02.12.2021

Bauherrn-Tipps: Schnelles und effizientes Bauen

Die Koordination einzelner Innenausbau-Gewerke bereitet manchem Hausbauer schlaflose Nächte. Schließlich wollen Boden- bzw. Fliesenleger, Maler, Elektriker und Co. grünes Licht für ihre Arbeit. Die Kunst dabei: am besten nahtlos angrenzend und ohne Wartezeiten. Hürden lauern dennoch, u. a. durch zu lange Trocknungszeiten bei Putz oder Estrich. Clevere Bauherren wissen auch dafür eine Lösung.
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Innenausbau beschleunigen: Zeit und Geld sparen leicht gemacht

Erfahrungswerte zeigen, dass der Innenausbau im Vergleich zu allen anderen aktiven Bauphasen (ohne Baugenehmigungsverfahren und Planungsphase) am längsten dauerte. Durchschnittlich werden 8-12 Wochen kalkuliert. Zum direkten Vergleich: Die Rohbauphase beträgt bei Massivhaus ca. 3-4 Wochen, beim Fertighaus häufig sogar nur 2-3 Tage. Keller und Bodenplatte werden mit einer Bauzeit von ca. 2-5 Wochen kalkuliert.

Größter Aufwand für das zeitlos schönen Traumhaus ist der Innenausbau. Wer seine Baukosten richtig kalkulieren will, braucht einen verlässlichen Zeitplan. Jede Verzögerung eines Gewerkes verursacht womöglich zusätzliche Kosten in der häufig ohnehin schon eng kalkulierten Baukasse.
  
Vor der Wand- und Bodengestaltung dürfen Wände keine Feuchtigkeit mehr enthalten. Ein Bautrockner unterstützt dabei. Foto: pixabay.com
Vor der Wand- und Bodengestaltung dürfen Wände keine Feuchtigkeit mehr enthalten. Ein Bautrockner unterstützt dabei. Foto: pixabay.com

Gewerke optimal aufeinander abstimmen

Damit es keinen Stau im Bauvorhaben gibt, sollten die einzelnen Gewerke aufeinander abgestimmt sein. Effizientes Arbeiten beim Innenausbau spart Zeit und Geld. Zu berücksichtigen sind vor allem die Trocknungszeiten für Putz und Estrich.

Wer einen Bautrockner mieten möchte, sichert sich einen Zeitvorsprung. Putz im Innenraum benötigt abhängig von Putzart und Dicke ca. 5–14 Tage Trocknungszeit. Schneller geht es mit Unterstützung durch Bautrockner. Pro Millimeter Putzdicke müssen Bauherren ca. einen Tag dafür kalkulieren. Ist der Putz nicht völlig getrocknet, erschwert das die spätere Wandgestaltung.  
 
Auch die Trocknungszeit bei verschiedenen Estrich-Arten variiert. Zementestrich beispielsweise hat eine Trocknungszeit von ca. 21 Tagen, deutlich schneller geht es bei Trockenestrich oder Kunstharzestrich. Am längsten dauert die Trocknung bei Calciumsulfatestrich (durchschnittlich 28 Tage). Der Bautrocknereinsatz verkürzt diese Zeit.  

Kosten für den Bautrockner/Tag: Lohnt sich der Einsatz wirklich?

Wer sich seinen individuellen Traum vom Haus (beispielsweise ein kompaktes Wohlfühlhaus)  erfüllen möchte, steht häufig unter Zeitdruck. Grund hierfür: nicht nur der Baustellenstress, sondern auch die parallel noch laufenden Zahlungen für die gemietete Immobilie. Bauverzögerungen bedeuten: noch länger parallel Miete zahlen oder schlimmstenfalls sogar ohne darüber den Kopf (bei bereits gekündigtem Mietverhältnis) auf den Einzug in die eigenen vier Wände warten müssen.
 
Eine beschleunigte Trocknungszeit verursacht Kosten, kann jedoch deutlich mehr Planungssicherheit bieten. Wie macht sich der Einsatz des Bautrockners in der Baukasse bemerkbar?
 
Abhängig vom gewählten Bautrockner-Modell werden ca. 300 W bis 1.200 W/Stunde verbraucht. Um ein optimales und beschleunigtes Trocknungsergebnis zu erzielen, sollte das Gerät 24 Stunden mehrtägigem Einsatz sein. Pro 24 Stunden ergibt das einen Verbrauch von ca. 7,2 kWh bis 28,8 kWh. Entspricht der Strompreis beispielsweise 0,28 €/kWh, kostet der Betrieb des Bautrocknung zwischen 2 Euro und 8 Euro/Tag.
 
Dieser Kostenaufwand steht der Ersparnis gegenüber. Wer durch den Bautrockner beispielsweise zehn Tage beim Zeitplan einspart, kann womöglich mindestens zehn Tage früher in die eigenen vier Wände, im besten Fall bedeutet das zehn Tage weniger Miete.  

Tipps, damit die Trocknung von Putz und Co. noch optimaler verläuft

Der Einsatz des Bautrockners allein bringt beim falschen Aufstellen nicht den gewünschten Erfolg. Damit das Gerät seine optimale Wirkweise erfüllt, unbedingt auf den richtigen Abstand achten. Nie direkt an die Wand stellen, sondern mit ca. 50 cm Abstand.
 
Durch den Abstand kann der Luftstrom optimal zirkulieren. Um das optimale Ergebnis zu erzielen, unbedingt von oben nach unten trocknen. Geschlossene Fenster sind dabei ein Muss. Das Gerät entzieht der Luft das Wasser. Durch das Öffnen der Fenster wird dieser Effekt durch einströmende Luft zunichtegemacht.
 
Je mehr Geräte verteilt sind, desto schneller der Trocknungsvorgang. Allerdings gilt hier: Immer die Kosten im Blick behalten, denn mehrfache Geräteeinsatz bedeutet auch deutlich höheren Stromverbrauch!

Alle Gewerke für Innenausbau im Blick behalten: Ein Plan muss her

Um möglichst effizient zu arbeiten, ist Planung gefragt. Wer Fragen bestmöglichen Planung hat, sollte eine Bauberatung nutzen oder sogar einen zusätzlichen Bauberater beauftragen. Für Laien ist es gar nicht so einfach, im Bauprozess die unzähligen Gewerke zu koordinieren. 
 
Beim Innenausbau sind mit Fensterbauern, Schreinern, Elektrikern, Trockenbauern, Estrichleger und Co. unzählige Gewerke involviert. Sie müssen alle aufeinander abgestimmt werden, um Wartezeiten oder Beschädigungen der Arbeiten durch andere Gewerke zu verhindern.
 
Steht der Rohbau, geht es an den Innenausbau. Dazu gehören insbesondere der Einbau von Fenstern und Türen sowie die Dämmung. Ohne beide Gewerke geht es im Innenausbau nicht weiter. Folgend werden Heizung und Elektrik grob installiert. Gut vorbereitete Bauherren haben sich bereits im Vorfeld überlegt, welche Komponenten sie für Heizsystem und Elektrik benötigen.
 
Im weiteren Schritt wird der Innenputz aufgetragen. Clevere Bauherren haben den Termin für das Arbeitsende im Blick und bereits Unterstützung durch Bautrockner organisiert. Je effizienter die Trocknungszeit, desto schneller können alle anderen Gewerke agieren.
 
Nach dem Trocknen des Putzes geht es an den Trockenbau und Dachausbau. Als Nächstes kommt der Estrich an die Reihe. Auch hier ist Effizienz gefragt. Steht der Bautrockner nach Ende der Arbeiten schon bereit, können andere Gewerke wie beispielsweise Maler oder Fliesenleger schneller mit ihrer Arbeit beginnen.
 
Sind Bodenbeläge und Wandgestaltung abgeschlossen, geht es an die freien Installationen. Nun werden Beleuchtungen bzw. Kamine und Öfen installiert. Gut organisierte Bauherren haben auch hier für alle Pläne und Materialien parat. Nach der Band- und Bodengestaltung werden die Räumlichkeiten noch wohnlicher gestaltet. Küche und Bad ziehen ein, Treppen und Innentüren folgen.
  
Der Hausbau will optimal geplant sein. Je besser alle Gewerke aufeinander abgestimmt sind, desto rascher ist Baufortschritt erkennbar. Foto: pixabay.com
Der Hausbau will optimal geplant sein. Je besser alle Gewerke aufeinander abgestimmt sind, desto rascher ist Baufortschritt erkennbar. Foto: pixabay.com

Kosten mit dem richtigen Putz sparen: Unterstützung durch Förderprogramme sichern

Der richtige Putz und andere energetische Sanierungen bieten langfristiges Kostensparpotenzial. Wer eine erworbene Immobilie richtig saniert, profitiert von zahlreichen Förderprogrammen der Bundesregierung.
 
Zu den geförderten Maßnahmen gehören die Dämmung von Dach, Keller oder Fassade. Bevor Immobilienbesitzer mit dem Bauvorhaben beginnen, unbedingt vorher über mögliche Förderoptionen informieren. Durch die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung lassen sich zahlreiche Förderprodukte nutzen.
 
Der Wohngebäude Kredit bringt beispielsweise beim Bau oder der Sanierung eine Unterstützung von bis zu 150.000 €, für Einzelmaßnahmen bis 60.000 €.
  
Eine weitere Option: der Wohngebäude-Zuschuss. Für Sanierungsarbeiten gibt es bis zu 75.000 €/Wohneinheit bzw. bis 37.500 € Bauzuschuss. Setzen Bauherren auf erneuerbare Energien, gibt es den Kredit für Wärme und Strom. Gefördert werden Installationen von Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen und vielem mehr.

Quelle
f.w.


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