Die Sonne liefert Energie im Überfluss und Solarthermie nutzt sie, um Wohnräume effizient und nachhaltig zu beheizen. Wer auf Sonnenwärme setzt, profitiert von langfristiger Unabhängigkeit und stabilen Energiekosten.
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Solarthermie im Trend: Der BSW-Solar rechnet in den nächsten fünf Jahren mit bis zu einer Million neuer solarthermischer Anlagen. Foto: epr / Bundesverband Solarwirtschaft
Solarthermie ist eine sichere und vor allem auch preisstabile Wärmeversorgung für Wohngebäude. Nach einer Analyse der Verbraucherzentralen können durch die Umstellung auf Solarthermie bei einem ansonsten noch nicht energetisch sanierten Einfamilienhaus Einsparungen von bis zu 20.000 Euro realisiert werden. Dabei ist ein Austausch der alten Heizungsanlage für die Umstellung auf Solarthermie noch nicht einmal zwingend notwendig.
Da kann man mit der Sonne schon mal um die Wette lachen: Mit einer solarthermischen Anlage lassen sich 20 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs auf dem eigenen Dach erzeugen. Foto: epr / Bundesverband Solarwirtschaft
In Deutschland gibt es bereits mehr als 2,6 Millionen Solarwärmesysteme – Tendenz steigend. Einmal installiert, liefern die solarthermischen Anlagen im Schnitt 25 Jahre lang zuverlässig Wärme, unabhängig von Strom- und Gaskosten oder den stetig steigenden CO2-Preisen. Gerade weniger gut gedämmte Altbauten profitieren von einer solaren Heizungsunterstützung.
„Wer Sonnenwärme nutzt, um Wasser zu erwärmen und die Heizung seines Hauses zu unterstützen, kann übers Jahr mindestens 20 Prozent des Wärmebedarfes brennstoffkostenfrei erzeugen“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Mit größeren Kollektorflächen und mehr Volumen des Pufferspeichers im Keller seien auch deutlich höhere Anteile an Solarwärme möglich.
Die Nachrüstung mit einer solarthermischen Anlage wird vom Bund mit bis zu 70 Prozent der Investitionskosten gefördert. Foto: epr / Bundesverband Solarwirtschaft
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) bestätigt in seinem Ratgeber „Strom und Wärme selbst erzeugen“, dass sich die Installation einer Solarthermieanlage unter den aktuellen Förderbedingungen mit Fördersätzen von bis zu 70 Prozent besonders schnell amortisiert. Mit der Umstellung auf eine solarthermische Heizung könnten Bewohner:innen eines 120 Quadratmeter großen Einfamilienhauses demnach über einen Zeitraum von 20 Jahren bis zu 20.000 Euro Energiekosten einsparen.
Resümee von Gerhard Bauer (Redaktion “bauen.com“)
Solarthermie ist mehr als nur ein Trend, sondern eine zukunftssichere Antwort auf steigende Energiepreise. Besonders spannend ist, dass sich die Technologie auch für Bestandsgebäude eignet und ohne kompletten Heizungstausch auskommt. Die Kombination aus staatlicher Förderung, langer Lebensdauer und Kosteneinsparung macht das System äußerst attraktiv. Zudem sorgt die Sonnenwärme für ein gutes Gefühl, weil sie unabhängig von fossilen Brennstoffen funktioniert. Eine clevere Investition in Komfort und Klimaschutz zugleich.