- Smart Homes gelten als Ziel, wenn Updates fehlen und Standard-Passwörter genutzt werden.
- Der WLAN-Router verbindet alle Geräte mit dem Internet und ist das zentrale Element.
- Fällt der Router, können theoretisch alle Smart-Home-Geräte übernommen werden.
- Schütze den Router: starkes Passwort und Verschlüsselung wie WPA3/WPA2 prüfen.
- Mehr Sicherheit durch separates IoT-WLAN, VPN am Router und Geräte ohne Support ersetzen.

Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Bedeutung des WLAN-Routers im Smart Home und gibt praktische Tipps, wie sich hoher Schutz vor Cyberkriminellen gewährleisten lässt. Im Anschluss muss man sich im Smart Home um nichts mehr sorgen.
Warum gelten Smart Homes als einfache Ziele für Hacker?
Moderne Smart Homes können grundsätzlich sehr sicher sein, doch es gibt leider einige Risiken. So vernachlässigen viele Hersteller von smarten Geräten bereits nach kurzer Zeit die Wartung oder stellen Sicherheitsupdates komplett ein. Bekannte Schwachstellen werden dann schlichtweg nicht mehr behoben, was natürlich zur Gefahr beitragen kann.
Ein weiterer Grund ist aber auch das fehlende Know-how vieler Menschen. Sie verwenden aus Bequemlichkeit die vom Hersteller gesetzten Standard-Passwörter, anstatt neue und sichere Alternativen zu wählen. Oder sie nutzen nur ein einziges WLAN-Netzwerk für alle smarten Geräte sowie Handys und Laptops, anstatt eine sinnvolle Trennung vorzunehmen.
Das führt dann dazu, dass mit jedem weiteren smarten Gerät das Risiko ansteigen kann. So gab es erst dieses Jahr einen brisanten Fall mit einem Saugroboter, bei dem ein Entwickler aus Barcelona über eine Sicherheitslücke den Fernzugriff auf rund 7.000 Geräte hatte. Glücklicherweise gab es bei diesem Experiment aber keine bösen Absichten.
Welche Rolle spielt der WLAN-Router im Smart Home?
Alle smarten Geräte benötigen eine Verbindung, um Daten übertragen zu können. Manchmal nutzen sie hierfür Bluetooth, Zigbee oder einen Hub, am Ende landen sie aber immer beim WLAN-Router. Sonst wäre eine Übertragung über das Internet schließlich nicht möglich. Zwar funktionieren einige Geräte auch ohne Internet, aber dann fehlen die meisten Features.
Das bedeutet, der WLAN-Router ist das zentrale Element eines jeden Smart Homes, um eine Verbindung aller Geräte mit dem Internet sicherstellen zu können. Ob Lampen, Kameras, Thermostate oder Saugroboter, sie alle sind vom WLAN-Router abhängig. Das ist praktisch, kann aber mit einer besonders großen Gefahr einhergehen.
Sollte einem Hacker nämlich der Zugriff auf den WLAN-Router gelingen, kann er theoretisch auch alle damit verbundenen Smart-Home-Geräte übernehmen. So können Kriminelle sensible Daten abgreifen, Kameras überwachen, Unterhaltungen mithören oder eben einen Saugroboter steuern. Deswegen ist das Thema IT-Sicherheit im Smart Home ausgesprochen wichtig.
Hohe IT-Sicherheit im Smart Home – praktische Tipps
WLAN-Router richtig konfigurieren
Da der WLAN-Router das zentrale Element eines jeden Smart Homes ist, sollte dieser besonders gut abgesichert werden. Über die Router-IP-Adresse erreicht man die Einstellungen. Dort sollte unbedingt ein neues, starkes Passwort gesetzt werden. Zwar nutzen die meisten neueren Router bereits eine moderne Verschlüsselung. Es kann aber nicht schaden, diese noch einmal zu prüfen und einen sicheren Standard wie WPA3 oder WPA2 zu wählen.
Separate WLAN-Netzwerke einrichten
Im Idealfall sollten zumindest zwei separate WLAN-Netzwerke eingerichtet werden. Eines davon verbindet alle smarten Geräte, die in der Regel keine privaten Daten verwenden. Ein anderes Netzwerk dient hingegen zur Nutzung von Handy, Tablet und Computer. Wird dann nämlich über eine Sicherheitslücke eines Smart-Home-Geräts das dafür separate Netzwerk gehackt, kann der Angreifer zumindest nicht auf Handy oder Laptop zugreifen.
VPN auf dem WLAN-Router installieren
Weiteren Schutz kann ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) direkt auf dem WLAN-Router bieten. Dieses verschlüsselt alle Übertragungen innerhalb des WLANs und beugt so einem unbefugtem Datenabgriff vor. Eine Installation auf jedem einzelnen Gerät ist dann nicht mehr notwendig. Zudem maskiert ein VPN die IP-Adresse und trägt somit zur höheren Privatsphäre bei, weil Webseiten und Dienste einen dann nicht mehr so leicht nachverfolgen können.
Smarte Geräte ohne Support ersetzen
Am Ende müssen Hausbewohner im Smart Home aber auch dazu bereit sein, im Zweifelsfall ein Gerät ohne Support zu ersetzen. So wird die Anzahl an möglichen Einfallstoren reduziert, selbst wenn es zusätzliche Kosten verursacht. Grundsätzlich ist es natürlich besser, von Anfang nur auf namhafte Hersteller zu setzen, die einen langen Support garantieren. Seriöse Hersteller machen hierfür sogar verbindlich Angaben, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Fazit: Der WLAN-Router ist das zentrale Element, dass im Smart Home besonders gut geschützt werden sollte
Da der WLAN-Router alle smarten Geräte mit dem Internet verbindet, kommt ihm im Smart Home eine besondere Bedeutung zu. Mit ein paar einfachen Tipps ist aber ein hoher Schutz problemlos möglich. Ein starkes Passwort, separate WLAN-Netzwerke und ein VPN zur zusätzlichen Absicherung tragen allesamt zu einem sicheren Smart Home bei.

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