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Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer

Denkmalschutz und moderne Dämmung – eine unmögliche Kombination? Nicht unbedingt. Dass die richtige Dämmung alte Mauern sogar zu neuem Leben erwecken kann, zeigt das Beispiel des Guts Wöllried im Osten der Stadt Würzburg.
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Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.
Fast 800 Jahre gibt es das landwirtschaftliche Anwesen bereits. Doch in den vergangenen 50 Jahren herrschte dort Stillstand und der damit verbundene Verfall des Gutshofes zeigte sich deutlich. Das ändert sich nun: Bis 2030 soll hier eine Verbindung aus Landwirtschaft, Handwerk und Gastronomie entstehen. Neben einer grundlegenden Sanierung soll eine Dämmung aus natürlichen Holzfasern den Hof und die denkmalgeschützten Gebäude für moderne Nutzungen öffnen.
 
Als erstes wurde ein Gebäude, bestehend aus zwei Etagen, modernisiert und zu einem modernen Kreativbüro für Webdesign umgebaut. Eine multifunktionale Dämmung war dabei nötig, um die Angestellten sowohl vor Kälte als auch vor sommerlicher Hitze zu schützen, ohne dabei die Energiekosten in die Höhe zu treiben. Da die neuen Arbeitsplätze zum Teil auch unter dem Dach liegen, entschied man sich für eine Dachdämmung.
 
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.

Natürlichkeit und Funktionalität

Bei der Wahl des passenden Dämmstoffes waren dem Bauherrn Natürlichkeit und Effizienz besonders wichtig. Da passte die Holzfaser perfekt ins Konzept. Holzfaserdämmstoffe werden aus frischem und unbehandeltem Nadelholz hergestellt, das ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und überwiegend bei der Waldpflege anfällt. Der Dämmstoff schont nicht nur die Umwelt, sondern überzeugt mit einer Reihe positiver Eigenschaften.
 
Ein besonders wichtiger Faktor, der auch beim Gutshof zur Entscheidung für den Dämmstoff beitrug, sind die hervorragenden atmungsaktiven Eigenschaften der Holzfaser. Der Hof war lange Zeit ungeschützt Regen und Nässe ausgesetzt – ein gutes Feuchtigkeitsmanagement war deshalb hier von besonderer Bedeutung. Das Wirkprinzip der Holzfaserdämmung kann man sich ähnlich wie bei einer Funktionsjacke vorstellen: Wasserdampf von innen kann durch die diffusionsoffenen Holzfasern nach außen entweichen, Nässe von außen, z.B. Regen, kann aber nicht in das Innere des Hauses gelangen.
 
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.

Wohlfühlort zu jeder Jahreszeit

Die Holzfaser schafft es, das ganze Jahr über angenehme Temperaturen innerhalb der Gebäude zu erzeugen. Im Winter ist es behaglich warm, im Sommer schützt die natürliche Dämmung durch ihr hohes Eigengewicht vor der Hitze, die gerade unter dem Dach schnell unerträglich werden kann.
Um sich wohlzufühlen und effektiv arbeiten zu können, braucht man jedoch nicht nur ein wohltemperiertes und wohngesundes Raumklima. Schutz vor Lärm und störenden Alltagsgeräuschen spielen ebenso eine wichtige Rolle. Auch hier kann die Holzfaser überzeugen. Sie schafft durch ihre hohe Rohdichte, ihre Struktur und ihre offenporige Beschaffenheit das, was herkömmliche Dämmungen nicht können: einen optimalen Lärmschutz.
Diese Kombination aus vielen Vorteilen schätzen immer mehr Verbraucher, wie Michael Weckbart, von der ausführenden Zimmerei Weckbart, erzählt: „Die Nachfrage an Holzfaserdämmung steigt stetig an. Viele Bauherren entscheiden sich für das natürliche Produkt, weil es hervorragend funktioniert und noch dazu die Umwelt schont.“

Und so ist, auch dank der Holzfaserdämmung, auf dem Gutshof die Kombination von denkmalgeschütztem Gebäude und modernem Arbeiten perfekt gelungen.
 
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.

Präzision und Fachkenntnis

Das alte Dach wurde bis auf die Sparren abgetragen und dann durch eine Aufsparrendämmung gedämmt. Dabei werden druckfeste Holzfaserdämmplatten oberhalb der Dachsparren verlegt. So bleiben die alten Dachsparren mit ihrer schönen Patina von innen sichtbar. Die gleichmäßig dicken, homogenen Dämmplatten vermeiden Wärmebrücken. Das Dach erhält so einen lückenlosen Wärme-, Hitze- und Schallschutz. Über dieser Dämmschicht werden stabile Holzfaser-Unterdeckplatten mit umlaufendem Nut- und Feder-Profil verlegt. Diese wasserabweisenden Holzfaserdämmplatten ergänzen die erste Dämmschicht und gewähren zugleich einen sofortigen Witterungsschutz. So ist das Dach dauerhaft vor Regen und Nässe geschützt – während der Bauphase aber auch dauerhaft während der Nutzung, wenn z. B. ein Sturm die Dachziegel beschädigen sollte.
Besonders wichtig bei Anbringung der Platten sind Genauigkeit und Präzision. Holzbau und Dämmung müssen exakt aufeinander abgestimmt sein, um eine perfekte Dämmleistung zu garantieren. Deshalb ist die Anbringung durch einen Fachmann in jedem Fall sinnvoll. Nach Anbringung der neuen Lattung auf den stabilen Holzfaser-Unterdeckplatten wurden in einem letzten Schritt die Dachziegel eingehängt. Nach rund 14 Tagen war das Dach komplett neu eingedämmt.
 
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.
Moderne Dämmtechnik trifft auf historisches Gemäuer. Foto: VHD e.V.
 


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