14.12.2021

Die wichtigsten Phasen beim Hausbau

Der Bau eines Eigenheimes ist eine aufregende und teilweise auch recht langwierige Angelegenheit. Bauherren haben so einige Dinge zu durchdenken und zu organisieren, bis ihr Haus schließlich einzugsbereit ist. Damit alles reibungslos vonstattengeht, ist es wichtig, einen groben Zeitplan im Blick zu behalten. Insgesamt gibt es vier Phasen, die jeder Hausbau durchläuft und an denen Sie sich dabei orientieren sollten.
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Die Planung des eigenen Hauses! Foto: pixabay.com
Die Planung des eigenen Hauses! Foto: pixabay.com

Die Planungsphase

In der Planungsphase werden die Grundlagen für den späteren Hausbau entschieden. Hier geht es darum, ein passendes Grundstück zu finden, die Finanzierung in die Gänge zu leiten und den passenden Partner auszuwählen. Sie entscheiden sich für den Grundriss und die Größe Ihres späteren Hauses. Vorab müssen Sie also viele wichtige Entscheidungen treffen. Je exakter die Vorstellungen sind, die Sie haben, umso schneller können Sie mit Ihrer Haushaufirma zusammen auch konkrete Entwurfspläne entwickeln. Sobald feststeht, welche Art von Haus Sie bauen möchten, geht es daran, sich für eine Bauweise zu entscheiden. Das sind die drei häufigsten in Deutschland:
  • Massivhaus
  • Fertighaus
  • Holzhaus
Massivhäuser werden direkt vor Ort Stein auf Stein gemauert. Der Bau eines Fertighauses geht meist schneller voran: Hierbei werden die einzelnen Elemente bereits vorgefertigt geliefert und vor Ort nur noch zusammengesetzt. Holzhäuser bestehen – wie der Name es bereits sagt – hauptsächlich aus Holz. Auch sie werden meist weitgehend vorgefertigt zur Baustelle geliefert. Andere Fragen, die Sie sich in dieser Phase stellen müssen, zielen auf die Dämmung des Hauses und das Heizungssystem ab. Je besser und nachhaltiger die Dämmung, umso weniger Wärme geht über die Wände und das Dach verloren – und umso weniger müssen Sie also später auch heizen. Steht der erste Entwurf, fertigt das Bauunternehmen eine Baugenehmigung an, die beim zuständigen Bauamt eingereicht werden muss.

Die Genehmigungsphase

Für die Genehmigungsplanung gibt es eine Vielzahl an Unterlagen, die zusammengestellt werden müssen. Diese umfassen sowohl Lagepläne als auch Formulare, Flächenberechnungen und Wärmeschutznachweise. Ist die Genehmigung bei der Baubehörde eingereicht worden, kann es bis zu sechs Monaten dauern, bis der eigentliche Bau starten kann. Teilweise kann es aber auch deutlich schneller gehen. Jene Wartezeit lässt sich gut nutzen, um die Ausführungsplanung und das Leistungsverzeichnis für die Gewerke vorzubereiten. Diese Aufgaben nehmen meist erneut etwa vier Wochen in Anspruch. Außerdem ist es für den Laien manchmal gar nicht so einfach, alle Gewerke zu koordinieren. Unter Umständen macht es Sinn, hierbei einen zusätzlichen Bauberater zu Rate zu ziehen. Teilweise gibt es schließlich von der Baubehörde auch Änderungsauflagen, die eingeplant werden müssen. Ist der Planungsantrag freigegeben worden, können Sie mit dem eigentlichen Bau beginnen.
 
Rohbau, Innenausbau und Einzug. Foto: pixabay.com
Rohbau, Innenausbau und Einzug. Foto: pixabay.com

Der Rohbau

Der Rohbau umfasst sämtliche Aufgaben, die das Grundgerüst des Hauses bilden. Haben Sie sich für einen Keller entschieden, wird dieser zunächst ausgeschachtet und ausgebaut. Ist der Keller fertig, dauert es meist etwa drei Wochen, bis es mit dem Hausbau weitergehen kann. In der Zwischenzeit sind noch weitere Aufgaben zu erledigen. Gibt es hingegen nur eine Bodenplatte, geht es deutlich schneller. Anschließend ist es Zeit für die Maurerarbeiten. Stehen die Wände, wird das Dach gedeckt sowie Fenster und Rahmen eingebaut. Zuletzt gilt es, das Haus von außen zu verputzen. Die Dauer dieser Aufgabe ist wetterabhängig, dauert jedoch meist nicht länger als eine Woche. Mit dem Ende der Putzarbeiten ist der Rohbau abgeschlossen und Ihr Grundgerüst steht.

Innenausbau und Einzug

Die letzte Phase des Hausbaus ist der Innenausbau. Dieser beinhaltet sämtliche Arbeiten, die noch notwendig sind, um das Haus bezugsfertig zu machen:
  • Installation von Elektroanschlüssen
  • Einbau des Heizungssystems
  • Bau der Sanitäranlagen
  • Verputzen der Innenräume
  • Einbau von Treppen und Türen
  • Bodenbelag
  • Malerarbeiten
Für viele Bauherren ist der Innenausbau der schönste Schritt ihrer Bauphase. Immerhin nimmt das Haus nun schnell Gestalt an und nun es auch endlich um kreative und gestalterische Fragen wie die Farbgestaltung der Wände oder die Art des Bodens. Falls Sie Fliesen verlegen möchten, beachten Sie vorab, dass es vor allem bei ausgefalleneren Modellen teilweise zu längeren Lieferzeiten kommen kann. Diese sollten also mit etwas Vorlauf bestellt werden, damit Sie nicht anschließend in Zeitverzug geraten. Achten Sie außerdem darauf, während des gesamten Baus Ihre Baustelle regelmäßig zu besuchen und eventuelle Baumängel sofort festzuhalten. In der Regel stehen bei Hausbaufirmen die Zahlungen jeweils nach einem abgeschlossenen Bauabschnitt an. Bevor Sie diese überweisen, sollten Sie daher stets genau prüfen, ob auch alles zu Ihrer Zufriedenheit ausgeführt worden ist und mögliche Baumängel richtig dokumentiert wurden. Ist das der Fall, steht bald schon Ihrem Einzug nichts mehr im Wege!

Quelle
c.n.


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