03.05.2021

Zusätzlicher Wohnraum: Der Fertigkeller 

Ein Fertigkeller bieten ein sicheres Fundament. Je nach Wunsch können sie individuell geplant und vorgefertigt werden. Viele Hersteller liefern Fertigteile aus robusten Materialien aus, die sich später zu einem Fertigkeller zusammensetzen lassen. Durch die Montagteile wird das Verfahren des Kellerbaus vereinfacht. Von der Produktion bis zur Fertigstellung des Kellers dauert es häufig nur bis zu vier Wochen. 
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Zusätzlicher Wohnraum: Der Fertigkeller. Foto: iStock.com / Aleksandr Kendenkov
Zusätzlicher Wohnraum: Der Fertigkeller. Foto: iStock.com / Aleksandr Kendenkov

Vorteile von Fertigkellern

Ein Fertigkeller wird in der Regel aus einem wasserundurchlässigen Material hergestellt. Das Material kann auch drückenden Wassermassen problemlos standhalten. Eine Bugrunduntersuchung kann wichtige Informationen liefern, wie tragfähig das Erdreich ist und welche Wasserverhältnisse vorliegen. Eine Kellerabdichtung muss über viele Jahre vor einer eindringenden Feuchtigkeit schützen. Durch eine Perlmeterdämmung wird der Fertigkeller auch vor einem Wärmeverlust bewahrt. Heizkosten und Platz lassen sich durch kerngedämmte Außenwände einsparen. Viele Fertigkeller werden ähnlich wie ein Fertighaus aufgebaut. 

Herstellung von Fertigkellern

In einem Betonwerk werden alle Bauteile für den Fertigkeller gegossen. Hierbei handelt es sich in der Regel um zweischalige Decken- und Wandelemente, die aus einem wasserundurchlässigen Beton hergestellt werden. In diese Elemente werden direkt die Aussparungen für die Türen und Fenster berücksichtigt. Auch Leerrohre, die später für die Hausinstallation genutzt werden, werden im Vorfeld eingearbeitet. Sobald die Betonfertigteile ausgehärtet sind, werden sie zum Einsatzort transportiert. Hier können Sie mithilfe eines Krans in die richtige Position auf eine vorbereitete Bodenplatte gebracht werden. Anschließend werden alle Wandelemente mit einem harten Ortbeton ausgegossen. Somit lassen sich alle Teile nahtlos miteinander verbinden. Wenn das Deckenelemnte, welches die spätere Kellerdecke bildet mit den Wänden verbunden und ebenfalls ausbetoniert wird, ist der Aufbau des Kellers fertig. 

Warum ist ein Fertigkeller ratsam?

Im Vergleich zu allen herkömmlichen Methoden, um einen Keller zu errichten, bieten Fertigkeller viele Vorteile. Durch einen Fixpreis kann der Bau eines Hauses besser kalkuliert werden. Bei der Verwendung eines Fertigkellers kann ein Fixtermin festgelegt werden. Somit kommt es nicht wie bei anderen Bauweisen zu einer Verzögerung. Im Vergleich ist auch die Bauzeit eines Fertigkellers wesentlich kürzer. In vielen Fällen ist die Bauzeit sogar um das Dreifache kürzer. Somit ist es schneller möglich, das Haus fertigzubauen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Betonoberfläche sehr glatt ist, sodass aufwendige Putzarbeiten nicht notwendig sind. Bei einem Fertigkeller wird der Brandschutz standardmäßig beachtet. Beton brennt nicht. Dadurch ersparen sich die Bauherren weitere Kosten durch spezielle Isolierungen oder Schutzanstriche. Anders als andere Materialien bleibt Beton auch nach einem Feuer stabil und tragfähig. Bei einem Fertigkeller sind auch keine Maßnahmen zum Schallschutz notwendig. Für die Herstellung der Bodenplatte wird häufig Stahlbeton verwendet. Dieses Material gilt als besonders witterungsbeständig und robust.
 
Zusätzlicher Wohnraum: Der Fertigkeller. Foto: iStock.com / Aleksandr Kendenkov
Zusätzlicher Wohnraum: Der Fertigkeller. Foto: iStock.com / Aleksandr Kendenkov

Was kostet ein Fertigkeller?


Wie teuer ein Fertigkeller wird, hängt von den unterschiedlichsten Kriterien ab. Je nach Baugrund und den statischen Verhältnissen muss darauf geachtet werden, dass ein Haus optimal gegründet wird. Das führt zu unterschiedlich hohen Kosten. Natürlich wirkt sich auf die Raumhöhe eines Kellers auf den Preis aus. Umso höher die Decke geplant ist, desto teurer wird der Keller. Im Durchschnitt kann von einem Preis in Höhe von 300 Euro pro Quadratmeter gerechnet werden. Zuzüglich fallen Kosten für den Erdaushub an. 

Beispiel für die Kosten eines Fertigkellers:

Wenn für ein freistehendes Einfamilienhaus mit einer Nutzfläche von 98 Quadratmeter ein Keller mit einer Raumhöhe von 2,30 Meter geplant ist, muss mit Kosten in Höhe von 65.000 Euro gerechnet werden. Zusätzlich fallen für das Ausbaggern inklusive aller anderen Erdarbeiten Kosten in Höhe von 11.000 Euro an. Der Fertigkeller kostet circa 44.000 Euro. Für Estricharbeiten, Türen und Fenster müssen zusätzliche Kosten kalkuliert werden. Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man auf jeden Fall unterschiedliche Angebote einholen, um den günstigsten Anbieter zu ermitteln. Empfehlenswert ist z. B. fertigkeller.net.

Wie kann beim Bau eines Fertigkellers gespart werden?

Wenn beim Bau des Kellers Geld gespart werden soll, kann man sich anstatt für einen Komplettkeller für einen Ausbaukeller entscheiden. Bei diesem Keller kann man sich um die Isolierung der Außenwandflächen und Kellerinnentreppen selbst kümmern. Fertigkeller sind prinzipiell für jedes Grundstück geeignet. Sie sind eine perfekte Wahl für den schnellen Bau eines Untergeschosses. Der Bau des Kellers ist auch bei einem leicht erhöhten Grundwasserspiegel möglich. Ausnahmen sind Grundstücke, bei denen die Bodenverhältnisse allgemein keinen Keller zulassen. Fertigteile haben im Vergleich zu anderen Bauweisen den Vorteil, dass sie eine hohe Dichtigkeit bieten. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass alle Arbeiten korrekt ausgeführt werden. Die einzelnen Bauelemente sollten bei der Vorfertigung so groß wie möglich geplant werden. Dadurch kann die Anzahl von kritischen Fugen minimiert werden, die im Nachhinein abgedichtet werden müssten. 

Quelle
c.m.


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