
Gaspreise sinken das dritte Jahr in Folge
Im September 2024 kostete Gas bundesweit durchschnittlich 11,41 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Aktuell liegt der Preis bei 11,14 Cent/kWh und ist damit im Jahresvergleich um 2,4 Prozent gesunken. Auch in den beiden vergangenen Heizperioden gingen die Gaspreise spürbar zurück. Im Vergleich zum Rekordhoch während der Energiekrise 2022 liegen sie derzeit knapp 49 Prozent niedriger.Der Rückgang der Gaspreise hängt mit der Entwicklung an den Großhandelsmärkten zusammen. An der niederländischen TTF-Börse lag der Preis für eine Megawattstunde Erdgas vor einem Jahr noch zwischen 35 und 40 Euro, aktuell bewegt er sich bei rund 32 Euro.
Wie hoch die Gaskosten individuell ausfallen, hängt vom jeweiligen Gastarif ab. Hier gibt es je nach Tarifgruppe große Preisunterschiede. Der durchschnittliche Gaspreis im Standardtarif des örtlichen Grundversorgers steht aktuell bei 14,03 Cent/kWh. Der durchschnittliche Preis des günstigsten Angebots für Neukunden liegt bei 9 Cent/kWh. Damit liegen die Kosten mehr als ein Drittel (36 Prozent) unten denen der Grundversorgung.
„Trotz sinkender Preise sollten Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Tarif mit den aktuellen Angeboten vergleichen. Eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden spart mit dem Wechsel aus der örtlichen Grundversorgung hin zum günstigsten Angebot mit empfehlenswerten Bedingungen derzeit durchschnittlich rund 1.000 Euro pro Jahr“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.
Leichtes Heizöl knapp 3 Prozent günstiger
Auch für Ölkunden sind die Preise leicht gesunken. Kostete leichtes Heizöl im September 2024 im Mittel rund 92,58 Euro pro Hektoliter, sind es zum Start in die Heizsaison 2025 rund 90,30 Euro. Das entspricht einem Minus von 2,5 Prozent.„Heizölkunden mit Platz im Tank können die vergleichsweise günstigen Preise für eine Bestellung nutzen“, rät Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Wer jetzt seinen Tank auffüllt, ist auch von der weiteren Entwicklung des CO2-Preises im kommenden Jahr unabhängig.“
Ab 1. Januar 2026 wird der CO2-Preis innerhalb eines Korridors von 55 bis 65 Euro liegen. Das sind bis zu 10 Euro mehr je Tonne CO2 als noch in diesem Jahr. Die durch den CO2-Preis verursachten Kosten für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 2.000 Liter Heizöl steigen dann von 350 Euro auf bis zu 414 Euro.

