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Neues Leben im Altbau

Gebrauchte Immobilien stehen hoch im Kurs: Baugrundstücke sind rar, gewachsene Infrastrukturen und der Charme älterer Bauwerke sind für viele Immobilieninteressenten attraktiv. Doch worauf kommt es bei einer Kaufentscheidung an? Dipl.-Ing. Bettina Gödecke, Bauherrenberaterin bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. in Bremen, gibt fünf wichtige Kauftipps.
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Langfristig wohlfühlen in guter Lage
Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte man sich Gedanken über die eigenen Ansprüche machen – zum Beispiel zu Verkehrsanbindung, Infrastruktur oder Nähe zur Natur. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

1. Lage, Lage, Lage

Welche Ansprüche habe ich an die Lage meines künftigen Heims? Bei den Überlegungen dazu spielen Kriterien wie die Verkehrsanbindung, Nähe zu Schulen, Kitas oder Kultureinrichtungen sowie soziales und demographisches Umfeld eine Rolle. Auch wenn man Kompromisse machen muss: Man sollte Prioritäten aufgrund der aktuellen Lebenssituation setzen und bedenken, dass hier der Lebensmittelpunkt für die nächsten Jahrzehnte liegen soll.

2. Vollständige Unterlagen einfordern

Zeichnungen zum aktuellen Grundriss und zur Grundstücksvermessung, Unterlagen über Instandsetzungs- und Umbaumaßnahmen sind bei älteren Häusern oft nur unvollständig vorhanden. Bei Instandhaltungs- oder Umbaumaßnahmen können fehlende Informationen zur Kostenfalle werden. In solchen Fällen ist es sinnvoll, vor dem Kauf einen unabhängigen Sachverständigen hinzuziehen.
 
Hält der Gebäude-Charme einer kritischen Prüfung stand?
Ältere Häuser haben einen ganz eigenen Charme. Dennoch sollte man sie vor einer Kaufentscheidung einer kritischen Prüfung unterziehen. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Grundstück kritisch inspizieren

Auf den ersten Blick machen Gebäudezustand und Gartenanlage einen guten Eindruck. Auf den zweiten Blick können sich auch beim Grundstück Probleme auftun. Altlasten im Boden, Bebauungen auf Nachbargrundstücken, eingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit, der Zuschnitt des Grundstücks sowie örtliche Bauvorschriften können die Möglichkeit zu Veränderungen erheblich einschränken. Wer Solarenergie nutzen möchte, muss zudem auf die Ausrichtung des Hauses achten und große Bäume im Umfeld berücksichtigen, die möglicherweise nicht gefällt werden dürfen.

Bauliche Erweiterungen rechtzeitig abstimmen

Wer Erweiterungen des Gebäudes plant, muss vor dem Kauf klären, ob die beabsichtigten baulichen Maßnahmen genehmigungsfähig sind. Auch hier ist der fachliche Rat eines unabhängigen Bauherrenberaters sinnvoll, Kontakt unter www.bsb-ev-berater.de/bettina_goedecke.
 
Realistische Kostenplanung: Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Sanierung
Wer eine ältere Immobilie kauft, muss auch die Kosten für Instandsetzungen und Modernisierungen realistisch einschätzen. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund e.V.

Instandsetzungs- und Modernisierungskosten richtig einschätzen

Mit dem Kaufpreis ist es beim Erwerb einer Gebrauchtimmobilie nicht getan. Hinzu kommen Maklergebühr, Grunderwerbssteuer und in der Regel Modernisierungskosten. Gerade bei Letzteren verschätzen sich viele Käufer: Gebäudetechnik, energetische Gebäudequalität, Erweiterungen des Raumangebots oder barrierefreie Ausstattungen beeinflussen den Finanzierungsbedarf maßgeblich. Auch hier ist eine realistische Kostenschätzung mit Expertenhilfe dringend anzuraten.

Quelle28.07.2018
Bauherren-Schutzbund e.V.

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