Energie-Tipp: Wäschetrockner

Wird ein neues Haus eingerichtet, so ist Energieeffizienz dabei ein wichtiger Gesichtspunkt. Ständig steigende Strompreise und auch ein erhöhtes Umweltbewusstsein tragen dazu bei, dass man sich heute gerne zunächst einmal über Sparpotentiale orientiert, bevor Elektrogroßgeräte angeschafft werden. Einige Geräte sind im Haushalt als wahre Stromfresser bekannt. 
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Die Energieeffizienz durch einen modernen Wäschetrockner steigern. Foto: Gorodenkoff
Die Energieeffizienz durch einen modernen Wäschetrockner steigern. Foto: Gorodenkoff - stock.adobe.com
Dazu gehören Wäschetrockner. Daher lohnt es sich, einmal genaue Informationen über diese Geräte einzuholen. Wer geschickt zu wählen weiß, kann nämlich durchaus die Möglichkeit, einen praktischen Wäschetrockner zu besitzen, ohne die Stromrechnung damit übermäßig zu belasten.

Veraltete Wäschetrockner vermeiden

Das Prinzip der Wäschetrockner basiert stets auf dem Prinzip, dass warme Luft der Wäsche schnell die Feuchtigkeit entziehen kann. Somit wird in die Trommel des Trockners warme, trockne Luft geleitet, die wieder aus der Trommel geführt wird, wenn sie sich mit Feuchtigkeit aus der Wäsche angereichert hat. Dann muss sie wieder mit neuer Warmluft ersetzt werden. Der Trockner muss also ständig neue Luft erwärmen, wodurch ein hoher Energieverbrauch zustande kommt. 

Im Bereich der Wäschetrockner hat sich in den letzten Jahren viel getan. Während zu Beginn der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als Miele die ersten auf den Markt brachte, kaum jemand an die Stromkosten dachte, die von einem solchen Gerät verursacht wurden, so hat sich in den letzten 60 Jahren einiges verändert. 

Während der Strom pro Kilowattstunde im Jahr 1960 noch 0,16 DM, umgerechnet 0,08 Euro kostete, liegt heute der durchschnittliche Preis für die Kilowattstunde heute bei zirka 0,30 Euro. Experten sagen voraus, dass auch in der Zukunft mit weiteren Preisanstiegen zu rechnen ist. Darüber hinaus ist man sich heute auch der Tatsache bewusst, dass der Energiekonsum gebremst werden muss, um den Umweltschutz zu unterstützen.

Stromfresser wie die ersten Abluft-Wäschetrockner sind daher im modernen Haushalt nicht mehr wünschenswert. Zwar sind Modelle mit veralteter Technologie auch noch heute erhältlich und zeichnen sich oft durch attraktive Anschaffungskosten aus. Will man im Haus jedoch energieeffizient arbeiten, so sollte man gerade beim Wäschetrockner erst einmal auf die Energieeffizienzwerte schauen.

Neue Bauweisen ermöglichen Stromersparnis

Seit einigen Jahren haben Kunden und auch EU Bestimmungen erheblichen Druck auf die Hersteller von Wäschetrocknern ausgeübt. Die Stromfresser von einst konnten spätestens nach 2013 nicht mehr verkauft werden. Das lag einerseits daran, dass den Herstellern gesetzliche Auflagen in Bezug auf den maximal erlaubten Stromverbrauch gemacht wurden, andererseits aber auch daran, dass Kunden es bevorzugten, auf der Leine zu trocknen, statt die hohen Stromkosten eines Trockners in Kauf zu nehmen. 

Somit wurde die Industrie dazu gezwungen, neue Technologien zu entwickeln, die zu einem geringeren Stromverbrauch führten, wenn sie auch weiterhin mit Wäschetrocknern auf dem Markt bleiben wollten. Aus dem alten Ablufttrockner entwickelte sich der Kondestrockner, der sich als ein wenig effizienter erwies. Der Durchbruch gelang im Jahr 2008, als die Marken Siemens und Bosch den Wärmepumpentrockner entwickelten.

Vom Stromfresser zum effizientesten Haushaltsgroßgerät

Wäschetrocknern haftet auch heute noch der Mythos an, dass sie große Mengen von Strom verbrauchen. Das ist auch der Grund, warum man sich beim Einrichten eines Wäschezimmers häufig die Frage stellt, ob ein Trockner wirklich nötig ist. Die Trockner stellen jedoch eine große Arbeitserleichterung dar, in die man im modernen Haushalt nicht verzichten sollte.

In der Tat sind moderne Wärmepumpentrockner sehr energieeffizient und verbrauchen nur noch einen Bruchteil des Stroms, den veraltete Geräte benötigen. Daher heißt es beim Trocknerkauf unbedingt auf das Energielabel zu achten. Schafft man sich einen neuen Trockner an, sollte man ein Gerät wählen, dass in die Effizienzklasse A+++ eingestuft ist.

So hoch ist der Unterschied

Der Unterschied im Stromverbrauch zwischen Trockner mit moderner Technologie und veralteten Geräten ist erstaunlich hoch. Während Altgeräte bei einem durchschnittlichen Einsatz von 160 Stunden im Jahr im Standardprogramm durchaus 600 kWh verbrauchen können, kommen die besten der modernen Wärmepumpentrockner für die gleiche Leistung mit 150 kWh aus.

Geht man einem Strompreis von 0,30 Cents pro Kilowattstunde aus, so verbraucht das Altgerät im Jahr 180 Euro Strom, während ein hochmoderner Wärmepumpentrockner lediglich mit 45 Euro zu Buche schlägt. Das ist immerhin ein Unterschied von 135 Euro. So fragt man sich, warum immer noch in vielen Haushalten Wäschetrockner mit veralteter Technologie gekauft werden.
 
Die Energieeffizienz durch einen modernen Wäschetrockner steigern. Foto: Gorodenkoff
Die Energieeffizienz durch einen modernen Wäschetrockner steigern. Foto: Gorodenkoff
In der Regel hängt das mit dem Anschaffungspreis zusammen. Wärmepumpentrockner sind auf Grund der komplizierten Technologie meistens erheblich teurer, als Kondenstrockner und Ablufttrockner. Da es inzwischen jedoch auch auf dem Markt eine ständig zunehmende Konkurrenz gibt, beginnen die Preise zu fallen.

Es lohnt sich also, ein wenig zu suchen, um einen Wärmepumpentrockner zu finden, der gute Energiewerte zu einem annehmbaren Preis bietet. Doch auch rechnerisch macht es Sinn, einen energiefreundlichen Trockner zu kaufen. Geht man davon aus, dass man für den Kauf eines älteren Kondenstrockners mit hohem Stromverbrauch etwa 400 Euro ausgeben würde und ein aktueller Wärmepumpentrockner rund 800 Euro kostet, so gibt sich eine Differenz von 400 Euro. 

Durch die riesige Stromersparnis kann sich der Mehrpreis bei der Anschaffung jedoch bereits in drei Jahren amortisieren. Bedenkt man, dass Wäschetrockner im Schnitt eine Lebensdauer von 13 Jahren haben, so genießt man mit dem hiermit über die gesamte Nutzungszeit hinaus einen wesentlichen Sparfaktor. Das Sparpotential ist möglicherweise sogar noch größer, da die Strompreise sich wahrscheinlich weiterhin nach oben entwickeln werden. Darüber hinaus trägt man gleichzeitig zum Umweltschutz bei.

Den geeigneten Wäschetrockner kaufen

Möchte man einen wirklich effizienten Wäschetrockner kaufen, so gilt es, beim Kauf aufmerksam zu sein und auf die Details zu achten. Nicht alle Wärmepumpentrockner bieten nämlich die gleichen Verbrauchswerte. Verwirrend ist es dabei auch, dass die Energieeffizienzklassen von D bis zu A+++ reichen. Ein Trockner, der in die Klasse A eingestuft ist, gehört nicht zu den sparsamsten Modellen. Daher sollte man auf eine Energieeffizienzklasse von A+++ Wert legen.

Selbst innerhalb der A+++ Klasse findet man noch Unterschiede. Während Trockner bis zu einem jährlichen Energieverbrauch von 196 kWh in diese Klasse eingestuft werden, findet man viele Geräte mit deutlich geringeren Verbrauchswerten. Daher gilt, zunächst auf die Energieeffizienzklasse und dann auf den individuellen Verbrauch achten.

Features, die zum Energiesparen beitragen

Die richtige Nutzung des Wäschetrockners trägt natürlich ebenso dazu bei, dass Strom gespart werden kann. Etliche Trockner sind mit Features ausgestattet, die dazu beitragen können. So ist beispielsweise ein selbstreinigender Kondensator die beste Weise, um zu garantieren, dass der Kondensator stets frei von Flusen ist. Verstopft sich der Kondensator, so fällt die Trockenleistung und der Stromverbrauch steigt.

Wärmepumpentrockner, die mit Kurzprogrammen ausgestattet sind, helfen ebenfalls beim Energiesparen. Sollen nur einige wenige teile getrocknet werden, erweist sich ein solches Programm nämlich meistens als vollkommen ausreichend.

Die meisten Trockner arbeiten heute mit sensorgesteuertem Trocknen und bieten daher die Möglichkeit, den Trockengrad der Wäsche zu bestimmen. Meistens wird die Wäsche gleich nach dem Trocknen gebügelt. Benutzt man dazu die "bügeltrocken" des Trockners, so verringert man die Laufzeit und spart Strom. Gleichzeitig fällt das Bügeln durch die verbleibende Restwärme leichter.

Fazit

Möchte man die Energieeffizienz im Haus steigern, so spielt der Wäschetrockner dabei eine wichtige Rolle. Moderne Wärmepumpentrockner bieten ein enormes Sparpotential. Die Unterschiede zwischen den Wärmepumpentrocknern und anderen, veralteten Bauweisen machen bei der Stromrechnung einen erheblichen Unterschied.

Darum lohnt es sich, vor dem Kauf eines Trockners Vergleiche zwischen unterschiedlichen Geräten anzustellen. Kauft man ein Gerät ein, dass in die Energieeffizienzklasse A+++ eingestuft ist, so wird der Energiekonsum im Haushalt durch den Einsatz des Trockners nur unwesentlich erhöht und man kann trotzdem allen Komfort genießen, den moderne Wäschetrockner zu bieten haben.

Quellen:


Quelle08.10.2020
a.j.

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