurch bleibt die Montage schnell und sauber, während Staub und Schmutz auf ein Minimum reduziert werden.

Neue Beratungsmöglichkeiten für Fachbetriebe

Für Fachbetriebe entsteht durch automatisierten Sonnenschutz ein zusätzliches Beratungsfeld. Statt ausschließlich einzelne Antriebe anzubieten, können sie vernetzte Anwendungen zusammenstellen, die Komfort und Energieeffizienz miteinander verbinden. Wer solche Steuerungskonzepte in die Beratung einbezieht, kann Lösungen anbieten, die sich an den konkreten Bedürfnissen der Bewohner orientieren und später erweitern lassen. TaHoma Switch integriert bis zu 200 Produkte und beschränkt sich nicht auf den Sonnenschutz. Auch Beleuchtung, Heizung und sicherer Zugang können eingebunden werden. So entsteht eine Plattform für individuell zugeschnittene Anwendungen, bei denen verschiedene Bereiche des Hauses miteinander vernetzt werden und sich auf Wunsch Schritt für Schritt ergänzen lassen.
Resümee von Marinus Falkner (Redaktion “bauen.com“)
Automatisierter Sonnenschutz verbindet Komfort und Energieeffizienz auf praktische Weise. Besonders sinnvoll ist die Möglichkeit, solare Wärme im Winter gezielt zu nutzen und Räume im Sommer vor Überhitzung zu schützen. Funkbasierte und solarbetriebene Lösungen erleichtern zudem die Nachrüstung und machen smarte Steuerung auch im Bestand interessant.

Quelle17.09.2026
Somfy GmbH

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