03.08.2022

Ausbaustufen Fertighaus - Preise im Überblick

Fertighaus ist nicht gleich Fertighaus: Gemeint ist hier nicht die Optik, sondern der Grad der Fertigstellung. Es gibt verschiedene sogenannte Ausbaustufen. Die Ausbaustufe bzw. der Grad der Fertigstellung wird vor der Planungsphase festgelegt. Das dient dazu, die Kosten zu senken, weil Bauherren dann selbst Hand anlegen können. Manche entscheiden sich aber auch deshalb für eine geringere Ausbaustufe, weil sie einfach noch nicht genau wissen, wie es um Putz, Tapeten oder Bodenbeläge bestellt ist oder weil sie bei ein paar Trockenbauwänden noch unsicher sind. Mit geringeren Ausbaustufen lassen sich also auch bauliche Entscheidungen hinauszögern, ohne den Bau insgesamt zu verzögern. Aber welche Ausbaustufen gibt es? 
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Foto: Pixels / pixabay.com
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Maximale Ausbaustufe: Schlüsselfertiges Haus mit allen Annehmlichkeiten

Je nach den Möglichkeiten Ihres Bauträgers können Sie sich für eine andere Ausbaustufe entscheiden, unabhängig davon, ob Sie ein Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus bauen. Die meisten Bauherren bevorzugen die Stufe "schlüsselfertig". Ein schlüsselfertiges Haus umfasst alles bis auf den Außenbereich und die Landschaftsgestaltung. Bei schlüsselfertigen Häusern sind alle Innenausstattungen und Installationen enthalten, auf Wunsch auch die Küche. Der Bauherr kann dann sofort nach der Schlüsselübergabe in das Haus einziehen. Diese Stufe ist für Hausbesitzer und Bauherren gedacht, die nicht in der Lage sind, die Arbeiten selbst auszuführen, oder andere Bauunternehmer und Handwerker damit beauftragen müssten. In einem Beispiel mit Fertighaus Preisen von 200.000 € sind alle Baukosten zu zahlen (100 %). 

Fußböden und Wände sind fast fertig? Die zweite Ausbaustufe!

Wenn Sie geschickt genug sind, um Fliesen oder Laminat zu verlegen, und die Zeit dazu haben, können Sie Ihre Wände selbst tapezieren. Diese Ausbaustufe kann als die zweite von drei Abstufungen bezeichnet werden. Bei einem solchen Haus ist nur der Innenausbau erledigt: Die Wände müssen verputzt, tapeziert und die Böden verlegt werden. Teilweise verzahnen sich hier die Pflichten hinsichtlich der Fertigung: Beispielsweise benötigt der Bauunternehmer zum Einbau der sanitären Anlagen eventuell bereits eine verflieste Wand und einen fertigen Boden. Hier sind Einsparungen im Bereich mehrerer 1.000 € möglich, ca. 5 – 15 %.
 
Diese Ausbaustufe kann auch noch ein bisschen herabgesetzt werden: In diesem Fall werden die sanitären Anlagen weggelassen. Wer den Boden und die Wände fertiggestellt hat, kann nun die Innentüren, Sanitäranlagen und andere Haustechnik anschließen. Das ist etwas für geübte Handwerker und sehr ambitionierte DIY-Heimwerker – dafür spart man hier zwischen 10 und 20 % der Baukosten.

Stufe Drei: Im Rohbau fehlt die Technik

Die unterste Ausbaustufe können Sie wählen, wenn Sie handwerklich geschickt sind und viel Erfahrung haben. In dieser Stufe steht nur der Rohbau: Die Außenwände und das Dach sind fertig. Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen müssen noch vorgenommen werden. Die Innenwände sind in der Regel nur im Rohbau oder Skelettbau erstellt. Es fehlt der Estrich und es fehlen die Fußböden. Diese Phase ist die schwierigste und zeitaufwändigste, birgt aber auch das größte Einsparpotenzial. Einsparungen im Bereich von 40 % (bzw. ca. 80.000 € im Beispiel) und mehr sind keine Seltenheit. 

Schätzen Sie den Aufwand ab: Lohnt es sich, weniger für den Ausbau auszugeben?

Beim Bau des ersten Hauses sind die Menschen oft überfordert. Man vergisst leicht, was alles gemacht werden muss. Am besten holen Sie sich Kostenvoranschläge für verschiedene Aufgaben: So erhalten Sie nicht nur einen Kostenüberblick, sondern wissen auch noch ungefähr, wie viel Zeit für den Task einzuplanen ist.

Quelle
m.k.


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