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03.03.2019

Heizkosten korrekt zwischen Vor- und Nachmieter aufteilen

Studien zufolge zieht pro Jahr etwa jeder zehnte Deutsche um. Mieter- und Eigentümerwechsel sind also recht häufig. Dabei haben Vermieter oder Verwalter die Aufgabe, die Heiz- und Wasserkosten zwischen den Vor- und Nachnutzern aufzuteilen.
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Denn nur sehr selten fällt der Wechsel auf die ohnehin fällige Jahresablesung des Hauses. "Bei einem Nutzerwechsel innerhalb eines Abrechnungszeitraumes ist eine Zwischenablesung durch den Eigentümer laut Heizkostenverordnung (HKVO) prinzipiell Pflicht", erklärt Frank Peters, Abrechnungsexperte beim Immobiliendienstleister Minol. Die Grundkosten für Warmwasser werden zeitanteilig auf Vor- und Nachnutzer verrechnet: "Denn im Unterschied zu den Wärmekosten hängt der Warmwasserverbrauch nicht von den Außentemperaturen und der Jahreszeit ab, sondern verteilt sich recht gleichmäßig übers ganze Jahr", so Peters.

Moderne Messtechnik ist auch für Laien einfach ablesbar

Der Eigentümer oder sein Beauftragter können bei Nutzerwechseln die Zwischenablesungen selbst vornehmen oder einen Abrechnungsdienstleister damit beauftragen. Heizkostenverteiler mit digitalem Display sind auch von Laien einfach ablesbar, sodass kein Profi-Ableser extra anreisen muss. Dienstleister bieten Eigentümern und Verwaltern an, die abgelesenen Werte über ein Online-Portal in die Abrechnung zu übermitteln - das geht schnell und vermeidet Fehler, weil die Werte automatisch auf Plausibilität überprüft werden (siehe www.minol.de/minoldirect). "Wird ein Messdienstleister mit der Zwischenablesung beauftragt, kann der Vermieter diese Kosten im Übrigen nicht grundsätzlich auf die vom Auszug betroffenen Mietparteien umlegen", erläutert Peters. Laut einem BGH-Urteil handele es sich um vom Vermieter zu tragende Verwaltungskosten. Es sei denn, im Mietvertrag wurde etwas anderes vereinbart.

Mieter haben kein Recht auf Zwischenabrechnung

Manchmal wollen ausziehende Mieter nicht auf die Schlussrechnung warten und bestehen auf eine sofortige Abrechnung für ihren Anteil. Eine solche Zwischenabrechnung wäre jedoch sehr aufwendig und teuer. Denn der Messdienstleister benötigt für den Abrechnungszeitraum zum einen die Brennstoff- und Nebenkosten, zum anderen die Ablesewerte des gesamten Gebäudes und nicht nur die der einzelnen Wohnung. "Laut HKVO ist die Heizkostenabrechnung derzeit nur einmal jährlich vorgeschrieben. Der Eigentümer hat dafür maximal ein Jahr nach Ende der Abrechnungsperiode Zeit", so der Minol-Fachmann. Mieter hätten also kein Recht auf eine Zwischenabrechnung sofort nach Auszug aus der Wohnung.

Quelle
Minol


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