24.01.2020

Duschen im Badezimmer

Platzmangel ist häufig der Grund, warum es in einem Badezimmer entweder Badewanne oder Dusche gibt und nicht beides. Wenn das Bad nicht zu klein ist, ist die Badewanne die bessere Option. Damit lassen sich zwei Fliegen auf einmal schlagen. Wer sich den Luxus leisten kann, baut in seinem Bad beides ein, sowohl Badewanne wie auch Dusche. 
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Bei einer Badewanne, die mitten im Raum steht, ist die Installation eines Spritzschutzes zum Duschen eine Herausforderung. Foto: pixabay.com
Bei einer Badewanne, die mitten im Raum steht, ist die Installation eines Spritzschutzes zum Duschen eine Herausforderung. Foto: pixabay.com
Für alle anderen gibt es heute gute Kompromisse, mit denen das Baden in der Badewanne ebenfalls gut funktioniert, ohne gleich das gesamte Badezimmer zu fluten. Allerdings eignet sich nicht jede Badewanne zum darin Duschen. Wenn die Wanne bereits installiert ist, beispielsweise in einer Mietwohnung, gilt es, sich damit zu arrangieren. Wer jedoch noch in der Planungsphase ist, kann sich genau überlegen, welche Variante am komfortabelsten und dabei auch bezahlbar ist.

Das größte Problem – der Spritzschutz

Der Spritzschutz für eine Dusche stellt keine größere Herausforderung dar. Hier gibt es neben Duschvorhängen, die an fest installierten oder variablen Stangen befestigt sind, noch Duschkabinen oder besonders geformte Duschen, die keinen Spritzschutz benötigen. Ein Duschvorhang hat offensichtliche Vorteile: Er ist schnell montiert, schnell ausgetauscht und auch wieder entfernt. Dabei ist er günstig. Die Nachteile sind nicht außer Acht zu lassen: Beim Duschen wölbt er sich immer nach innen, verkleinert den Duschraum und klebt unangenehm am Körper. Er ist darüber hinaus sehr schimmelanfällig. Regelmäßiges Waschen, am besten mit einem speziellen Waschmittel, das auch imprägniert, hilft den Schimmel zu verhindern.
 
Bei der Badewanne ist der Spritzschutz nicht so einfach. Selbst wer sich in einer schmalen Badewanne ganz nah an die Wand drückt, kann nicht verhindern, dass das Bad anschließend unter Wasser steht. Für Badewannen gibt es feste Duschkabinen oder Badewannenfaltwände aus Glas oder Kunststoff und flexible Duschvorhänge. 

Als Alternative bieten sich Badewannenaufsätze an, die es als Badewannenfaltwand oder starren Aufsatz gibt. Die Aufsätze sind aus Glas oder Kunststoff erhältlich. Die Glasaufsätze punkten mit ihrem eleganten Design, während die Aufsätze aus Kunststoff den günstigeren Preis haben.

Mehrere Wannenvarianten stehen zur Auswahl

Grundsätzlich lassen sich drei Varianten unterscheiden, um bequem in der Badewanne zu duschen: 
  • die normale Badewanne, 
  • die Badewanne mit Tür und
  • die Badewanne mit spezieller Duschzone. 
Bei der Entscheidung für das passende Modell spielt neben dem Komfort natürlich der Preis eine wichtige Rolle. Eine begehbare Wanne, die eine Tür hat, ist zweifellos die komfortabelste, aber gleichzeitig auch die teuerste Variante.
 
Normale Badewannen sind zum Sitzen gemacht. Es gibt sie mit einer oder zwei Rückenschrägen, für ein oder zwei Personen. Kleinere Badewannen sind in der Regel auch recht schmal, insbesondere im Vergleich zur Dusche. Darin kann es schwierig werden, sich zu drehen und zu wenden. Das gilt besonders für größere Menschen. In normalen Badewannen besteht zudem erhöhte Rutschgefahr. Im Gegensatz zu Duschwannen sind Badewannen nicht mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung ausgestattet. Diese lässt sich allerdings nachrüsten, beispielsweise mithilfe einer einfachen Duschmatte, die sich je nach Bedarf austauschen oder entfernen lässt. Badewannen, die eine Duschzone haben, sind komfortabler als die herkömmlichen Badewannen. Sie haben die Duschtasse in die Wanne integriert und sind meist auf einer Seite etwas breiter. Um diese Wanne zu installieren, muss allerdings ausreichend Platz im Badezimmer sein. Es gibt die Duschbadewannen mit der Duschzone rechts oder links, darauf ist beim Kauf besonders zu achten. Durch die spezielle Form passen die normalen Duschabtrennungen nicht mehr. Hier sind teure Spezialanfertigungen notwendig. Das Ergebnis ist dann aber auch eine vollwertige Duschkabine.
 
Wird die Wanne zum Duschen genutzt, ist eine Wannenfüll- und Brausearmatur sehr praktisch. Foto: pixabay.com
Wird die Wanne zum Duschen genutzt, ist eine Wannenfüll- und Brausearmatur sehr praktisch. Foto: pixabay.com

Passendes Zubehör – Brausen

Am einfachsten ist eine Brausestange mit Handbrause zu handhaben. Ohne Brausestange wird das Duschen etwas unkomfortabel, dann ist die Brause während des Duschens immer in einer Hand. Duschsysteme bieten etwas mehr Komfort. Es gibt sie speziell für Badewannen. Sie haben Kopf- und Handbrause und außerdem einen Auslauf, um die Badewanne zu füllen. Diese Systeme gibt es mit gewöhnlichen Mischbatterien, Thermostat und als Einhebelmischer.
 
Wenn die Badewanne, wie in den meisten Fällen, an der Wand steht, lassen sich Brausestange und Duschsysteme einfach installieren. Steht die Wanne allerdings mitten im Raum, kann das eine Herausforderung sein. Hier bieten sich reine Handbrausen an, die während des Duschens immer in der Hand gehalten werden. Eine andere Variante sind bodenstehende Duschbrausen.

Sitzend duschen

Manchmal sind körperliche Gründe verantwortlich, wenn jemand nicht im Stehen duschen kann. Dafür gibt es spezielle Hocker für die Badewannen. Für körperlich stark beeinträchtigte Menschen gibt es spezielle schwenkbare Badewannenhilfen, die die Personen über den Wannenrand heben, weil sie selbst nicht darüber klettern können.
 
Wenn Badewanne oder Dusche sich in einer Dachschräge befinden, kann es ebenfalls notwendig sein, im Sitzen zu duschen, weil der Platz sonst nicht ausreicht. Wenn das Bad noch nicht fertig geplant ist, sollte die Wanne am Ende unbedingt so stehen, dass das Duschen im Stehen möglich ist. Wer eine separate Dusche im Bad hat, muss sich darum keine Gedanken machen.
In manchen Mietwohnungen ist das Bad nicht bis ganz nach oben gefliest. Damit kein Duschwasser an die ungeflieste Wand gelangt, ist es hier ebenfalls empfehlenswert, sitzend oder in der Hocke zu duschen. Die ungeflieste Wand könnte sonst leicht zu schimmeln anfangen. Schäden, die dabei entstehen, muss der Mieter auf eigene Kosten beseitigen.
 
Hier ist es einfach einen Duschvorhang anzubringen, da nur eine Seite der Badewanne offen ist. Foto: pixabay.com
Hier ist es einfach einen Duschvorhang anzubringen, da nur eine Seite der Badewanne offen ist. Foto: pixabay.com

Montagemöglichkeiten für einen Duschvorhang

Die einfachste Variante, einen Duschvorhang anzubringen, ist die Wandmontage, wenn die Badewanne an drei Wänden anschließt. Hier lässt sich schnell und ohne zu bohren eine Teleskopstange einspannen. Sie hat den Vorteil, dass sie sich spurlos entfernen lässt.
 
Wenn die Wanne nur an einer Wand steht, ist die Wand- und Deckenmontage die Befestigung der Wahl. Dazu sind Löcher in der Decke und den Wänden notwendig. An der Decke wird eine Verstrebung befestigt, die der Duschvorhangstange zusätzlichen Halt gibt. Bei der reinen Deckenmontage sind keine Löcher in den Wänden notwendig. Das ist ein Vorteil, wenn das Bad bis unter die Decke gefliest ist. Hierbei bekommt die Vorhangstange durch mehrere Verstrebungen Halt.

Quelle
n.s.


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