

Upcycling-Produkt mit vielen Möglichkeiten
Dieser Werkstoff, der unter der Bezeichnung purenit gehandelt wird, besitzt eine ähnliche Festigkeit wie viele Holzwerkstoffe, zum Beispiel die mitteldichte Faserplatte (MDF) oder die hochdichte Faserplatte (HDF). Mit diesen Materialien teilt der Funktionswerkstoff auch die Verarbeitungsmöglichkeiten – er lässt sich sägen, bohren, fräsen, schleifen, verschrauben, kleben und lackieren. Zugleich ist der Werkstoff alterungs- und fäulnisbeständig, formstabil und feuchtigkeitsresistent. Damit eröffnen sich nicht nur in der professionellen Bauwelt, sondern auch im privaten Bereich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.Praktisch am Bau – clever im Alltag
Dank seiner Wärmedämmwerte und seines geringen Gewichts eignet sich der Werkstoff hervorragend für Anwendungen wie Fassadenkonstruktionen, Attikaelemente auf Flachdächern oder Bauteile rund um Fenster. In solchen Anschlussbereichen lassen sich Wärmebrücken vermeiden, die bei modern gedämmten Gebäuden nicht mehr vorkommen sollten. Anders als viele Holzwerkstoffe trotzt das Material zudem problemlos Feuchtigkeit, Wind und Wetter. Und auch beim Innenausbau kommen seine Vorteile zum Tragen, etwa als Basiswerkstoff für Raumteiler oder Ausgangsmaterial für Türen.
Kreativ im DIY-Bereich mit dem neuen Funktionswerkstoff
Auch für Hobby-Handwerker eröffnet sich mit dem Funktionswerkstoff ein breites Feld an Möglichkeiten: Ob wetterfeste Hundehütte, Vogelhäuschen oder dekorative Gartenfiguren – die selbst gemachten Kreativprojekte halten den Belastungen im Freien stand. Und auch in feuchten Räumen wie Waschküche oder Keller bleiben beispielsweise Werkbänke oder Aufbewahrungsboxen Marke Eigenbau stabil. Für die individuelle Note lassen sich die Oberflächen bunt lackieren, besprühen oder künstlerisch gestalten. So entstehen langlebige Einzelstücke, die viele Jahre Freude bereiten. Und am Ende der Nutzung kann das Material erneut in den Werkstoff-Kreislauf einfließen und recycelt werden.Resümee von Gerhard Bauer (Redaktion “bauen.com“)
Toll, wie aus übrig gebliebenem Dämmstoff ein so vielseitiger Werkstoff entsteht. Upcycling-Prozesse wie dieser zeigen, dass Energieeffizienz und Ressourcenschonung hervorragend zusammenspielen können. Besonders spannend ist die Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten, vom professionellen Bau bis hin zu kreativen DIY-Ideen. Dass der Werkstoff dabei robust, formstabil und wetterfest bleibt, eröffnet viele neue Lösungswege. Ein schönes Beispiel dafür, wie moderne Materialien den Weg zu nachhaltigerem Bauen und Gestalten erleichtern.


