Steckdosenbedarf im Wandel

Steckdosen gehören längst zu den meistgenutzten Elementen der Elektroinstallation und ihr Bedarf wächst stetig. Nachrüstbare Lösungen bieten im Bestand neue Möglichkeiten, bestehende Räume flexibel an heutige Anforderungen anzupassen.
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  • Mehr Geräte erhöhen den Steckdosenbedarf; in Altbauten oft nur 1–2 Schuko-Dosen pro Raum.
  • Empfehlungen: Küche 8–12, Wohnraum 10–15, Schlafzimmer 6–8 Anschlüsse; Realität oft darunter.
  • Busch-balance-SI Aufputzgehäuse erweitern eine Dose auf 2–3, optional mit USB‑A/USB‑C.
  • Nachrüstung ohne Wände aufstemmen: mehr Komfort in Küche, Wohnen und Homeoffice; Steckdosen schaltbar.
  • Montagefreundlich (43/53 mm), Eckgehäuse sowie Netzwerk/Antennen möglich; Farben Alpinweiß/Schwarz matt.
Zwei Aufputz-Schuko-Steckdosen in Weiß und Schwarz mit integrierten USB-C-Anschlüssen vor hellem Hintergrund.
Durch die Montage auf einer ISO-Schalterdose kann eine vorhandene Schuko®-Steckdose ohne großen Aufwand zu einer zwei- oder dreifachen Steckdosenkombination erweitert werden. Foto: ABB AG / Busch-Jaeger

Mehr Geräte verändern den Alltag

Die Anforderungen an die Elektroinstallation haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Während in den siebziger Jahren oft wenige Elektrogeräte pro Haushalt ausreichten, bestimmen heute Fernseher, Streaming Geräte, Router, Ladegeräte und smarte Technik den Alltag. Hinzu kommen Küchengeräte, mobile Endgeräte und zunehmend auch Arbeitsplätze im eigenen Zuhause. Dadurch wächst der Bedarf an Stromanschlüssen kontinuierlich. In vielen Bestandsgebäuden spiegelt die vorhandene Installation diese Entwicklung jedoch kaum wider. Häufig stehen noch immer nur ein oder zwei Schuko Steckdosen pro Raum zur Verfügung. Moderne Wohngewohnheiten treffen damit auf eine Ausstattung, die längst nicht mehr zu den tatsächlichen Anforderungen passt.

Normen und Realität liegen oft weit auseinander

Auch aktuelle Empfehlungen zeigen, wie stark sich der Bedarf verändert hat. Nach heutigen Standards werden in Küchen meist acht bis zwölf Steckdosen empfohlen. Wohnräume benötigen oft zehn bis fünfzehn Anschlüsse und Schlafzimmer sechs bis acht. Gerade in älteren Gebäuden bleibt die Realität jedoch deutlich hinter diesen Richtwerten zurück. Verlängerungskabel und Mehrfachstecker gehören deshalb vielerorts zum Alltag. Das wirkt nicht nur unübersichtlich, sondern schränkt auch die Nutzung von Räumen ein. Wer mehrere Geräte gleichzeitig betreiben möchte, stößt schnell an Grenzen. Der Wunsch nach mehr Funktionalität und einer sauberen Installation wächst deshalb sowohl bei Eigentümern als auch bei Mietern.
Moderne Küche in Beige mit Arbeitsplatte, Kochfeld, Spüle und schwarzer Steckdose an der Wand.
Mit den Aufputz-Gehäusen für Eckmontage lassen sich Steckdosen in Nischen oder unter Hängeschränken wahlweise vertikal oder horizontal nachrüsten. Foto: ABB AG / Busch-Jaeger

Nachrüsten ohne große Baustelle

Für viele Menschen stellt sich die Frage, wie zusätzliche Steckdosen geschaffen werden können, ohne Wände aufzubrechen oder umfangreiche Umbauten auszulösen. Genau hier setzt das Nachrüstkonzept von Busch Jaeger an. Die Aufputz Gehäuse der Serie Busch balance SI wurden speziell dafür entwickelt, bestehende Installationen funktional zu erweitern. Aus einer einzelnen Schuko Steckdose lässt sich so eine zwei oder dreifache Lösung schaffen. Ergänzend können integrierte USB A oder USB C Ladeanschlüsse eingebunden werden. Der Vorteil liegt in der unkomplizierten Umsetzung. Zusätzliche Anschlüsse entstehen dort, wo sie tatsächlich benötigt werden und das ohne großen baulichen Aufwand.

Mehr Komfort in Küche und Wohnbereich

Besonders deutlich zeigt sich der Nutzen solcher Lösungen in der Küche. Wasserkocher, Kaffeemaschine, Toaster und weitere Geräte werden häufig parallel verwendet und benötigen verlässliche Stromanschlüsse. Zusätzliche Aufputz Steckdosen schaffen genau an diesen Stellen mehr Flexibilität. Auch im Wohn- und Arbeitsbereich wächst der Bedarf stetig. Fernseher, Spielekonsolen und Router treffen im Homeoffice auf Laptop und Monitor. Mit flachen oder normal ausgeführten Aufputz Gehäusen lassen sich zusätzliche Steckdosen sauber nachrüsten, ohne Leitungen neu verlegen zu müssen. In Verbindung mit einem Schalter können Steckdosen zudem schaltbar gestaltet werden und helfen dabei, Standby Verbräuche gezielt zu reduzieren.
Detailaufnahme einer weißen Doppelsteckdose mit zwei USB-C-Anschlüssen in der oberen Ecke.
Die neuen Aufputz-Schuko®-Steckdosen sind für Busch-Balance® SI in Alpinweiß sowie im Schalterprogramm future® linear erhältlich. Foto: ABB AG / Busch-Jaeger

Montagefreundlich und flexibel geplant

Auch für das Elektrohandwerk bieten die Systeme praktische Vorteile. Die Aufputz Gehäuse sind montagefreundlich aufgebaut und verfügen über mehrere Befestigungspunkte sowie großzügige Öffnungen für die Kabeleinführung. Gleichzeitig bleibt ausreichend Platz für Verdrahtung oder den Einbau von Unterputz Aktoren erhalten. Unterschiedliche Aufbauhöhen von 43 und 53 Millimetern erleichtern die Anpassung an verschiedene Einbausituationen. Ebenso unterstützt die direkte Befestigung auf ISO Schalterdosen eine flexible Planung. Dadurch eignen sich die Lösungen sowohl für klassische Renovierungen als auch für die Nachrüstung smarter Funktionen im Bestand. Planung und Umsetzung lassen sich damit effizient und sauber verbinden.

Technik und Gestaltung greifen ineinander

Zusätzliche Möglichkeiten eröffnen spezielle Eckgehäuse, die sich unter Hängeschränken, auf Arbeitsplatten oder in Möbelecken montieren lassen. Dort schaffen sie neue Anschlüsse, ohne wertvolle Flächen zu blockieren. Neben USB Ladefunktionen finden auch Netzwerk oder Antennenanschlüsse Platz im System und unterstützen Anwendungen rund um Smart TV und digitale Medien. Busch Jaeger verbindet die technische Funktionalität zudem mit einem hochwertigen Erscheinungsbild. Die Aufputz Steckdosen der Serie Busch balance SI stehen in Alpinweiß oder Schwarz matt zur Verfügung und sind ebenso im Schalterprogramm future linear erhältlich. Die zweiteilige Konstruktion mit Bodenplatte und durchgängiger Abdeckung unterstützt eine spaltarme Montage und sorgt auch auf unebenen Wandflächen für ein sauberes Gesamtbild.
Resümee von Marinus Falkner (Redaktion “bauen.com“)
Die Ansprüche an Wohn und Arbeitsräume verändern sich ständig und mit ihnen die Anforderungen an die Elektroinstallation. Praktische Nachrüstlösungen zeigen, wie sich bestehende Gebäude ohne große Eingriffe an moderne Nutzungsgewohnheiten anpassen lassen. Gerade im Bestand entstehen dadurch neue Möglichkeiten für mehr Komfort, Flexibilität und eine zeitgemäße technische Ausstattung im Alltag.

Quelle19.06.2026
ABB AG – BUSCH-JAEGER

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