12.10.2021

Elektrische Sicherheit beim Bauen - Die Grundlagen für Bauherren

Das Bauen des eigenen Hauses bringt besondere organisatorische Herausforderungen mit sich. Auch die Sicherheit der Anlagen soll optimal gefördert werden. Doch viele Bauherren haben per se keine Vorstellung davon, welche Aufgaben und Pflichten sie in diesem Rahmen haben. In diesem Artikel wollen wir einen Blick auf die wichtigsten Schritte werfen, die hierfür unternommen werden müssen.
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Elektrische Sicherheit beim Bauen - Die Grundlagen für Bauherren. Foto: iStock.com / ByoungJoo
Elektrische Sicherheit beim Bauen - Die Grundlagen für Bauherren. Foto: iStock.com / ByoungJoo

Keine Eigenleistung erlaubt

In diesen Tagen sind viele Bauherren versucht, die hohen Kosten des Bauvorhabens durch eine höhere Eigenleistung zu kompensieren. Dieses Vorgehen bietet den Vorteil, dass sich die zu tragenden Kosten allein auf das Material reduzieren. Auch die Elektroinstallation, die vorgenommen werden muss, ist mit einer erheblichen finanziellen Belastung verbunden. Zugleich ist es nur Fachleuten gestattet, selbst Hand anzulegen und diese Eingriffe vorzunehmen. Das häufig anzutreffende Motiv, die Kosten auf diese Weise senken zu wollen, ist also im Bereich der Elektroinstallation nicht legitim.

Sicherheit elektrischer Geräte

Wer sich mit der Sicherheit der im Haus befindlichen elektrischen Geräte befasst, sollte sich die DGUV Vorschrift 3 vor Augen halten. Hierbei handelt es sich um eine Vorschrift, welche Betriebe erfüllen müssen, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter in vollem Umfang zu gewährleisten. Die DGUV V3 muss bei der Inbetriebnahme eines jeden Geräts neu geprüft werden. Erst wenn die Auflagen der DGUV 3 erfüllt sind, genießen Unternehmen im Falle eines Arbeitsunfalls den vollen Versicherungsschutz.

Für das Eigenheim sind DGUV-Prüfungen nicht primär von Bedeutung. Doch auch für die eigenen vier Wände bieten Experten die entsprechende Unterstützung an. Bauherren haben die Möglichkeit, die Sicherheit nach der Fertigstellung des Hauses über den sogenannten E-Check prüfen zu lassen. Dieser offenbart, ob auch im privaten Bereich mit der Sicherheit alles in Ordnung ist. Gibt es nichts zu beanstanden, so erhält das Eigenheim im Anschluss an die Prüfung die entsprechende Plakette, mit der dies unter Beweis gestellt werden kann.

Steigende Anfälligkeit

Wer eine ganz normale Elektroinstallation vornehmen lässt, und nicht an der falschen Stelle spart, hat in einem neu gebauten Eigenheimen selten Probleme mit der elektrischen Sicherheit. Dafür sorgen vor allem die in den letzten Jahren stark gestiegenen Standards, die einen besseren Schutz ermöglichen. Gleichzeitig ist es wichtig, bei in die Jahre gekommenen Häusern regelmäßig einen Blick auf den aktuellen Zustand zu werfen. Denn wie die anderen Teile des Hauses ist die Elektroinstallation dem Verschleiß ausgesetzt. Akute Schäden werden jedoch meist erst dann bemerkt, wenn sie eine erhebliche Gefahr mit sich bringen.

Schon beim Einzug in einen Altbau sollte die Elektroinstallation auf den neuesten Stand gebracht werden. Nicht nur aus Gründen der Sicherheit macht es Sinn, sich dieser Frage zu widmen. Weiterhin wünschen sich viele Käufer eine Anpassung des elektrischen Systems an die Standards der heutigen Zeit. In puncto Komfort kann es zum Beispiel wichtig sein, dass eine geeignete Anzahl an Steckdosen vorhanden ist. Allein mit der elektrischen Infrastruktur, wie sie einst in das Haus eingebaut wurde, wäre es in vielen Fällen nicht möglich, erste Schritte in die Richtung des Smart Homes zu gehen. Dementsprechend kann es sein, dass zusätzliche Kosten in Kauf genommen werden müssen, um sich an den Standard der Zeit anzunähern und die eigenen Ansprüche an das Wohnen zu erfüllen.

Quelle
s.t.


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