21.05.2020

Das Geheimnis von Qualität und Tageslicht

Gerade jetzt, wenn es draußen wieder wärmer wird und die Sonnenstunden immer zahlreicher werden, können alte, matt gewordene Verglasungen den Ausblick auf den Frühling trüben. Wer sich dann für den Austausch seiner Glasscheiben entscheidet, sollte auf Qualität achten. Jochen Grönegräs, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Flachglas (GGF), verrät, warum das so wichtig ist und worauf es dabei ankommt.
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Das Geheimnis von Qualität und Tageslicht. Foto: GGF/Pollmann & Renken
Das Geheimnis von Qualität und Tageslicht. Foto: GGF/Pollmann & Renken
Viele kennen es von alten Mobiltelefonen: Mit der Zeit gelangt Schmutz hinter das Display und die Anzeige ist immer schwerer zu erkennen. Genau so kann es auch bei einer Fensterverglasung passieren. Dringen Luft und Feuchtigkeit in den Scheibenzwischenraum ein, wird sie zunehmend blind. Denn die Feuchtigkeit greift die unsichtbare Wärmebeschichtung auf der Fensterinnenseite an – und zerstört letztlich die Scheibe. Damit dies bei neuen Verglasungen nicht geschieht, sollte man auf das Gütezeichen „Mehrscheiben-Isolierglas“ achten. Es ist das entscheidende Kriterium dafür, dass der Randverbund des Fensters auch dicht ist.
 
„Das Gütezeichen wird von unabhängigen und neutralen Instituten vergeben. Es steht für Langlebigkeit und höchste Qualitätsansprüche“, betont Grönegräs. „Hat eine Verglasung dieses Zeichen erhalten, ist durch aufwändige Prüfverfahren und Belastungstest gewährleistet, dass keine Feuchtigkeit eindringt. So kann man sicher sein, dass sie dauerhaft und sicher funktioniert.“
 
Einer der wichtigsten Punkte bei der Qualitätssicherung ist die Wärmedämmeigenschaft eines Glases. Sie wird ermittelt durch das Zusammenspiel von U- und g-Wert. Hauchdünne Beschichtungen auf der Verglasung beeinflussen den Wärmetransport, indem sie den Emissionsgrad der Oberflächen herabsetzen. Moderne 3-fach Isoliergläser, die das Gütezeichen „Mehrscheiben-Isolierglas“ tragen, erreichen so besonders niedrige U-Werte von 0,5 bis 0,8 W/(m²K). Der g-Wert wiederum gibt den Gesamtenergiedurchlassgrad an, das heißt die nutzbare Energie von außen in Form von Sonnenstrahlung und sekundärer Wärme. Ein g-Wert von 0,6 bedeutet, dass 60 Prozent der eingestrahlten Energie durchgelassen werden. Je höher dieser Wert ist, umso höher ist der solare Eintrag. Neben diesen Kriterien für die Glasscheiben und Beschichtungen werden auch Vorprodukte wie Abstandhalterprofile und Dichtstoffe strengen Kontrollen unterzogen, um die hohen Produktionsanforderungen von Isolierglas zu gewährleisten.
 
Nur Materialien, die den besonderen Maßgaben genügen, dürfen am Ende für die Produktion von Isolierglas mit Gütezeichen verwendet werden. Bei all diesen Produkten ist zudem sicher, dass sie einer Fremdkontrolle unterzogen wurden. „Aus diesen Gründen bürgt das Gütesiegel für finanzielle Sicherheit. Der Kunde oder die Kundin kann sicher sein, dass die Fensterverglasungen dauerhaft dicht bleiben, Wärme speichern und zugleich einen ungetrübten Blick mit viel Tageslicht garantieren“, schließt Grönegräs. GGF/FS

Quelle
Gütegemeinschaft Flachglas e.V.


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