TL;DR - Das Wichtigste in Kürze
- Undichte Fenster/Türen verlieren in der Heizperiode viel Energie; Dichtheit und Mechanik prüfen.
- Undichtigkeiten oft per Hand oder Kerzenflamme erkennbar; Rahmen und Dichtungen kontrollieren.
- Kleinere Lecks mit Schaumstoff- oder Dämmstreifen mindern; Dichtungen bei Bedarf erneuern.
- Dichtungen jährlich mit Vaseline/Spezialfett pflegen, Holzrahmen prüfen, Lack ggf. anschleifen/streichen.
- Mechanik und Beschläge jährlich warten, mit säure-/harzfreiem Öl schmieren; Experten klären Austauschbedarf.

Für Hausbesitzer gilt: In der warmen Jahreszeit bietet es sich an, Vorsorge zu treffen. „Wo nötig, sollte man die Dichtungen an allen Fenstern sowie Außentüren erneuern, auch um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern“, sagt Garscha. „Werden Dichtungen einmal jährlich mit Vaseline oder einem Spezialfett aus dem Fachhandel eingefettet, bleiben sie länger geschmeidig und flexibel.“ Sind im Haus Holzrahmen verbaut, sollte man diese auf Beschädigungen überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten. Fängt der Lack bereits an zu blättern, muss er zunächst leicht angeschliffen werden, bevor man den Rahmen neu streicht. „Es empfiehlt sich zudem, einmal im Jahr die Mechanik der Fenster zu warten“, so Garscha. „Fenster und Beschläge sind durch das Öffnen und Schließen täglichen Belastungen ausgesetzt. Die Fensterbeschläge mit säure- und harzfreiem Öl zu schmieren, trägt zur Haltbarkeit bei.“
Wann ist es mit Schaumstoff- oder Dämmstreifen, mit etwas neuer Farbe und Öl getan? Wann braucht es einen Fachbetrieb, um defekte Teile zu reparieren oder zu ersetzen? Und wann sind neue Fenster erforderlich? Diese Fragen können unabhängige Bausachverständige vom VPB beantworten. Insbesondere der Einbau neuer Fenster erfordert die exakte Einschätzung von Experten, die das Haus als Ganzes im Blick haben, von der Dämmung bis zur Heizung. Und auch der Einsatz von Förderprogrammen sollte gut bedacht werden – welcher Aufwand steht welchem Gewinn gegenüber? Wegen der Komplexität des Themas berät hierzu im VPB-Netzwerk sogar eigens ein zertifizierter Fördermittelberater.
„Die Bestandsaufnahme im Eigenheim ist ein kontinuierlicher Prozess“, weiß Garscha. „Kosten für regelmäßige Wartungen und kleinere Reparaturen sind gering im Vergleich zu den hohen Ausgaben, die durch vernachlässigte Schäden entstehen können.“
Resümee von Andrea Schaffeld (Redaktion “bauen.com“)
Fenster und Türen gehören zu den wichtigsten Prüfbereichen eines Hauses. Undichte Dichtungen, beschädigte Rahmen oder schwergängige Beschläge verursachen Energieverluste und können Feuchtigkeitsschäden begünstigen. Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer. Größere Reparaturen oder ein Fenstertausch sollten jedoch immer auf Grundlage einer unabhängigen fachlichen Begutachtung erfolgen.
