TL;DR - Das Wichtigste in Kürze
- Klimawandel & dichte Bauweise erhöhen Kühlbedarf; Sommer 2024 war Europas wärmster Sommer.
- Hitze kann Gesundheit belasten; selbst Nächte bleiben warm, Querlüften wirkt dann weniger.
- Zehnder ergänzt zentrale Lüftung um Luft-Luft-Wärmepumpe: Frischluft wird gekühlt & entfeuchtet.
- ComfoClime Cool verteilt temperierte Luft ins ganze Haus statt nur in einzelne Räume.
- Bis 4,3 kW, 600 m³/h; Inverter & Algorithmus regeln automatisch, Förderung & Rabatte möglich.

Kühlung wird zum zentralen Gebäudethema
Das Thema Raumkühlung hat sich zu einer wichtigen Aufgabe der modernen Gebäudeklimatisierung entwickelt. Der fortschreitende Klimawandel sorgt dafür, dass hohe Temperaturen gemessen werden. Laut dem Wettermessdienst Copernicus war der Sommer 2024 der wärmste jemals in Europa gemessene Sommer. Gleichzeitig beeinflusst auch die Bauweise den Kühlbedarf. Moderne Häuser sind gut gedämmt, dicht gebaut und mit großen Fensterflächen ausgestattet. Diese Kombination schützt zwar vor Wärmeverlusten, kann im Sommer jedoch dazu beitragen, dass sich Hitze länger im Gebäude hält. Der Raumklimaspezialist Zehnder hat darauf reagiert und zentrale Lüftungsgeräte um eine Luft Luft Wärmepumpe ergänzt.Hohe Temperaturen belasten den Alltag
Nicht nur der Sommer 2024 brachte außergewöhnliche Hitze. In Drewitz in Sachsen Anhalt wurden am 27. Juni 41,8 Grad Celsius gemessen und damit ein Hitzerekord erreicht. Solche Temperaturen können sich auch auf die Gesundheit auswirken. Herz Kreislauf Beschwerden, Kopfschmerzen und Erschöpfung gehören zu den möglichen Folgen starker Hitze. Gleichzeitig wird es schwieriger, Wohnräume abzukühlen. Geschlossene Rollläden können direkte Sonneneinstrahlung reduzieren und nächtliches Querlüften bringt kühlere Luft ins Haus. Bleiben die Außentemperaturen allerdings auch nachts hoch, fällt dieser Effekt geringer aus. In Kubschütz in Sachsen wurde mit 29,4 Grad Celsius sogar die wärmste Nacht seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen gemessen.
Hitzestaus möglichst früh vermeiden
Bei hohen Außentemperaturen ist es sinnvoll, einen Hitzestau in Innenräumen frühzeitig entstehen zu lassen. Das ist energieeffizienter, als stark aufgeheizte Räume anschließend wieder herunterzukühlen. Wer sein Haus mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet hat, kann diese Technik auch für die Kühlung nutzen. Zehnder bietet dafür die Kühleinheit ComfoClime Cool an. Sie ergänzt die Lüftungsgeräte ComfoAir Q um eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Die einströmende Frischluft wird dabei aktiv temperiert und zugleich entfeuchtet. Die geringere Luftfeuchtigkeit kann das Raumklima angenehmer machen. Die Lüftungsanlage übernimmt damit eine Funktion, die über den reinen Luftaustausch hinausgeht und besonders während längerer Hitzeperioden für mehr Behaglichkeit sorgen kann.Frische Luft für das ganze Haus
Zehnder ComfoClime Cool nutzt die Energie von Außenluft und Fortluft, um die einströmende Frischluft für das Gebäude zu temperieren. Der Prozess läuft kontinuierlich und unterstützt gleichmäßigere Temperaturen während warmer Perioden. Ein Unterschied zu Lösungen für einzelne Räume liegt in der Verteilung der gekühlten Luft. Alle Zulufträume erhalten direkt temperierte Frischluft. Durch die gezielte Luftführung in Richtung der Ablufträume werden auch weitere Bereiche des Hauses erreicht. Dadurch beschränkt sich die Kühlwirkung nicht auf ein einzelnes Zimmer. Gleichzeitig senkt das System die Luftfeuchtigkeit. So verbindet die Lösung die Wohnraumlüftung mit einer Kühlfunktion und verbessert das Raumklima im Gebäude.
Technik arbeitet weitgehend selbstständig
Die Kühllösung arbeitet mit Inverter Technologie und ist in zwei Ausführungen erhältlich. Sie erreicht eine Kühlleistung von bis zu 4,3 Kilowatt und eine Volumenstromleistung von bis zu 600 Kubikmetern pro Stunde. Nach Angaben des Herstellers arbeitet die Einheit leise und weitgehend eigenständig. Ein intelligenter Algorithmus übernimmt dabei die Regelung. Das soll den Bedienkomfort erhöhen und eine gleichmäßige Temperierung ermöglichen. Für Bewohner bedeutet das, dass die Kühlung nicht manuell angepasst werden muss. Da das System mit der zentralen Wohnraumlüftung zusammenarbeitet, lässt sich die Luftverteilung im Gebäude nutzen. Separate Kühlgeräte in einzelnen Räumen sind dadurch nicht zwingend erforderlich.Beratung, Rabatte und Förderung
Interessenten können bei Zehnder eine kostenlose Erstberatung nutzen. Für eine Registrierung stellt der Hersteller außerdem einen Gutschein über zehn Prozent für den Filtershop in Aussicht. Bis Ende 2026 laufen zudem die Zehnder Cool Days. In diesem Zeitraum wird beim Kauf von ComfoClime Cool Produkten im System Paket ein Preisrabatt von 20 Prozent angeboten. Neben diesen Herstellerangeboten kann auch eine staatliche Förderung eine Rolle spielen. Für den Einbau der Kühleinheit lässt sich laut den vorliegenden Angaben eine Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen. Damit kann sich die Investition nicht nur durch den Wohnkomfort, sondern auch durch finanzielle Unterstützung interessanter gestalten. Entscheidend bleibt, dass das jeweilige System zur Lüftung und zum Gebäude passt.Resümee von Karsten Mueller (Redaktion “bauen.com“)
Angenehme Temperaturen im Haus werden angesichts heißer Sommer immer wichtiger. Besonders interessant sind Lösungen, die vorhandene Lüftungstechnik für zusätzliche Kühlung nutzen und gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit reduzieren. Wird die Wärme frühzeitig begrenzt und temperierte Frischluft gleichmäßig verteilt, lässt sich der Wohnkomfort auch während längerer Hitzeperioden spürbar verbessern.

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