03.04.2026

Schutz vor Schadgasen

Zu den Kernaufgaben der modernen Lüftungstechnik zählt neben der kontinuierlichen Zufuhr von Frischluft auch der zuverlässige Abtransport von Schadstoffen aus der Raumluft. Dabei rückt zunehmend auch das radioaktive Edelgas Radon in den Fokus, das als krebserregend gilt und aus dem Erdreich in Gebäude eindringen kann. Die Komfortlüftungsgeräte der M-WRG-Serie von Meltem lassen sich bereits werksseitig so einstellen, dass sie das Einströmen von Radon in das Gebäude wirksam vermindern.
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TL;DR - Das Wichtigste in Kürze
  • Radonschutz: Zuluftüberschuss erzeugt leichten Überdruck, erschwert Radoneintritt.
  • Kontinuierlich radonbelastete Luft abführen und frische Luft zuführen.
  • Werksseitig nötig: geänderte Lüftungsstufen LS2 (30/20) und LS3 (50/40) m³/h.
  • Keine Zusatzsensorik (Feuchte/CO2), damit Überdruck nicht durch Automatik verändert wird.
  • Winter: Frostschutz so, dass kein Abluftüberschuss entsteht; bei Kälte balanciert betreiben.
Auf der sicheren Seite auch in Gebieten mit höherer Radonbelastung im Boden: Komfortlüftungsgeräte der Baureihe M-WRG-S lassen sich werksseitig mit der Option „Radonschutz“ ausstatten. Bild: Meltem
Auf der sicheren Seite auch in Gebieten mit höherer Radonbelastung im Boden: Komfortlüftungsgeräte der Baureihe M-WRG-S lassen sich werksseitig mit der Option „Radonschutz“ ausstatten. Bild: Meltem
Der Radonschutz basiert auf folgendem Prinzip: Im Betriebsmodus „Radonschutz“ erzeugt das Lüftungsgerät einen geringen Zuluftüberschuss. Dadurch entsteht ein leichter Luftüberdruck, der das Einströmen des flüchtigen Edelgases erschwert. Zudem wird die radonbelastete Luft kontinuierlich ab- und frische Luft zugeführt. Für diese Betriebsweise sind eine geänderte Belegung der Lüftungsstufen LS 2 (ZUL 30 / ABL 20 m³/h) und LS 3 (ZUL 50 / ABL 40 m³/h) sowie die Anpassung der Frostschutzstrategie werksseitig erforderlich.

Für den Radonschutz werden die Komfortlüftungsgeräte ohne zusätzliche Sensorik, etwa für Feuchte oder CO2, ausgeliefert. So wird eine sensorgesteuerte Veränderung der Geräteeinstellung vermieden, um den erzeugten Luftüberdruck im Raum beizubehalten. Die Frostschutzregelung wird für den Winterbetrieb so angepasst, dass im Frostfall kein Abluftüberschuss entsteht. Bei extrem niedrigen Außentemperaturen wird empfohlen, eine balancierte Betriebsart einzustellen, wodurch der Frostschutzmechanismus verzögert aktiviert wird. Durch den Erhalt der Druckbalance wird dann auch im Winterbetrieb der Radoneintrag minimiert.

Das von Natur aus im Boden vorkommende Edelgas Radon tritt innerhalb Deutschlands in unterschiedlicher Intensität auf. Es kann in den Kellerbereich von Gebäuden einströmen und sich von dort in die oberen Geschosse ausbreiten. Die Möglichkeit besteht besonders bei Häusern ohne durchgehende Bodenplatte oder im Altbestand ohne moderne Feuchteisolation. Mit der entsprechenden Einstellung der Geräte lässt sich hier gegensteuern.

Resümee von Karsten Mueller (Redaktion “bauen.com“)
Radon kann aus dem Erdreich in Gebäude eindringen und gilt als gesundheitsschädliches Gas. Lüftungssysteme können helfen, dieses Risiko zu reduzieren. Die Komfortlüftungsgeräte der M-WRG-Serie von Meltem bieten dafür eine spezielle Radonschutz-Einstellung: Ein leichter Zuluftüberschuss erzeugt Überdruck im Gebäude und erschwert so das Eindringen des Gases. Gleichzeitig wird belastete Luft kontinuierlich abgeführt. Dadurch lässt sich der Schutz vor Radon besonders in gefährdeten Gebäuden verbessern.
Quelle
Meltem Wärmerückgewinnung GmbH & Co. KG / Waldecker PR


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