23.02.2026

Terrassen und Wege im Garten: Welche Beläge besonders umweltverträglich sind


Die Terrasse ist mehr als nur ein befestigter Platz im Garten. Sie wird zum Wohnzimmer im Freien, zum Treffpunkt im Alltag oder einfach zur stillen Ecke mit Blick ins Grüne. Bei der Wahl des passenden Belags zählt meist, was schön aussieht und praktisch ist. Umweltaspekte spielen oft erst später eine Rolle. Doch genau hier lohnt ein genauerer Blick. Denn nicht alle Materialien sind gleich nachhaltig. Und wer neu plant oder saniert, kann mit der richtigen Entscheidung mehr bewirken, als es auf den ersten Blick scheint.
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Ein naturnaher Garten beginnt beim Boden: Terrassenbeläge aus ökologisch verträglichen Materialien verbinden Gestaltung mit Verantwortung. Foto: SLG IZB Beton
Ein naturnaher Garten beginnt beim Boden: Terrassenbeläge aus ökologisch verträglichen Materialien verbinden Gestaltung mit Verantwortung. Foto: SLG IZB Beton

Nachhaltigkeit beginnt oft im Kleinen

Gartenflächen sind Teil der Natur – auch wenn sie künstlich gestaltet werden. Wer bei der Materialwahl genauer hinschaut, schützt nicht nur Ressourcen, sondern stärkt langfristig die Qualität des eigenen Lebensraums.

Eine aktuelle Ökobilanz-Studie des Betonverbands Straße, Landschaft, Garten e. V. (SLG) zeigt: Die Unterschiede zwischen gängigen Belagsmaterialien sind erheblich – nicht nur in der Herstellung, sondern über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Bewertet wurden neben CO₂-Ausstoß auch Ressourcenverbrauch, Recyclingfähigkeit und Transportaufwand.

Die Ergebnisse überraschen: Betonwerksteinplatten in ungebundener Bauweise schneiden am besten ab. Sie lassen sich vollständig recyceln – die Recyclingquote liegt bei rund 100 Prozent – oder wiederverwenden, werden in der Regel regional produziert und sind äußerst langlebig. In der Studie wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 25 Jahren zugrunde gelegt, die bei Betonstein realistisch erreichbar ist – ohne intensive Pflege oder aufwendige Erneuerung. All das senkt den ökologischen Fußabdruck deutlich im Vergleich zu WPC, Holz aus Skandinavien oder Naturstein aus Übersee.

Langlebig, pflegeleicht – und fast ohne Aufwand

Neben der Umweltverträglichkeit spielt im Alltag vor allem der Pflegeaufwand eine Rolle. Während Holz regelmäßig gestrichen werden muss, kommen mineralische Beläge meist ohne Instandhaltungsmaßnahmen aus. Das macht sie besonders für Haushalte attraktiv, die wenig Zeit haben oder langfristig planen.

Gartengestaltung mit Verantwortung

Wer seine Terrasse nachhaltiger gestalten möchte, muss auf Vielfalt nicht verzichten. Betonwerkstein gibt es in vielen Farben, Oberflächen und sogar in wasserdurchlässigen Varianten. Damit lässt sich nicht nur ein individueller Stil umsetzen – auch der natürliche Wasserhaushalt bleibt erhalten.

Resümee von Talia Sommefeld (Redaktion “bauen.com“)
Bei Terrassen- und Wegebelägen lohnt der Blick auf die Umweltbilanz. Eine SLG-Studie zeigt deutliche Unterschiede im Lebenszyklus: Betonwerkstein in ungebundener Bauweise überzeugt durch regionale Produktion, hohe Langlebigkeit und nahezu vollständige Recyclingfähigkeit. Mit geringem Pflegeaufwand und vielfältigen Gestaltungsoptionen verbindet er Nachhaltigkeit, Alltagstauglichkeit und Ressourcenschonung.
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