27.04.2021

Hausbau 2021: Das gilt es zu beachten!

Seit dem Einsetzen der Pandemie im vergangenen Jahr hat sich die Baubranche in vielen Bereichen verändert. Das ist insbesondere dem Infektionsschutz geschuldet, der bei allen Baumaßnahmen mitgedacht werden muss. 
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Hausbau 2021: Das gilt es zu beachten! Foto: Pixabay.com, MichaelGaida
Hausbau 2021: Das gilt es zu beachten! Foto: Pixabay.com, MichaelGaida
Auch in 2021 hat die Pandemie noch Auswirkungen auf die Projekte von Bauherren. Es gibt aber noch viele weitere Aspekte, die sich verändern. Hierzu gehören das Gebäudeenergiegesetz, die Auslastung der Gewerke und der Umgang mit staatlichen Förderungen. Grundsätzlich sollten Bauherren aktuell einige Verzögerungen bei der Fertigstellung einplanen. Dieser Artikel erläutert ausführlich, was beim Hausbau 2021 zu berücksichtigen ist.

Die Finanzierung sichern

Trotz der Pandemie ist es erforderlich, die Finanzierung des eigenen Hausbaus auf sichere Beine zu stellen. Hierzu gehört vor allem, ein konkretes Finanzkonzept zu entwickeln, das Banken und Kreditgebern vorgelegt werden kann. Außerdem müssen geeignete Bonitätsnachweise besorgt werden, um den Bewilligungsprozess zu beschleunigen. Aufgrund der Corona-Krise können viele Aufgaben im Voraus und online erledigt werden, wodurch Bürokratie minimiert und der Bauprozess beschleunigt wird.
 
Die Finanzierung kann auf ganz unterschiedliche Weisen erfolgen. Einige setzen auf einen Immobilienkredit, weil diese aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB aktuell günstig zu haben sind. Andere vertrauen auf ein verlässliches Eigentümerdarlehen, bei denen die Immobilie als Sicherheit hinterlegt wird. Der große Vorteil während der Pandemie ist, dass sich viele bürokratische Schritte online erledigen lassen. Somit lässt sich die Finanzierung relativ bequem von zu Hause aus organisieren.

Das neue Gebäudeenergiegesetz beachten

2021 müssen wegen des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) viele Umweltstandards beim Hausbau berücksichtigt werden. Das macht es für Bauherren nicht unbedingt leichter. Unter anderem sind sie dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das von ihnen gebaute Haus dem Niedrigstenergiestandard entspricht. Es muss somit einen möglichst niedrigen Primärenergieverbrauch aufweisen und seine Energie aus mindestens einer erneuerbaren Quelle beziehen.

Um dies zu erreichen, müssen verschiedene bauliche Maßnahmen ergriffen werden. Unter anderem ist es wichtig, auf einen hochwertigen Wärmeschutz zu setzen und eine exzellente Dämmung zu verwenden. Die Fenster müssen so gewählt werden, dass sie einen Energieverlust minimieren und nach Möglichkeit sicherstellen, dass es zu keinen Wärmebrücken kommt. Während der Planungsphase und im Gespräch mit dem Architekten sollte das Gebäudeenergiegesetz daher unbedingt zur Sprache kommen und geeignete Maßnahmen zu dessen Einhaltung ergriffen werden.

Mit der Suche nach Gewerken frühzeitig beginnen

Für viele Branchen und Unternehmen stellt die Corona-Krise eine existenzielle Bedrohung dar. Nicht so für die Baubranche. Viele Gewerke sind auf lange Zeit ausgebucht und auch die meisten Handwerker haben volle Auftragsbücher. Viele Bauherren wollen die aktuellen Niedrigzinsphase und die günstigen Kreditkonditionen nutzen, um ihren Hausbau zu realisieren. Das lässt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in die Höhe steigen.

Wer 2021 ein Haus bauen möchte, sollte sich daher frühzeitig mit einzelnen Gewerken auseinandersetzen und verschiedene Angebote von Handwerkern einfordern. So ist sichergestellt, dass zu Baubeginn die nötigen Fachkräfte zur Verfügung stehen. Außerdem bleibt so genügend Zeit, um die verschiedenen Kostenvoranschläge zu vergleichen und das günstigste Angebot auszuwählen.

Corona-Schutzkonzepte für die Gewerke einsetzen

Zwar schreitet die Impfkampagne in Deutschland kontinuierlich voran, noch wütet die Pandemie jedoch mit Macht. Deswegen müssen bei sämtlichen Bauvorhaben Schutzkonzepte eingehalten werden, die das Infektionsrisiko minimieren. Das betrifft die Arbeit einzelner Gewerke ebenso wie das Zusammenspiel unterschiedlicher Handwerker. Sämtliche Baumaßnahmen müssen den rechtlichen Standards entsprechen und einem klar definierten Hygienekonzept gerecht werden.

Das bedeutet beispielsweise, dass unterschiedliche Gewerke eigentlich nie parallel auf einer Baustelle tätig sind. Was im Alltag der Baubranche vollkommen üblich ist, ist während der Pandemie undenkbar oder zumindest nur stark eingeschränkt möglich. Deswegen können bestimmte Arbeiten erst angegangen werden, wenn andere vollständig erledigt sind. Das sollte bei der Planung der einzelnen Arbeiten und dem Einsatz der verschiedenen Gewerke unbedingt berücksichtigt werden.

Änderungen bei staatlichen Förderungen

Der Staat hat ein grundsätzliches Interesse daran, dass seine Bürger bauen und Wohnraum schaffen. Deswegen unterstützt die Bundesregierung viele Bauprojekte durch Förderungen. Eine davon fällt in 2021 allerdings weg: der reduzierte Mehrwertsteuersatz. Wer sein Haus zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 31 Dezember 2020 fertiggestellt hat, profitierte von einem verminderten Mehrwertsteuersatz von 16%. Dieser Vorteil ist in 2021 nicht mehr gegeben.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nur die tatsächliche Fertigstellung für den vergünstigten Mehrwertsteuersatz relevant ist. Wer entsprechende Verträge noch in 2020 abgeschlossen hat, sein Bauprojekt aber erst 2021 fertigstellt, kann den vergünstigten Steuersatz nicht mehr geltend machen. Anders sieht es beim Bausparen aus. Das Wohnungsbauprämiengesetz wurde geändert. Wer 2021 also mit dem Bausparen beginnt, bekommt abhängig von der Einnzahlsumme bis zu 10% jährlich vom Staat als Bonus dazu.
 
Hausbau 2021: Das gilt es zu beachten! Foto: Pixabay.com, whitesession
Hausbau 2021: Das gilt es zu beachten! Foto: Pixabay.com, whitesession

Verzögerungen bei der Fertigstellung einplanen

Bauprojekte sind von jeher keine exakte Wissenschaft. Es kommt eigentlich immer zu gewissen Verzögerungen, Komplikationen oder sogar typischen Baufehlern, die eine Fertigstellung verhindern. Während der Pandemie verschärft sich diese Tendenz noch einmal. Dadurch, dass Hygienekonzepte und Schutzmaßnahmen entwickelt, umgesetzt und kontrolliert werden müssen, entsteht ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand. Dieser schlägt sich häufig in einer verlängerten Bauzeit nieder.

Bauherren sollten 2021 daher von vornherein mit Zeitpuffern arbeiten. Beispielsweise ist es sinnvoll, ein Gewerk nicht direkt am nächsten Tag einzuplanen, nachdem die Arbeit eines anderen Gewerks voraussichtlich fertig ist. Indem gewisse Zeiträume dazwischen verbleiben, entstehen Spielräume, die während der Pandemie viel wert sind. Sollten die Arbeiten dennoch pünktlich fertiggestellt werden, sind die Leerlaufzeiten ein geringeres Problem, als es ein zu eng getakteter Zeitplan wäre.

Fazit

Die Corona-Krise hat auch 2021 nichts von ihrer Schärfe verloren und sollte bei sämtlichen Bauprojekten unbedingt berücksichtigt werden. Hierzu gehört unter anderem, geeignete Hygienemaßnahmen und Schutzkonzepte zu entwickeln und während aller Bauphasen systematisch umzusetzen. Die sonstigen Veränderungen in der Baubranche 2021 sind teilweise gutund teilweise schlecht für Bauherren. Dass der verminderte Mehrwertsteuersatz ausgelaufen ist, verteuert den Bau und das neue Gebäudeenergiegesetz macht Bauprojekte anspruchsvoller. Dafür wird das Bausparen deutlich leichter und vom Staat mit attraktiven Prämien unterstützt. Gerade während der Krise ist es somit wichtig, exakt zu planen, um ein Infektionsrisiko zu minimieren und von möglichst vielen Förderungen und Vergünstigungen zu profitieren.

Quelle
e.l.


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