Warum Bodenschutz?
„Boden ist eine nicht erneuerbare Ressource und erfüllt auf dem eigenen Grundstück viele wichtige Funktionen“, erklärt Martin Breidbach, Bundesgartenberater im Verband Wohneigentum. Boden speichere zum Beispiel Nährstoffe, er binde Schadstoffe, sei Grundlage für das Pflanzenwachstum, reguliere den Wärme- und Wasserhaushalt (Hochwasserschutz). Doch bereits 60 bis 70 Prozent der Böden in der EU sind nicht mehr gesund, so Breidbach. Die Ursachen seien global und vielfältig; bezogen auf eigene Grundstücke weiß der Gartenbau-Ingenieur: „Boden leidet, zum Beispiel, wenn wir bauen oder sanieren – nicht selten wird er verdichtet, versiegelt, verschmutzt. Wer ausschließlich mineralisch düngt, ernährt nur die Pflanzen und nicht das Bodenleben. Beides hat zur Folge, dass der Boden seiner gesunden Funktionen beraubt wird und seine biologische Vielfalt schwindet.“Was ist zu tun?
Effektive Maßnahmen zum Bodenschutz, die auf dem Grundstück umgesetzt werden können, beispielsweise:Bodenschutz bei Baumaßnahmen:
- Oberboden muss bei Baumaßnahmen möglichst trocken sein.
- Starke Belastungen des Bodens führen zu Verdichtungen. Schwere Maschinen sollten von vorhandenen Wegen oder von befestigten Flächen aus arbeiten.
- Für das Überfahren mit Maschinen druckverteilende Bodenschutzplatten verwenden.
- Unterboden stets getrennt vom Oberboden lagern, eine Vermischung vermeiden.
Bodenschutz im Garten:
- Bodenbearbeitung so wenig wie möglich und so viel wie nötig. Umgraben ist „out“, es zerstört Strukturen im Boden und stört Bodenorganismen. Lockern genügt.
- Bodendeckende Bepflanzungen und Mulchschichten schützen den Boden vor Austrocknung, Erosion oder Kälte.
- Wichtig ist eine organische Düngung. Leicht in den Boden eingeharkt, ernährt und fördert sie die Bodenlebewesen. Das sorgt für Humusaufbau.
