Gut versorgt mit eigener Zisterne

Gemeinhin gilt Deutschland als wasserreiches Land. Dennoch sind die Folgen des Dürrejahrs 2018 noch immer vielerorts an den Grundwasserständen spürbar. Zudem gibt es große regionale Unterschiede zwischen sehr regenreichen Gebieten etwa am Alpenrand im Süden und ariden Regionen beispielsweise im Nordosten.
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Wasserknappheit mit Regenwasserzisterne entgegenwirken
Wer das Regenwasser von seinem Hausdach in einer groß dimensionierten Zisterne sammelt, muss sich keine Gedanken über Wasserknappheit machen. Foto: djd / fbr / Otto Graf
Selbst in regenreichen Jahren kann es vorkommen, dass nicht genug Wasser in den Boden gelangt, um die Grundwasserreservoirs aufzufüllen. Ein Grund dafür sind die zunehmenden Starkregenereignisse. Große Niederschlagsmengen in kurzer Zeit kann der Boden nur teilweise aufnehmen.
 
Regenwasserzisterne: überschaubarer Aufwand mit großer Wirkung
Regenwasserzisternen lassen sich mit überschaubarem Aufwand einbauen. Sie können nicht nur Wasserkosten sparen, sondern auch Gebühren für die Dachentwässerung. Foto: djd / fbr / 3P Technik Filtersysteme / Bernd Pfoh
Ein großer Teil des Wassers versickert daher nicht, sondern fließt in die Kanalisation oder Bäche und Flüsse ab. Auch künftig ist daher, wie bereits in den letzten Jahren, regional zu Trinkwasserknappheit mit Einschränkungen zum Beispiel bei der Gartenwassernutzung zu rechnen.
 
Wasserknappheit ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch
Wasserknappheit ist auch im Regenland Deutschland für manche Regionen keine Seltenheit mehr. Foto: djd / fbr / A. Göller

Regenwasser für Garten, Waschmaschine und WC nutzen

Für Hausbesitzer ist es nicht schwer, ihre Liegenschaft ein Stück weit unabhängiger von der regionalen Trinkwasserversorgung zu machen. Eine Regenwasserzisterne im eigenen Garten kann das Regenwasser speichern und über längere Zeit als Vorrat bereithalten. So steht bei richtiger Dimensionierung des Tanks beispielsweise genügend Wasser zur Verfügung, um Pflanzen und Rasen auch in Hitzeperioden optimal zu pflegen.
 
Regenwasser aus der hauseigenen Zisterne
Regenwasser aus einer hauseigenen Zisterne kann einen großen Teil des teuren Trinkwassers ersetzen, zum Beispiel in der WC-Spülung, der Waschmaschine oder der Gartenbewässerung. Foto: djd / fbr / Finger Baustoffe
Wie groß der Tank ausfallen muss, hängt von den Dimensionen des Hauses und des Gartens, von den regionalen Regenmengen und vom geplanten Einsatzzweck ab. Informationen und Planungstipps gibt die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. unter www.fbr.de. Gesammeltes Regenwasser eignet sich nicht nur zur Gartenbewässerung, es kann auch im Haus für den Betrieb der Waschmaschine oder die Toilettenspülung genutzt werden.
 
Keine Wasserengpässe dank eigener Zisterne
Die Versorgung des Gartens mit Wasser aus einer Regenwassernutzungsanlage stellt sicher, dass es auch in sehr trockenen Jahren nicht zu Versorgungsengpässen für die Pflanzen kommt. Foto: djd / fbr / Otto Graf

Geld sparen und die Folgen von Wetterextremen mildern

Neben der Versorgungssicherheit spart die Nutzung einer Regenwasserzisterne auf Dauer Geld. Zum einen ersetzt sie einen großen Teil des teuren Trinkwassers und senkt so die Wasser- und Abwasserrechnung. Zum anderen gewähren viele Kommunen auch Abschläge für die Gebühren der Dachentwässerung. Aus gutem Grund: Regenwasserspeicher können auch einen Beitrag leisten, um die Überlastung der Kanalisation und die Hochwassergefahr in Wasserläufen in der Folge extremer Regenfälle zu reduzieren.

Quelle12.07.2020
fbr - Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.

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