31.01.2021

Viele Kinderzimmer ohne Rauchmelder

In mehr als einem Drittel der Kinderzimmer in deutschen Eigenheimen fehlen Rauchmelder. Dies zeigt eine repräsentative Studie*, die im Auftrag von Rauchmelder-Hersteller Ei Electronics durchgeführt wurde. Dabei sind gerade Kinder im Brandfall besonders gefährdet. Ihre Fähigkeit zur Risikoeinschätzung und ihr Fluchtverhalten sind noch nicht richtig ausgeprägt. Deshalb sind sie auf die Rettung durch Eltern oder andere Personen angewiesen. Für eine frühzeitige Warnung empfehlen Experten funkvernetzte Rauchmelder, die das Alarmsignal automatisch an alle anderen Geräte im Haushalt weitergeben.
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Bei jedem Brand entstehen hochgiftige Gase. Nur wenige Atemzüge in einer konzentrierten Rauchschicht können zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Bildnachweis: MyImages - Micha / Shutterstock /Ei Electronics
Bei jedem Brand entstehen hochgiftige Gase. Nur wenige Atemzüge in einer konzentrierten Rauchschicht können zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Bildnachweis: MyImages - Micha / Shutterstock /Ei Electronics
Die besondere Bedeutung von Brandschutz im Kinderzimmer erklärt Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses für Brandschutzaufklärung und -erziehung vom Deutschen Feuerwehrverband e.V. und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.: „Kleine Kinder fliehen nicht vor einem Brand, sondern geraten in Panik und verstecken sich aus Angst vor dem Feuer im Schrank oder unter dem Bett. Frühestens ab einem Alter von etwa fünf Jahren können sie Gefahren richtig einschätzen und ihr Verhalten darauf abstimmen.“

Umso wichtiger sind deshalb Rauchmelder im Kinderzimmer. Diese schlagen im Brandfall rechtzeitig Alarm, so dass Eltern frühzeitig aufmerksam werden und zur Hilfe kommen können. Eine repräsentative Studie im Auftrag von Ei Electronics zeigt jedoch, dass nur 62 Prozent der Kinderzimmer in deutschen Eigenheimen mit Rauchmeldern ausgestattet sind. Dabei ist ihre Installation in allen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Einzige Ausnahme ist Sachsen. Dort gilt die Pflicht nur für Neubauten.

Gefahrenquellen im Kinderzimmer 

Die Nutzung von Elektrogeräten nimmt immer mehr zu – auch im Kinderzimmer. Damit steigt auch das Brandrisiko. Denn Elektrizität war 2019 die Brandursache Nummer 1 in deutschen Haushalten – das hat das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung ermittelt. Bei einem defekten Gerät oder einer Überlastung von Mehrfachsteckdosen kann es schnell zum Kurzschluss und zur Überhitzung kommen. Es reichen schon wenige Minuten, um ein gesamtes Kinderzimmer in Brand zu setzen. Stofftiere etwa sind leicht entzündlich und stoßen darüber hinaus hochgiftigen Qualm aus, wie auch Plastikspielzeug. Bei jedem Brand entstehen zudem Gase, bei denen nur wenige Atemzüge in einer konzentrierten Rauchschicht zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen können.

Einer für alle, alle für einen - Funkvernetzte Rauchmelder

Wer Rauchmelder installieren will, sollte aufgrund der fehlenden Selbstrettungsfähigkeit von Kindern am besten auf funkvernetzte Geräte setzen. Diese arbeiten nach dem Prinzip „Einer für alle, alle für einen“. Löst ein Melder Alarm aus, aktiviert er das Warnsignal auch bei allen anderen vernetzten Geräten. So werden Kinder und Eltern schnellstmöglich gewarnt, und nicht erst dann, wenn Rauch einen Melder in ihrer Nähe erreicht hat. 

Quelle
Ei Electronics GmbH


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