24.07.2020

Laminatfußböden: Weit verbreitet und doch relativ unbekannt

Laminatfußboden, kurz schlicht Laminat genannt, ist weit verbreitet. Doch kaum jemand weiß, was sich hinter dem beliebten Material eigentlich verbirgt. Es gibt verschiedene Qualitätsklasse, die Optik der Laminatbodenpaneele ist unterschiedlich und auch das Thema Schallschutz spielt eine wichtige Rolle. Laute Geräusche beim Umherlaufen sind weder für einen selbst noch für die Nachbarn darunter wirklich wünschenswert. Laminat verlegen ist eine Tätigkeit, die nicht unbedingt von Profis erledigt werden muss; viele Heimwerker übernehmen diese Arbeit selbst. Unsicherheiten bestehen mitunter bei der Frage, wie sich der Laminat-Untergrund mit einer Fußbodenheizung kombinieren lässt. 
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Laminatfußböden: Weit verbreitet und doch relativ unbekannt . Foto: pixabay.com
Laminatfußböden: Weit verbreitet und doch relativ unbekannt . Foto: pixabay.com
Laute Geräusche beim Umherlaufen sind weder für einen selbst noch für die Nachbarn darunter wirklich wünschenswert. Laminat verlegen ist eine Tätigkeit, die nicht unbedingt von Profis erledigt werden muss; viele Heimwerker übernehmen diese Arbeit selbst. Unsicherheiten bestehen mitunter bei der Frage, wie sich der Laminat-Untergrund mit einer Fußbodenheizung kombinieren lässt. 

Was ist Laminat?

Eine beliebte, häufig hölzerne Art Fußboden. Aber wie ist er eigentlich genau aufgebaut? Hier herrscht viel Unwissen, obwohl gleichzeitig viele Menschen ihren Laminatfußboden selbstständig verlegen. Die oberste Schicht dient dem Schutz der Laminatpaneele, schließlich wirkt hier die ganze Last der Nutzung. Man geht darüber, es fallen Scherben, glühende Zigarettenasche und mitunter heiße Lebensmittel auf den Boden, spitze Absätze muss diese Schicht ebenfalls abkönnen. Meistens wird für diese Schutzschicht Kunstharz verwendet. Die Ebene darunter bestimmt die Optik des Laminats. Genauer gesagt handelt es sich um ein bedrucktes Dekorpapier. Was als Laminatboden praktisch zu sehen ist, ist also das Design der zweiten Schicht. Die darunterliegende Trägerschicht hält das Gesamtkonstrukt zusammen und besteht häufig aus Sperrholz oder HDF-Platten. Letztere bestehen aus gepressten Holzfasern, die zuerst getrocknet und dann mit Klebstoffen zusammengepresst werden. 

Fußbodenheizung und Laminat: Eine verträgliche Mischung?

Harze, Papier und Holz. Das sind vereinfacht gesagt die Stoffe, aus denen Laminat hergestellt wird. Diese Materialmischung in Kombination mit einer Fußbodenheizung? Keine gute Idee, sollte man meinen. Weit gefehlt: Eine Fußbodenheizung ist kein KO-Kriterium für Laminat. Zwar leitet Laminat die Wärme weniger gut als Parkett oder die meisten Bodenfliesen. Mit der richtigen Feinauswahl an Material findet man aber die optimale Lösung. Trotzdem muss bei der Kombination aus Laminat und Fußbodenheizung einiges beachtet werden:
  • Das Laminat sollte vom Hersteller für Fußbodenheizungen freigegeben sein
  • Bei verschiedenen Heizkreisen der Fußbodenheizung sollten alle mit derselben Temperatur betrieben werden
  • Das Laminat selbst darf eine Oberflächentemperatur von 26° C nicht überschreiten, andernfalls bilden sich Wölbungen 
  • Der zwischen Heizspiralen und Laminat liegende Estrich muss vollständig durchgetrocknet sein, bevor die Laminatpaneelen aufgebracht werden
Eben weil Laminat die Wärme nicht ganz so schnell leitet, dauert es etwas länger als bei Parkett oder Steinfliesen, bis man die Wärme spürt. Das wirkt sich geringfügig auf die Heizkosten auf, sollte aber niemanden abschrecken. Dafür bleibt die Wärme länger erhalten, wenn die Fußbodenheizung herunterreguliert wurde. 
 
Laminatfußböden: Weit verbreitet und doch relativ unbekannt . Foto: pixabay.com
Laminatfußböden: Weit verbreitet und doch relativ unbekannt . Foto: pixabay.com

Laminat & Lärmschutz: Laute Schritte müssen nicht sein 

Gerade Frauen kennen es: Sobald sie hochhackige Schuhe tragen, entsteht bei manchen Böden ein unüberhörbarer Lärm. Manchmal reichen sogar normale Turn- oder Hausschuhe, um ordentlich Schall zu produzieren. Grundsätzlich kann dies auch auf Laminat passieren. Achten man auf den richtigen Lärmschutz, haben weder Besitzer noch Nachbarn etwas zu befürchten. Hierzu existiert im Fachhandel eine spezielle Trittschalldämmung. Unter dem Laminatboden wird hierzu ein Dämmkork oder ein Schaumvlies verlegt, der die starken Schwingungen abfedert. Damit wird die Wohnung nicht nur gemütlich, sondern auch ruhig. 

Quelle
s.o.


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