14.07.2026

Tipp: Das macht Hausgeräte anfällig für Hackerangriffe?

Smarte Thermostate, Saugroboter, Türklingeln mit Kamera, Sprachassistenten – in vielen Haushalten sind vernetzte Geräte längst selbstverständlich. Sie machen den Alltag bequemer, keine Frage. Aber sie öffnen auch Türen, die besser geschlossen bleiben sollten. Denn jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, kann zum Einfallstor für Hacker werden. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken.
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  • Viele IoT-Geräte bleiben angreifbar, weil Firmware veraltet ist und Updates oft ausbleiben.
  • Standardpasswörter wie „admin“/„1234“ und schwache Passwörter erhöhen das Risiko massiv.
  • Unverschlüsselte Kommunikation und auffindbare Geräte (z.B. via Shodan) machen Angriffe leicht.
  • Der Router ist zentraler Angriffspunkt: Standardpasswort, alte Firmware oder Firewall aus riskant.
  • Schutz: IoT ins Gäste-WLAN, Updates/Passwörter pflegen, beim Kauf Update-Zusagen prüfen.
Was macht alltägliche Hausgeräte anfällig für Hackerangriffe? Foto: TheDigitalArtist / pixabay.com
Was macht alltägliche Hausgeräte anfällig für Hackerangriffe? Foto: TheDigitalArtist / pixabay.com
Der häufigste Grund, warum smarte Geräte angreifbar sind, ist veraltete Firmware. Anders als bei Smartphones oder Laptops bekommen viele IoT-Geräte nach dem Kauf nur selten Updates – manche gar keine mehr. Bekannte Sicherheitslücken bleiben so über Monate oder sogar Jahre offen. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wissen nur 42 Prozent der Nutzer, dass ihre Smart-Home-Geräte überhaupt mit Schadsoftware infiziert werden können. Laut BSI verwenden nur 34 Prozent der Smart-Speaker-Nutzer ein starkes Passwort; 16 Prozent treffen keinerlei Schutzmaßnahmen. Das sind Zahlen, die nachdenklich machen.

Standardpasswörter: Ein Problem, das sich in zwei Minuten lösen lässt

Viele Geräte kommen ab Werk mit Passwörtern wie „admin" oder „1234" – und genau so bleiben sie dann auch im Betrieb. In Kombination mit unverschlüsselter Kommunikation zwischen Gerät und Cloud wird daraus ein echtes Sicherheitsrisiko. Angreifer können über Suchmaschinen wie Shodan gezielt nach ungesicherten Geräten im Netz suchen und finden dabei auch Kameras, Drucker und Smart-TVs in Privathaushalten. Erschwerend kommt hinzu, dass neun von zehn Herstellern laut BSI-Studie keine Angaben zu einem garantierten Update-Zeitraum machen. Wer nicht selbst aktiv wird, bleibt also ungeschützt.

Der Router: Dreh- und Angelpunkt im Heimnetzwerk

Wenn es eine Stelle gibt, an der Sie ansetzen sollten, dann ist es der Router. Er verbindet alle Geräte im Haushalt mit dem Internet – und ist damit auch der erste Angriffspunkt. Ein unverändertes Standardpasswort, veraltete Firmware oder eine deaktivierte Firewall gefährden das gesamte Netzwerk. Das BSI empfiehlt, smarte Geräte grundsätzlich in ein separates Netzwerk auszulagern, etwa über das Gäste-WLAN. So kann ein gehackter Saugroboter nicht auf Ihren Laptop oder Ihre Bankdaten zugreifen.

Wer den Schutz auf Netzwerkebene noch weiter verbessern möchte, kann direkt auf dem Router ein VPN einrichten. Das verschlüsselt den gesamten Datenverkehr aller verbundenen Geräte – ohne dass Sie auf jedem einzelnen Gerät eine Software installieren müssen.

Worauf Sie beim Kauf achten können

Schon bei der Anschaffung lässt sich einiges richtig machen. Achten Sie darauf, ob der Hersteller regelmäßige Sicherheitsupdates über einen definierten Zeitraum zusagt. Prüfen Sie, wo Ihre Daten gespeichert werden – lokal auf dem Gerät oder in einer Cloud, deren Standort Sie nicht kennen. Und schauen Sie, welche Berechtigungen die zugehörige App einfordert. Ab Dezember 2027 schreibt der europäische Cyber Resilience Act verbindliche Sicherheitsstandards für alle vernetzten Produkte vor. Bis dahin liegt die Verantwortung bei Ihnen.

Fazit

Vernetzte Hausgeräte sind praktisch und aus modernen Eigenheimen kaum noch wegzudenken. Aber sie bringen Risiken mit, die viele unterschätzen. Die wichtigsten Schritte sind einfach: Passwörter ändern, Updates einspielen, IoT-Geräte in ein eigenes Netzwerk auslagern. Das kostet keine halbe Stunde – und macht Ihr Zuhause deutlich sicherer.
Quelle
lc.sh.


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