Kühler Kopf bei Hitzewellen

Steigende Sommertemperaturen erhöhen den Bedarf an wirksamen Lösungen für ein angenehmes Raumklima. Bestehende Lüftungssysteme können dabei um eine aktive Kühlung und Entfeuchtung der Zuluft ergänzt werden.
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  • Klimawandel & dichte Bauweise erhöhen Kühlbedarf; Sommer 2024 war Europas wärmster Sommer.
  • Hitze kann Gesundheit belasten; selbst Nächte bleiben warm, Querlüften wirkt dann weniger.
  • Zehnder ergänzt zentrale Lüftung um Luft-Luft-Wärmepumpe: Frischluft wird gekühlt & entfeuchtet.
  • ComfoClime Cool verteilt temperierte Luft ins ganze Haus statt nur in einzelne Räume.
  • Bis 4,3 kW, 600 m³/h; Inverter & Algorithmus regeln automatisch, Förderung & Rabatte möglich.
Heller Wohnraum mit Deckenventilator, großem Fenster mit Jalousien, Regal und niedrigen Schränken.
Deckenventilatoren und andere punktuelle Kühllösungen können bei zentralen Lüftungssystemen mit aktiver Kühlfunktion an Bedeutung verlieren. Die temperierte Frischluft wird gleichmäßig im Haus verteilt und sorgt so auch ohne zusätzliche Ventilatoren für ein angenehmes Raumklima. Foto: raniramli / pixabay

Kühlung wird zum zentralen Gebäudethema

Das Thema Raumkühlung hat sich zu einer wichtigen Aufgabe der modernen Gebäudeklimatisierung entwickelt. Der fortschreitende Klimawandel sorgt dafür, dass hohe Temperaturen gemessen werden. Laut dem Wettermessdienst Copernicus war der Sommer 2024 der wärmste jemals in Europa gemessene Sommer. Gleichzeitig beeinflusst auch die Bauweise den Kühlbedarf. Moderne Häuser sind gut gedämmt, dicht gebaut und mit großen Fensterflächen ausgestattet. Diese Kombination schützt zwar vor Wärmeverlusten, kann im Sommer jedoch dazu beitragen, dass sich Hitze länger im Gebäude hält. Der Raumklimaspezialist Zehnder hat darauf reagiert und zentrale Lüftungsgeräte um eine Luft Luft Wärmepumpe ergänzt.

Hohe Temperaturen belasten den Alltag

Nicht nur der Sommer 2024 brachte außergewöhnliche Hitze. In Drewitz in Sachsen Anhalt wurden am 27. Juni 41,8 Grad Celsius gemessen und damit ein Hitzerekord erreicht. Solche Temperaturen können sich auch auf die Gesundheit auswirken. Herz Kreislauf Beschwerden, Kopfschmerzen und Erschöpfung gehören zu den möglichen Folgen starker Hitze. Gleichzeitig wird es schwieriger, Wohnräume abzukühlen. Geschlossene Rollläden können direkte Sonneneinstrahlung reduzieren und nächtliches Querlüften bringt kühlere Luft ins Haus. Bleiben die Außentemperaturen allerdings auch nachts hoch, fällt dieser Effekt geringer aus. In Kubschütz in Sachsen wurde mit 29,4 Grad Celsius sogar die wärmste Nacht seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen gemessen.
Mädchen liegt an einem geöffneten Kühlschrank auf dem Küchenboden, offenbar um sich bei Hitze abzukühlen.
Anhaltende Sommerhitze kann Innenräume stark aufheizen und den Wohnkomfort deutlich beeinträchtigen. Technische Kühllösungen setzen deshalb zunehmend darauf, Hitze gar nicht erst entstehen zu lassen und die Raumtemperatur kontinuierlich zu stabilisieren. Foto: Zehnder

Hitzestaus möglichst früh vermeiden

Bei hohen Außentemperaturen ist es sinnvoll, einen Hitzestau in Innenräumen frühzeitig entstehen zu lassen. Das ist energieeffizienter, als stark aufgeheizte Räume anschließend wieder herunterzukühlen. Wer sein Haus mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet hat, kann diese Technik auch für die Kühlung nutzen. Zehnder bietet dafür die Kühleinheit ComfoClime Cool an. Sie ergänzt die Lüftungsgeräte ComfoAir Q um eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Die einströmende Frischluft wird dabei aktiv temperiert und zugleich entfeuchtet. Die geringere Luftfeuchtigkeit kann das Raumklima angenehmer machen. Die Lüftungsanlage übernimmt damit eine Funktion, die über den reinen Luftaustausch hinausgeht und besonders während längerer Hitzeperioden für mehr Behaglichkeit sorgen kann.

Frische Luft für das ganze Haus

Zehnder ComfoClime Cool nutzt die Energie von Außenluft und Fortluft, um die einströmende Frischluft für das Gebäude zu temperieren. Der Prozess läuft kontinuierlich und unterstützt gleichmäßigere Temperaturen während warmer Perioden. Ein Unterschied zu Lösungen für einzelne Räume liegt in der Verteilung der gekühlten Luft. Alle Zulufträume erhalten direkt temperierte Frischluft. Durch die gezielte Luftführung in Richtung der Ablufträume werden auch weitere Bereiche des Hauses erreicht. Dadurch beschränkt sich die Kühlwirkung nicht auf ein einzelnes Zimmer. Gleichzeitig senkt das System die Luftfeuchtigkeit. So verbindet die Lösung die Wohnraumlüftung mit einer Kühlfunktion und verbessert das Raumklima im Gebäude.
Zentrales Lüftungsgerät mit angeschlossenen Luftkanälen in einem Hauswirtschaftsraum neben Waschmaschine und Trockner.
Zentrale Lüftungssysteme lassen sich um Funktionen zur aktiven Kühlung und Entfeuchtung der Zuluft erweitern. Dadurch kann die temperierte Frischluft über das vorhandene Luftverteilsystem in mehrere Räume des Hauses gelangen. Foto: Zehnder

Technik arbeitet weitgehend selbstständig

Die Kühllösung arbeitet mit Inverter Technologie und ist in zwei Ausführungen erhältlich. Sie erreicht eine Kühlleistung von bis zu 4,3 Kilowatt und eine Volumenstromleistung von bis zu 600 Kubikmetern pro Stunde. Nach Angaben des Herstellers arbeitet die Einheit leise und weitgehend eigenständig. Ein intelligenter Algorithmus übernimmt dabei die Regelung. Das soll den Bedienkomfort erhöhen und eine gleichmäßige Temperierung ermöglichen. Für Bewohner bedeutet das, dass die Kühlung nicht manuell angepasst werden muss. Da das System mit der zentralen Wohnraumlüftung zusammenarbeitet, lässt sich die Luftverteilung im Gebäude nutzen. Separate Kühlgeräte in einzelnen Räumen sind dadurch nicht zwingend erforderlich.

Beratung, Rabatte und Förderung

Interessenten können bei Zehnder eine kostenlose Erstberatung nutzen. Für eine Registrierung stellt der Hersteller außerdem einen Gutschein über zehn Prozent für den Filtershop in Aussicht. Bis Ende 2026 laufen zudem die Zehnder Cool Days. In diesem Zeitraum wird beim Kauf von ComfoClime Cool Produkten im System Paket ein Preisrabatt von 20 Prozent angeboten. Neben diesen Herstellerangeboten kann auch eine staatliche Förderung eine Rolle spielen. Für den Einbau der Kühleinheit lässt sich laut den vorliegenden Angaben eine Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen. Damit kann sich die Investition nicht nur durch den Wohnkomfort, sondern auch durch finanzielle Unterstützung interessanter gestalten. Entscheidend bleibt, dass das jeweilige System zur Lüftung und zum Gebäude passt.
Resümee von Karsten Mueller (Redaktion “bauen.com“)
Angenehme Temperaturen im Haus werden angesichts heißer Sommer immer wichtiger. Besonders interessant sind Lösungen, die vorhandene Lüftungstechnik für zusätzliche Kühlung nutzen und gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit reduzieren. Wird die Wärme frühzeitig begrenzt und temperierte Frischluft gleichmäßig verteilt, lässt sich der Wohnkomfort auch während längerer Hitzeperioden spürbar verbessern.


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