Lumen und Kelvin bei LEDs

Die Beleuchtung mit LEDs wird von einem komplexen Themenbereich umgeben. Wer nach dem Lampenkauf nicht enttäuscht werden möchte, muss deshalb einige Angaben beachten. Unter anderem stellen die beiden Begriffe "Lumen" und "Kelvin" viele LED-Käufer vor Rätsel. Hier soll deshalb die Frage nach der Bedeutung beider Bezeichnungen geklärt werden. 
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Lumen und Kelvin bei LEDs. Foto: pixabay.com
Lumen und Kelvin bei LEDs. Foto: pixabay.com

Was bezeichnet der Begriff Lumen?

Lumen ist eine physikalische Einheit und bezeichnet den Lichtstrom. Sie wird mit "lm" abgekürzt und beschreibt, wie viel Licht eine Lichtquelle aussendet. Dabei wird das gesamte Licht betrachtete, das eine LED ausstrahlt und in alle Richtungen verteilt. 

Während die Helligkeit alter Leuchtmittel anhand der Wattzahl ermittelt werden konnte, ist dies bei LED-Lampen nicht mehr möglich. Grund hierfür sind unterschiedliche Komponenten, die in verschiedenen LEDs Anwendung finden. Jede Komponente übt dabei einen Einfluss auf die Effizienz aus, sodass zwei Lampen, die eine gleiche Wattzahl besitzen, eine unterschiedliche Helligkeit aufweisen können. 

Zusätzlich wird die Helligkeit durch den Abstrahlwinkel beeinflusst, sodass dieser immer in Verbindung mit dem Lumen-Wert betrachtete werden sollte. Bei zwei Leuchtmittel, die beide mit 600 Lumen strahlen, ist beispielsweise die LED punktuell heller, die einen kleineren Abstrahlwinkel besitzt.

Die Lichtstromempfehlung schlägt vor, dass Arbeitsbereiche immer heller ausgeleuchtet werden sollten als die üblichen Wohnräume. Für den Wohnbereich sowie den Flur ergibt sich somit eine Empfehlung von 100 bis 150 Lumen pro Quadratmeter. Gleichzeitig empfiehlt es sich, in Küche, Bad sowie Arbeitszimmer einen Lichtstrom von 250 bis 300 Lumen pro Quadratmeter zu installieren. 

Zusätzlich sollte die Umgebung Beachtung finden. Eine dunkle Einrichtung schluckt beispielsweise mehr Licht als eine hellere Umgebung. Außerdem spielt das persönliche Empfinden eine große Rolle. So sollte individuell ausgewählt werden, wie hell man die eigenen Räume gerne hätte. 
 
Lumen und Kelvin bei LEDs. Foto: pixabay.com
Lumen und Kelvin bei LEDs. Foto: pixabay.com

Was bezeichnet der Begriff Kelvin?

Kelvin ist eine physikalische Einheit, die einen entscheidenden Wert für die Bestimmung von Farbtemperaturen liefert. Sie wird mit dem Großbuchstaben K abgekürzt und bestimmt, welche Lichtfarbe beispielsweise eine LED Stiftsockellampe besitzt. Oftmals werden die Abstufungen Warmweiß, Neutralweiß und Kaltweiß beziehungsweise Tageslichtweiß unterschieden. Die Farbtemperatur sollte immer in Kelvin auf der Verpackung der LED beziehungsweise im Online Shop angegeben sein. Zwar kann zum Beispiel auch die Bezeichnung "warmweiß" Auskunft über die Lichtfarbe geben, doch liefert der Kelvin-Wert eine genauere Vorstellung. 

Die Farbtemperatur einer LED legt fest, wir das erzeugte Licht empfunden wird. Verschiedene Lichtfarben können dabei verschiedene Stimmungen und Atmosphären hervorrufen. Eine warme Farbtemperatur besitzt beispielsweise einen rötlicheren Farbanteil, während kalte Lichtfarben einen höheren Anteil der Farbe Blau aufweisen. Warmweiße LEDs werden deshalb insbesondere im Wohnbereich eingesetzt, da sie ein gemütliches Ambiente schaffen. Gerade wenn in einem Zimmer mehrere Lichtquellen zum Einsatz kommen sollen, lohnt sich außerdem die Abstimmung des Kelvin-Wertes. 
 
Lumen und Kelvin bei LEDs. Foto: pixabay.com
Lumen und Kelvin bei LEDs. Foto: pixabay.com

Gibt es eine Lumen-Kelvin-Umrechnung?

Grundsätzlich hat die Lichtfarbe einer LED nichts mit ihrer Helligkeit zu tun. Sowohl eine dunkle als auch eine helle LED kann jede erdenkliche Farbtemperatur besitzen. Eine direkte Lumen-Kelvin- oder Kelvin-Lumen-Umrechnung ist deshalb weder sinnvoll noch möglich.

Viele vermuten trotz dieser Tatsache einen Zusammenhang zwischen Lichtstrom und Farbtemperatur. Diese Vermutung entstammt dabei unserer Wahrnehmung. So erscheinen kalte Lichtfarben oftmals heller, während sich warme Lichtfarben als dunkler zeigen. Diese Beobachtung stellt allerdings keinen Zusammenhang zwischen den physikalischen Einheiten Lumen und Kelvin dar. 

Im Gegensatz zu LEDs besteht aber bei herkömmlichen Leuchtmitteln ein direkter Zusammenhang beider Einheiten. Während sich Lumen hier problemlos in Watt umrechnen lassen, kann dies zur Orientierung dienen, wenn alte Leuchtmittel gegen moderne LED-Leuchtmittel ersetzt werden sollen. So kann beispielsweise die notwendige Helligkeit der neuen Leuchtmittel berechnet werden.

Quelle09.12.2019
k.e.

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