Flexibilität beim Stromverbrauch

Ein flexibles Energiesystem ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Stromversorgung. Wer seinen Verbrauch an das Angebot erneuerbarer Energien anpasst, schont Umwelt und Geldbeutel.
get social
Haus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach und Wärmepumpe an der Fassade.
Flexibilität bedeutet, Strom beispielsweise dann zu verbrauchen, wenn das Angebot erneuerbarer Energien besonders hoch ist. Foto: djd / E.ON / Max Kruse
Flexibilität lautet der zentrale Begriff für ein nachhaltiges Energiesystem der Zukunft. Denn je besser es gelingt, den eigenen Stromverbrauch an das wechselnde Angebot erneuerbarer Energien anzupassen, desto nachhaltiger, effizienter und unabhängiger wird die Versorgung. Konkret bedeutet das: Strom nach Möglichkeit vor allem dann verbrauchen, wenn das Angebot erneuerbarer Energien hoch oder die Nachfrage gering ist – beispielsweise mittags, wenn die Erzeugung und Einspeisung von Solarstrom ihren Höhepunkt erreicht, oder in Zeiten, wenn insgesamt weniger benötigt wird.
Elektroauto wird an einer Wallbox an der Hauswand geladen.
Strom flexibel nutzen: Wer beispielsweise die Ladezeiten des E-Autos ans Angebot anpasst, kann finanziell profitieren. Foto: djd / E.ON / Max Kruse

So groß sind die noch nicht genutzten Potenziale

Moderne Technologien wie Wallboxen, Wärmepumpen oder Heimspeicher ermöglichen es, den Stromverbrauch flexibel zu gestalten. Aber auch bereits vorhandene Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Trockner oder Geschirrspüler können dazu beitragen. Wie groß das damit verbundene Potenzial ist, zeigt eine Studie von E.ON und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE). Demnach ließen sich allein in deutschen Haushalten im Jahr 2025 durch Wärmepumpen, E-Autos, Heimspeicher und Haushaltsgeräte potenziell bis zu 15,6 Terawattstunden Stromverbrauch verschieben – das entspricht rund einem Drittel der öffentlichen Stromerzeugung aus Gaskraftwerken im Jahr 2024.

„Bis 2030 wächst dieses jährliche Flexibilitätspotenzial sogar auf bis zu 30,9 Terawattstunden an“, erklärt Filip Thon, CEO von E.ON Energie Deutschland. „Das ist nicht nur eine riesige Chance für unser Energiesystem, sondern auch für alle Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir beobachten schon heute, dass viele Menschen bereit sind, ihre vorhandenen Flexibilitäten klug zu nutzen.“
Außeneinheit an einer Hauswand, mittig ein schwarzes Paneel mit rundem Lufteinlass.
Außeneinheit der Haustechnik im Garten: So lässt sich Energie smart bereitstellen und bei hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Quellen besonders effizient nutzen. Foto: djd / E.ON / Max Kruse

Mit flexiblen Stromtarifen risikofrei profitieren

Wichtige Grundlage für ein flexibles Energiesystem sind sogenannte Smart Meter – digitale Stromzähler, die Verbrauch und Einspeisung in Echtzeit erfassen können. Hinzu kommen innovative Tarife, die den bewussten Umgang mit Strom finanziell belohnen. Für alle, die nicht ständig den Börsenstrompreis beobachten möchten (Stichwort „dynamischer Stromtarif“), gibt es auch flexible Tarife wie zum Beispiel „E.ON Home & Drive“. Dabei managt der Energieversorger den nächtlichen Ladevorgang des Elektroautos. Das Fahrzeug wird automatisch zu den optimalen Zeiten in der Nacht geladen – und zur Wunschuhrzeit steht das geladene Fahrzeug bereit. Die Haushalte zahlen dabei einen festen Preis pro Kilowattstunde und können zusätzlich von einem Ladebonus von bis zu 240 Euro pro Jahr profitieren. Auf diese Weise können Verbraucher risikofrei und komfortabel ihre vorhandenen Flexibilitäten nutzen – zum Vorteil für das eigene Portemonnaie und für das Energiesystem der Zukunft.
Resümee von Karsten Mueller (Redaktion “bauen.com“)
Die Idee, Strom dann zu nutzen, wenn er im Überfluss vorhanden ist, hat sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich enormes Potenzial. Die Möglichkeit bestehende Geräte im Haushalt clever einzubinden, um die Energieflüsse zu optimieren, überzeugt. Durch smarte Messtechnik und innovative Tarife wird diese Flexibilität für immer mehr Menschen einfach nutzbar. Das fördert nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energien, sondern stärkt auch die Unabhängigkeit von fossilen Kraftwerken. Wer sich früh mit solchen Möglichkeiten beschäftigt, kann langfristig doppelt profitieren.

Quelle26.08.2025
E.ON Energie Deutschland GmbH / djd

get social
Mehr zum Thema Elektro



Impressum - Datenschutz - AGB
MedienTeam Verlag GmbH & Co. KG - Verbindungsstraße 19 - D-40723 Hilden
Häuser - Hausbau - Ausbau - Technik - Draußen - Wohnen - News - Spezial - Gewinnspiel