TL;DR - Das Wichtigste in Kürze
- Viele IoT-Geräte bleiben angreifbar, weil Firmware veraltet ist und Updates oft ausbleiben.
- Standardpasswörter wie „admin“/„1234“ und schwache Passwörter erhöhen das Risiko massiv.
- Unverschlüsselte Kommunikation und auffindbare Geräte (z.B. via Shodan) machen Angriffe leicht.
- Der Router ist zentraler Angriffspunkt: Standardpasswort, alte Firmware oder Firewall aus riskant.
- Schutz: IoT ins Gäste-WLAN, Updates/Passwörter pflegen, beim Kauf Update-Zusagen prüfen.

Standardpasswörter: Ein Problem, das sich in zwei Minuten lösen lässt
Viele Geräte kommen ab Werk mit Passwörtern wie „admin" oder „1234" – und genau so bleiben sie dann auch im Betrieb. In Kombination mit unverschlüsselter Kommunikation zwischen Gerät und Cloud wird daraus ein echtes Sicherheitsrisiko. Angreifer können über Suchmaschinen wie Shodan gezielt nach ungesicherten Geräten im Netz suchen und finden dabei auch Kameras, Drucker und Smart-TVs in Privathaushalten. Erschwerend kommt hinzu, dass neun von zehn Herstellern laut BSI-Studie keine Angaben zu einem garantierten Update-Zeitraum machen. Wer nicht selbst aktiv wird, bleibt also ungeschützt.Der Router: Dreh- und Angelpunkt im Heimnetzwerk
Wenn es eine Stelle gibt, an der Sie ansetzen sollten, dann ist es der Router. Er verbindet alle Geräte im Haushalt mit dem Internet – und ist damit auch der erste Angriffspunkt. Ein unverändertes Standardpasswort, veraltete Firmware oder eine deaktivierte Firewall gefährden das gesamte Netzwerk. Das BSI empfiehlt, smarte Geräte grundsätzlich in ein separates Netzwerk auszulagern, etwa über das Gäste-WLAN. So kann ein gehackter Saugroboter nicht auf Ihren Laptop oder Ihre Bankdaten zugreifen.Wer den Schutz auf Netzwerkebene noch weiter verbessern möchte, kann direkt auf dem Router ein VPN einrichten. Das verschlüsselt den gesamten Datenverkehr aller verbundenen Geräte – ohne dass Sie auf jedem einzelnen Gerät eine Software installieren müssen.
