18.03.2026

Kalte Witterung trieb Heizkosten 2025 deutlich nach oben

Haushalte in Deutschland mussten 2025 für ein warmes Zuhause teils deutlich mehr bezahlen als im Vorjahr. Die Heizkosten für Gaskunden stiegen um rund 13 Prozent. Bei Ölheizungen fiel der Anstieg mit rund 4 Prozent moderater aus, da gesunkene Heizölpreise den höheren Heizbedarf teilweise kompensierten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox unter Berücksichtigung von Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes.
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Heizkostenanalyse: Kalte Witterung trieb Heizkosten 2025 deutlich nach oben. Foto: gerat / pixabay.com
Heizkostenanalyse: Kalte Witterung trieb Heizkosten 2025 deutlich nach oben. Foto: gerat / pixabay.com

Gestiegener Heizbedarf gegenüber 2024

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war das Jahr 2025 insgesamt warm, sonnenreich und niederschlagsarm. Dennoch führten ein vergleichsweise kalter Februar sowie ein Kälteeinbruch im November mit Frost und Schneefall dazu, dass der Heizbedarf eines Musterhaushalts im Einfamilienhaus gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozent zunahm. 

Gaskosten stiegen um rund 13 Prozent

Dementsprechend mussten Haushalte mit Gasheizung 2025 höhere Kosten für ein warmes Zuhause stemmen. Eine Familie mit Gasheizung zahlte durchschnittlich 2.202 Euro und damit 12,7 Prozent mehr als im Vorjahr (plus 247 Euro). 

Neben dem höheren Verbrauch trieben auch gestiegene Gaspreise, die im Jahresmittel etwas über dem Vorjahresniveau lagen, die Kosten. Gemäß dem von Verivox erhobenen Haushaltspreis kostete eine Kilowattstunde Gas 2025 durchschnittlich 11,28 Cent. 2024 waren es 11,05 Cent pro Kilowattstunde. Damit verteuerte sich Gas auf Jahressicht um 2,1 Prozent. 

Für das laufende Jahr zeichnen sich allerdings günstigere Gaspreise ab. Die Gasversorger profitieren derzeit von deutlich niedrigeren Beschaffungskosten als noch vor einem Jahr. Die Großhandelspreise für Erdgas an der niederländischen TTF-Börse sind binnen zwölf Monaten um rund 40 Prozent gefallen und liegen aktuell bei etwa 27 Euro pro Megawattstunde. Damit nähert sich das Preisniveau wieder dem langjährigen Vor-Krisen-Bereich von 10 bis 25 Euro. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2022 schoss der Preis zeitweise auf über 300 Euro je Megawattstunde. „Der Wegfall der Gasspeicherumlage und die günstigeren Beschaffungskosten sorgen zu Jahresbeginn wieder für mehr Preisspielraum, den allerdings nicht alle Versorger auch nutzen,“ sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Verbraucher sollten daher prüfen, ob ihr Gasversorger die sinkenden Kosten weitergibt und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter wechseln.“ 

Ölkunden zahlten rund 4 Prozent mehr

Auch Haushalte mit Ölheizung mussten in der Heizsaison 2025 tiefer in die Tasche greifen. Die Heizkosten beliefen sich auf durchschnittlich 1.860 Euro – ein Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (plus 68 Euro). Der höhere Heizbedarf wirkte sich dank gesunkener Heizölpreise jedoch weniger stark auf die Gesamtkosten aus. So kostete leichtes Heizöl 2025 im Durchschnitt 94 Euro je Hektoliter, nach 99 Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Preisrückgang von 5,1 Prozent. 

„Das Heizen mit Öl war das vierte Jahr in Folge günstiger als das Heizen mit Gas. Unterm Strich mussten Verbraucher mit einer Ölheizung im vergangenen Jahr knapp 16 Prozent weniger für ein warmes Zuhause ausgeben als Gaskunden“, sagt Thorsten Storck. 

Resümee von Marinus Falkner (Redaktion “bauen.com“)
Eine Analyse von Verivox zeigt, dass Haushalte in Deutschland 2025 deutlich höhere Heizkosten tragen mussten. Ursache war vor allem ein um 8,9 Prozent gestiegener Heizbedarf durch kalte Wetterphasen im Februar und November. Für Gaskunden stiegen die Kosten im Schnitt um rund 13 Prozent auf 2.202 Euro, während Ölheizungen mit etwa 1.860 Euro nur rund 4 Prozent teurer wurden. Trotz höherem Verbrauch dämpften sinkende Heizölpreise den Kostenanstieg. Öl blieb damit erneut günstiger als Gas.
Quelle
Verivox GmbH


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