
Wie wichtig der Blick eines unabhängigen Sachverständigen ist, der prüft, ob die „Weiße Wanne“ korrekt ausgeführt wird, zeigen konkrete Beispiele aus der Praxis am Bau: „Laut Statiker waren wegen drückendem Wasser fünf Zentimeter Betondeckung festgelegt, vorhanden waren aber nur fünf Millimeter bis zwei Zentimeter“, berichtet Klinkmüller von einem Fall. Hier tat schnelles Handeln von Sachverständigem und Bauherrschaft not. Es reichte ein Telefonat mit dem Unternehmer: „Am nächsten Tag wurde die Betondeckung perfekt verlegt.“ Meist sind es für Laien unscheinbare Details, die bei unsachgemäßer Ausführung langfristig enormen Schaden am Haus und hohe Kosten verursachen können: „Die Bedeutung von Bauteilfugen etwa wird in der Regel unterschätzt“, weiß Klinkmüller, der dafür gesorgt hat, dass viele Fehler noch rechtzeitig korrigiert wurden: „Eine Beschichtung wurde weggelassen, eine Noppenbahn verkehrt herum eingebaut, ein Entwässerungsrohr nicht korrekt angeschlossen, eine Anschlussfuge Bodenplatte/Wand nicht wasserdicht ausgeführt.“ Um nicht nach Jahren von beträchtlichen Schäden am Haus überrascht zu werden, deren Reparatur hohe Kosten verursacht, sollten private Bauherren frühzeitig einen unabhängigen Sachverständigen hinzuziehen. Am besten, bevor der Vertrag unterschrieben ist: Denn werden darin bestimmte Leistungen weggelassen, sind Mängel bereits absehbar. Während des Baugeschehens prüft der Sachverständige die Qualität der Ausführungen – nicht nur, aber auch bei der „Weißen Wanne“.

