29.04.2020

Der 3D-Druck in der Baubranche

Der 3D-Druck ist eine relativ junge Fertigungsmethode, die die Herzen von Tech-Fans im Sturm erobert hat. Auch in der Wirtschaft kommt das dreidimensionale Drucken in vielen Bereichen sinnvoll zur Anwendung. Beispielsweise entstehen immer mehr künstliche Kniegelenke im 3D-Drucker. Und auch in der Baubranche hat die Technologie schon Spuren hinterlassen.
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Von Steckdosen bis zum ganzen Haus: 3D-Druck auf dem Bau. Foto: pixabay.com
Von Steckdosen bis zum ganzen Haus: 3D-Druck auf dem Bau. Foto: pixabay.com

Ein Haus aus dem Drucker

Verschiedene Unternehmen sind bereits in der Lage, Häuser per 3D-Druck zu „bauen“. Viele von ihnen haben Roboter entwickelt, die die Technologie des dreidimensionalen Druckens in eine größere Dimension bringen. So entstehen ganze Häuserwände. Im Jahr 2018 sorgte etwa das Projekt Yhnova für weltweites Aufsehen. Es handelte sich dabei um eine Kollaboration der Universität von Nantes mit dem Stadtrat und verschiedenen Unternehmen. Innerhalb von 54 Stunden druckte ein Roboterarm die Wände eines Hauses mit 95 Quadratmetern Wohnfläche. Anschließend mussten noch die Fenster, Türen und das Dach installiert werden, bevor eine fünfköpfige Familie in das Gebäude einzog. Damit handelte es sich um das weltweit erste ausgedruckte Haus, in dem Menschen wohnen.

Spritzguss für die Lichtschalter

Wenn es um die Herstellung von alltäglichen Gegenständen geht, ist der 3D-Druck längst nicht immer die beste Wahl. Für die Massenproduktion ist das Verfahren beispielsweise kaum geeignet, da es ab einer bestimmten Stückzahl ineffizient ist. Bei der Produktion von Lichtschaltern, Steckdosen und anderen Objekten aus Kunststoff setzen die Hersteller daher bevorzugt auf eine andere Methode: den Spritzguss. Die Vorgehensweise bei dieser Fertigungsart ist recht simpel: Es existiert eine Form, in die eine Maschine flüssigen Kunststoff spritzt. Wird das Material hart, dann ist auch das Produkt fertig, was lediglich ein paar Sekunden dauert. Finanziell lohnt sich das Spritzgießen jedoch erst dann, wenn mindestens 500 Produkte gefertigt werden. Der Grund dafür sind die relativ hohen Kosten für die Herstellung der Form. Sie besteht aus Aluminium oder Stahl und muss gefräst werden, was recht teuer ist. Ist die Form aber erst einmal produziert, verursachen lediglich die verwendeten Materialien und der Betrieb der Spritzgussmaschine Kosten – allerdings weitaus geringere als beim 3D-Druck. 

CNC-Drehen für einfache Zylinderformen

Hat das gewünschte Produkt eine einfache Zylinderform, dann kann sich auch das CNC-Drehen als Fertigungsmethode lohnen. Die verwendete Drehmaschine verfügt über verschiedene Bohrer und Schneidewerkzeuge, die einen Block in die geplante Form bringen. Als Materialien können unterschiedliche Arten von Kunststoff und Metall gewählt werden. Bei Unternehmen wie 3D Hubs ist es beispielsweise möglich, die Drehteile online einfach und schnell zu bestellen, ohne dabei wochenlang auf Angebote warten zu müssen.

Quelle
t.m.


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