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Das Eigenheim modernisieren

Altbauwohnung, Reihenhaus oder eine frei stehende Immobilie, regelmäßige Erneuerungen und Modernisierungen sind ein wichtiger Teil der Immobilienwartung. Die anfallenden Arbeiten umfassen kleine Projekte wie der Fassadenanstrich sowie große Umbauten wie die Erneuerung der Heizungsanlage.
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Ein erfolgreicher Umbau braucht sorgfältige Planung. Foto: pixabay.com / stux
Ein erfolgreicher Umbau braucht sorgfältige Planung. Foto: pixabay.com / stux 
Eine umfassende Modernisierung befasst sich mit allen Aspekten der Immobilie. Innen und außen kommt es zu einer grundlegenden Überarbeitung der bestehenden Elemente. Für ein solches Großprojekt ist eine detaillierte und korrekte Planung unumgänglich.
 

Wann ist eine Modernisierung notwendig?

Die verschiedenen Gebäudebestandteile haben unterschiedliche Nutzungszeiträume. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für eine Modernisierung kann nicht pauschal beantwortet werden. Neben dem Zeitfaktor spielen auch die Qualität der verwendeten Materialien und die Intensität der Nutzung eine Rolle. Dennoch gibt es Richtwerte, nach welchem Zeitraum Anlagen bzw. Einbauten modernisiert oder erneuert werden sollten:

Gebäudeelement - Mindest-Nutzungsdauer
  • Wasserleitungen - 25 Jahre
  • Heizungsanlage - 10 Jahre
  • Elektroinstallationen - 20 Jahre
  • Fenster - 20 Jahre
  • Dach - 20 Jahre
  • Fassade - 5 Jahre
Die tatsächlichen Werte können stark von diesen Richtwerten abweichen, insbesondere wenn qualitativ hochwertige Materialien verbaut und regelmäßig gepflegt und gewartet wurden. Eine hochwertige Heizungsanlange, die einer durchschnittlichen Nutzung unterliegt, kann bis zu 50 Jahre gute Dienste leisten. Es ist wichtig, vor dem Kauf einer Immobilie zu ermitteln, in welchem Zustand sich die einzelnen Gebäudebestandteile befinden. Ist der Verkäufer nicht in der Lage, die entsprechenden Informationen zu liefern, sollte ein Gutachter beauftragt werden. So wird sichergestellt, dass die Immobilie keine versteckten Kosten birgt, die die finanziellen Möglichkeiten übersteigen.
 

Die Modernisierung finanzieren

Bauherren können auf Fördermittel von Land und Bund zurückgreifen. Foto: pixabay.com / elbym
Bauherren können auf Fördermittel von Land und Bund zurückgreifen. Foto: pixabay.com / elbym
Kleine und große Renovierungsmaßnahmen summieren sich rasch zu hohen Kostenpositionen auf. Stehen unvermeidliche Arbeiten an, wie zum Beispiel die Erneuerung einer defekten Heizungsanlage, besteht akuter Handlungs- und Finanzierungsbedarf. Bauherren stehen dafür eine Reihe von Fördermitteln zur Verfügung. Mit der richtigen Planung ist es möglich, sich diese finanzielle Unterstützung zunutze zu machen. Die Förderprogramme lassen sich grob in drei Förderbereiche gliedern:
  • Umbau zum altersgerechten Wohnen
  • Umbau zum barrierefreien Wohnen für Menschen mit Behinderung
  • Energieeffiziente Umbaumaßnahmen
Abhängig vom Bauprojekt, dem Eigenkapital und den verwendeten Baustoffen, stehen eine Vielzahl von Förderungen zur Verfügung. Erste Anlaufstelle, um sich über die Fördermittel zu informieren, ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Behörde stellt eine kostenlose Datenbank zur Verfügung, in der Interessierte passende Förderprogramme finden können. Die Datenbank dürfte eine der vollständigsten und aktuellsten kostenfreien Sammlungen sein, die in Sachen Fördermittel überhaupt zu finden ist.
 

Investieren, wo es wichtig ist

Klug gewählte Sanierungsmaßnahmen erhalten die Substanz und damit den Wert einer Immobilie. Foto: pixabay.com / moerschy
Klug gewählte Sanierungsmaßnahmen erhalten die Substanz und damit den Wert einer Immobilie. Foto: pixabay.com / moerschy
Die Modernisierung einer Immobilie sollte eine gelungene Kombination aus langfristigen Verbesserungen und intelligent gewählten Umbauten sein. Ein gutes Beispiel hierfür sind Wasserleitungen. Alte Leitungen können von Rost angegriffen oder durch Kalkablagerungen verstopft sein. Dies resultiert in einem geringeren Wasserdruck oder in der Verunreinigung des Leistungswassers. Ist dies der Fall, ist es nicht unbedingt notwendig, das gesamte Leitungssystem auszutauschen. Die moderne Methode des Relinings reinigt die Leitungen und stattet sie mit einem neuen Innenmantel aus, berichtet Bund.net. Die neue Technik ist effizient und spart zudem Kosten ein.
 
Ebenfalls von zentraler Bedeutung ist die Heizung. Eine alte Heizungsanlage ist ein Element, dessen Modernisierung kostenintensiv ist und deshalb gut durchdacht sein sollte. Eine moderne Heizung bietet Vorteile auf verschiedenen Ebenen. Zum einen ist sie kosteneffizient, denn ein geringer Brennstoffverbrauch sorgt für niedrige Kosten. Voraussetzung ist allerdings, dass das Haus entsprechend gedämmt ist, keine Wärmebrücken oder undichte Fenster und Türen aufweist. Eine zweite wichtige Eigenschaft ist, dass moderne Heizungen umweltfreundlich arbeiten. Damit entlasten Immobilienbesitzer also nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Die Investition in eine erstklassige Heizung ist deshalb eine Entscheidung, die zwar zunächst einiges kostet, aber langfristig Geld spart und die Umwelt schont.
 
Ob das Dach neu gedeckt oder Türen und Fenster erneuert werden sollen, moderne Techniken und Methoden erlauben gute und kostengünstige Alternativen. Mit der richtigen Mischung aus Teilmodernisierung und vollwertigem Ersatz wird das Budget geschont, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Empfehlenswert ist, sich den Rat eines Architekten oder Bauingenieurs einzuholen, der bei der Planung unterstützen kann.
 

Den passenden Schallschutz wählen

Eine komplette Modernisierung, die den Außen- und Innenbereich der Immobilie einschließt, ist die ideale Gelegenheit, um fehlenden Schallschutz aufzurüsten. Lärm macht krank und ein guter Schallschutz schafft Abhilfe. Dabei darf Schallschutz nicht mit Wärmedämmung verwechselt werden. Für die Wärmedämmung werden weiche und flexible Materialien verwendet; im Schallschutz sind es feste, starre Materialien. Eine gute Voraussetzung für einen wirksamen Schallschutz sind dicke Betonwände. Sind diese nicht vorhanden, stehen Lösungen zur Verfügung, die Schall- und Wärmeschutz intelligent miteinander kombinieren. Drei klassische Materialbeispiele dafür sind die Folgenden:
  • zementgebundene Holzwolleleichtbauplatten
  • Holzfaserdämmstoffe
  • Kokos- oder Hanf-Faserplatten
Werden Schallschutzplatten im Rahmen von abgehängten Decken und Wänden verwendet, ist die Wahl der passenden Deckenelemente für Bauprofis für die Befestigung ebenso wichtig. Sie sind Teil der Schalldämmung und tragen dazu bei, dass aufgenommene Schwingungen effektiv absorbiert werden. Eine umfassende Schalldämmung hört nicht bei den Wänden und den Decken auf. Auch entsprechende Fenster, Türen und entsprechend konzipierte Jalousiekästen machen einen deutlich messbaren Unterschied.
 

Die Einrichtung nach dem Umbau

Eine Modernisierung zieht in der Regel weitere Renovierungsarbeiten nach sich. Foto: pixabay.com / azboomer
Eine Modernisierung zieht in der Regel weitere Renovierungsarbeiten nach sich. Foto: pixabay.com / azboomer
Frisch verputzte Wände, neue Bodenbeläge und maßgefertigte Raumaufteilungen – eine Modernisierung geht oft weit über die einfachen Nutzbausteine eines Gebäudes hinaus. Um die Immobilie nach dem Umbau ideal auf die individuellen Einrichtungswünsche abstimmen zu können, ist eine umfassende Planung sinnvoll. Wo werden Anschlüsse für Deckenelemente benötigt? Wie viele Steckdosen sind in den Räumen vorhanden? Wo muss der Herdanschluss in der neuen Küche liegen? Professionelle Hilfe bieten Architekten und Innenarchitekten. Liegen die Extrakosten für einen Architekten nicht im persönlichen Budget, können Handwerker mit Tipps und Tricks zur Seite stehen – die jahrelange Baustellenerfahrung erlaubt es ihnen, praktische Tipps zu geben, die eine echte Entscheidungshilfe für Immobilienbesitzer sind. 


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