19.03.2021

Die fünf größten Ausgaben nach dem Kauf eines Hauses

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich nicht nur über den Kaufpreis erkundigen, sondern auch über die Nebenkosten, die nach so einem Kauf anfallen.
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Die 5 größten Ausgaben nach dem Kauf eines Hauses. Foto: pixabay.com
Die 5 größten Ausgaben nach dem Kauf eines Hauses. Foto: pixabay.com
Um welche weiteren Summen es sich handelt hängt meistens davon ab, wie teuer das Haus war. In diesem Artikel finden Sie alle wichtigen Nebenkosten und womit sie tatsächlich rechnen müssen.

1. Grundbuch und Notargebühren

Sobald ein Kaufvertrag über eine Immobilie zu Stande gekommen ist, muss dieser notariell beglaubigt sein. Zusätzlich muss der Käufer sich darauf einstellen, auch die Eintragung ins Grundbuch zu übernehmen. Dies wird meistens beim dafür zuständigen Amtsgericht eingereicht. Wer genau berechnen möchte, was für weitere Kosten auf ihn zukommen, sollte mit circa 1,5 % vom eigentlichen Kaufpreis rechnen. Ein Teil davon sind die Grundbuchkosten der andere Teil fällt dem Notar zu. Es kommt aber immer darauf an, wie viel Letzterer für sich in Anspruch nimmt.

2. Die Grunderwerbssteuer

Wie jeder weiß, in Deutschland geht nichts ohne eine passende Steuer. Somit auch der Kauf einer Immobilie. Kaum wurde eine Immobilie gekauft, heftet sich auch schon das Finanzamt an die Fersen, um die jährliche Grunderwerbssteuer einziehen zu können. Die Höhe kann von Bundesland zu Bundesland variieren. In Bayern beispielsweise liegt sie bei 3,5 %, im Saarland jedoch bei 6,5 %. Die Steuer wird dabei sowohl nach der Immobilie selber, als auch nach dem Grundstück berechnet.

Bewegliche Dinge oder Innenausstattung muss dabei nicht berechnet werden. So wird eine Sauna grundsätzlich heraus gerechnet, auch die Einbauküche kommt nicht auf den Kaufpreis obendrauf.

Wissenswert ist auf jeden Fall, dass wenn das Inventar auf mehr als 14 % des Kaufpreises geschätzt wird, dann sollten hierfür Beweise für das Finanzamt zurückbehalten werden.

3. Immobiliengutachter und Versicherungskosten

Handelt es sich um eine ältere Immobilie, sollte man immer einen Gutachter mit ins Boot holen. Denn nur der kann ganz genau erklären, ob und was renoviert werden muss. Diese Kosten belaufen sich meistens auf ungefähr 500 €. Wenn man also eine teure Immobilie kauft, sollte einem diese schon etwas wert sein. Hat man in der Familie oder im Freundeskreis beispielsweise jemanden der schon längere Zeit auf dem Bau arbeitet und sich somit mit der Materie auskennt, kann auch dieser mitgenommen werden, um eine Immobilie einzuschätzen.

Wurde ein Haus dann neu erworben, sollte dieses auch zu geschützt werden. Hier kommt meistens die Wohngebäudeversicherung zum Tragen. Sie nimmt sich Schäden an, die beispielsweise durch Hagel, Feuer, Leitungswasser oder Blitze entstanden sind. Hier muss der neue Besitzer vorsichtig sein, denn Überschwemmungen, welche beispielsweise durch starken Regen hervorgerufen wurden, müssen separat versichert werden.

4. Die Renovierungskosten

Wer seine eigene Immobilie gekauft hat, hat hier häufig eine vollkommen andere Vorstellung der Gestaltung als die, die dem Vorbesitzer gefallen hat. Manchmal ist es objektiv betrachtet so, dass überhaupt keine Renovierung stattfinden müsste, der neue Besitzer möchte dennoch diverse Dinge ändern, damit er sich wohlfühlt. Schließlich soll das neue Eigenheim den eigenen Vorstellungen entsprechen. Dazu gehört nicht nur ein Wechsel der Tapeten, sondern auch andere Armaturen im Bad, unterschiedliche Lampen, eine neue Küche, oder die Neubepflanzung des Gartens. Der Käufer sollte sich hierfür schon vorher ein gewisses finanzielles Budget auferlegen, damit die Kosten nicht ins Unermessliche steigen.

5. Kosten der Modernisierung

Laut dem Gebäude Energiegesetz müssen ältere Häuser und Immobilien nachgerüstet werden. Dies sollten gerade die Käufer beachten, die sich für ein älteres Haus interessieren. Manche Pflichten müssen jedoch nicht übernommen werden, wenn es sich um ein Einfamilienhaus handelt. So ist es beispielsweise nicht verpflichtend, hier die Dachstühle zu dämmen. Ganz anders sieht es jedoch bei den Heizungen aus. Diese müssen oft nachgerüstet werden, was sehr sehr teuer werden kann. Hier lohnt es sich vor dem Kauf einen Fachmann anzusprechen, der genaue Kosten aufdecken kann.

Quelle
d.n.


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