Bolzenschweißen - das gilt es zu beachten!

Heimwerken ist für viele Menschen nicht nur ein Mittel zum Geldsparen, sondern auch zur Selbstverwirklichung. Je mehr Techniken sie beherrschen, desto größer ist die Zufriedenheit.
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Bolzenschweißen - das sollten Heimwerker beachten. Foto: ads861 #381524387 - Adobe Stock
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Beim Schweißen scheiden sich jedoch die Geister. Zum Teil ist die entsprechende Ausrüstung teuer, zum Teil gibt es dabei Arbeiten, die wirklich nur von einem erfahrenen Fachmann durchgeführt werden sollten. Bolzenschweißen ist eine Variante, mit denen auch Heimwerker sehr gute Ergebnisse erzielen können, wenn sie einige grundsätzliche Voraussetzungen beachten.

Wie funktioniert Bolzenschweißen?

Unter Bolzenschweißen versteht man ein Lichtbogenschweißverfahren, das mit elektrischer Energie durchgeführt wird. Es dient dazu, dauerhafte Verbindungen zwischen metallischen Bauteilen herzustellen - auf der einen Seite Gewindebolzen, Stifte, Buchsen, Ösen oder Haken, auf der anderen Seite Bleche, Profile oder Rohre. Gegenüber anderen Schweißverfahren und Verbindungsmethoden wie Kleben, Nieten oder Clinchen überzeugt Bolzenschweißen zum einen durch die relativ einfache Handhabung, zum anderen durch ökonomische und konstruktive Vorteile.

Es gibt zwei unterschiedliche Methoden beim Bolzenschweißen, eines mit Hubzündung, das andere mit Spitzenzündung. Der Unterschied liegt darin, wie der benötigte Lichtbogen gezündet wird. Bei der Hubzündung ist ein vollflächiger Kontakt von Werkstück und Bolzen erforderlich. Schaltet man nun den Strom ein, wird der Bolzen durch einen Hubmagneten etwas angehoben. Der Lichtbogen schmilzt dann beide Komponenten an und der Bolzen taucht in das Schweißbad ein. Nach dem Erkalten ist eine feste Verbindung beider Teile hergestellt.

Für die Spitzenzündung benötigt man Bolzen mit einer kleinen Spitze. Das Element wird in den Bolzenhalter eingeführt und auf das Werkstück aufgesetzt. An der Spitze zündet nun der Lichtbogen und bringt Werkstück und Bolzenunterseite zum Schmelzen. Berührt der Bolzen das Werkstück und taucht in das Schweißbad ein, erlischt der Lichtbogen. Auch hier sind beide Teile nach dem Erkalten fest verbunden.

Leitfähige Oberflächen erforderlich

Eine Grundvoraussetzung für das richtige Funktionieren des Bolzenschweißens ist, dass die Oberflächen der zu verbindenden Teile elektrisch leitfähig sind. Eventuelle Lackreste, Rost oder Zunder müssen deshalb vor der Bearbeitung sorgfältig entfernt werden. Bei verzinkten Werkstücken sollte zunächst eine Probeschweißung erfolgen, denn in manchen Fällen entsteht am Ende keine feste und sichere Verbindung.

An Metallen eignen sich für das Bolzenschweißen unter anderem Bleche, Baustähle, nichtrostende Stähle, Kupfer, Aluminium und Messing. Die besten Ergebnisse erzielt man unter Verwendung artgleicher Materialien.

Vorteile des Bolzenschweißverfahrens

Die Schweißgeräte und Schweißpistolen für das Bolzenschweißen sind kompakt und deshalb leicht zu transportieren. Durch ihre Mobilität können sie von Heimwerkern überall dort genutzt werden, wo ein entsprechender Stromanschluss vorhanden ist. Die schnelle und unkomplizierte Handhabung ohne zeitintensive Vor- und Nachbearbeitungen machen das Bolzenschweißen zu einer kostengünstigen Alternative zu anderen Verfahren.

Weitere Vorteile sind die Vielzahl an unterschiedlichen Bolzen Durchmessern, die hohe Festigkeit der Verbindungen, die Einsatzmöglichkeiten auch auf sehr dünnen Blechen sowie stark minimierte Probleme mit Korrosion.

Empfehlungen für Heimwerker

Wer sich als Heimwerker zum Kauf eines Bolzenschweißgerätes entschließt, sollte am besten auf eine Systemlösung von nur einem Hersteller zurückgreifen. Das gewährleistet eine optimale Abstimmung der Komponenten untereinander. Gibt es mal Probleme, muss man sich auch nur an einen Ansprechpartner wenden.

Und noch ein Sicherheitshinweis zum Schluss: Schweißen ist unabhängig vom Verfahren keine ungefährliche Arbeit. Jeder Heimwerker sollte deshalb auch beim Bolzenschweißen eine geeignete Schutzkleidung, darunter Schutzbrille und -handschuhe, tragen, um Verletzungen und womöglich dauerhafte Schäden für die eigene Gesundheit zu vermeiden.

Quelle13.11.2020
t.h.

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