
Viele Eigenheimbesitzer möchten mit dem Austausch ihres Heizsystems nicht bis dahin warten. Martin Bentele vom Deutschen Pelletinstitut: „Über 80 % der Fernwärme wird nach wie vor in fossil betriebenen Heizkraftwerken erzeugt. Der Um- und Ausbau ist eine Mammut-Aufgabe und wird enorm teuer.“ Mit Kosten von 1,2 Billionen Euro rechnet der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) bis zum Jahr 2035. Diese Kosten werden am Ende wahrscheinlich auf die angeschlossenen Verbraucher umgelegt werden. Experten sehen die Wärmepläne lediglich als erste Orientierung. „Eine Ausbaugarantie für angedachte Wärmenetze gibt es nicht“, ist sich Bentele sicher. „Was aber sich ist: Wo ein Wärmenetz im Wärmeplan nicht vorgesehen ist, wird in den nächsten Jahrzehnten auch keins kommen.“
Aktuell haben Eigenheimbesitzer eine Förderkulisse, die top ist. Und die finanziellen Mittel dafür sind vorhanden. Wer jetzt seine Wärmeversorgung modernisiert und auf erneuerbare Energieträger wie Holzpellets umstellt, profitiert von Höchstfördersätzen. Für den Einbau einer besonders emissionsarmen Pelletheizung im Eigenheim sind das bis zu 23.500 Euro aus verschiedenen Fördermodulen.
Und was gilt, falls ein kommunales Wärmenetz irgendwann in Betrieb genommen wird? Experten gehen fest davon aus, dass klimaschonende Heizsysteme, die entsprechend des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) eingebaut wurden, Bestandsschutz genießen und weiter betrieben werden können.
