Alte Zwischensparrendämmung entfernt
Am Beginn der Arbeiten stand die Demontage des alten Dachaufbaus: Zunächst wurde die alte Dacheindeckung aus Faserzementplatten rückgebaut und fachgerecht entsorgt, insgesamt rund 3,8 t Material. Anschließend wurden die vollflächige Rauspundschalung sowie die vorhandene 100 mm dicke, alukaschierte Glaswolle-Dämmung entfernt.„Die alte Zwischensparrendämmung war zwar noch in gutem und trockenem Zustand, aber von der Dicke und den Wärmedämmeigenschaften her natürlich für unsere Zwecke nicht mehr zu gebrauchen“, berichtet Johannes Laue, Geschäftsführer der Laue Bedachungen GmbH. „Die neue Dämmung besteht komplett aus nichtbrennbarer und hoch wärmedämmender Mineralwolle. Besonderes Augenmerk haben wir auf die Verlegung und die Anschlüsse der Dampfbremse gelegt. Das ist ja gerade bei Winterbaustellen aufgrund schlechter Verarbeitungseigenschaften vieler Klebe- und Dichtmittel bei kalten Temperaturen immer ein heikles Thema.“
Auf die bestehende innenseitige Gipskartonschalung und deren Unterkonstruktion verlegte ein Team aus fünf Mitarbeitern zunächst die Nagelschutzplatte Integra UMP 032 von ISOVER in einer Stärke von 40 mm. „Diese Platte dient vor allem als Schutz der nachfolgenden Klimamembran. So wird vermieden, dass die Dampfbremse aus Versehen durch Nagelspitzen oder Splitter perforiert wird, wenn irgendwann die Innenschalung ausgetauscht werden sollte“, erklärt Johannes Laue.
Perfekt für Winterbaustellen: Leistungsfähiges Luftdichtheits- und Feuchteschutzsystem
Zur Sicherstellung der Luftdichtheit wählten die Dachprofis die feuchteadaptive ISOVER Vario® XtraSafe. Sie gewährleistet durch ihre hohe sd-Wertspreizung von 0,3 bis 25 m auch bei starken Temperaturschwankungen optimale Leistungen und eine exakte Umschaltung zwischen dampfbremsender und diffusionsoffener Funktion. Die Hochleistungsfolie wurde in Schlaufen über die Sparren und die Nagelschutzplatten geführt und mittels Sanierungsleisten exakt an die Sparrenflanken angearbeitet. Untereinander wurden die Folienbahnen mit dem zum System gehörenden Vario® XtraTape verklebt.Für Architekt Andreas-Michael Martin waren insbesondere die Anschlüsse der Klimamembran ein wichtiges Detail. „Selbst die beste Dämmung kann ihre volle Dämmwirkung nur entfalten, wenn die Dampfbremse sauber verlegt und sehr exakt an die aufgehenden Bauteile angeschlossen wurde. So haben wir die Folie zum Beispiel an den Betondrempel und die Giebel in Schlaufenform angeschlossen und doppelt verklebt, sodass selbst wenn es einmal zu Bauteilbewegungen kommen sollte, nicht mit Rissen an diesen sensiblen Stellen zu rechnen ist“, so der Bausachverständige.
Vario® DoubleFit, die aus zwei spezialisierten, eigenständigen Dichtstoffen besteht. Zuverlässig lassen sich mit dieser 2-in-1-Lösung unterschiedlichste Untergründe und Folien sicher miteinander verkleben. Foto: Saint-Gobain ISOVER G+H
Zwischen- und Aufsparren-Dämmung für zeitgemäßen Wärmeschutz
Auf die Klimamembran verlegte das Dachdeckerteam anschließend eine 160 mm starke Zwischensparren-Dämmung aus ULTIMATE Klemmfilz-035 und eine 120 mm starke Lage der Aufsparren-Dämmung ULTIMATE Integra AP SupraPlus-032. Beide Dämmsysteme basieren auf der Hochleistungs-Mineralwolle ULTIMATE von ISOVER, die nicht nur über eine hohe Wärmedämmwirkung verfügt, sondern auch die entscheidenden Vorteile von Stein- und Glaswolle in sich vereint.Leicht und flexibel wie Glaswolle sowie mit den hervorragenden Brandschutzeigenschaften von Steinwolle (Schmelzpunkt ≥ 1.000 °C) ausgestattet, wird sowohl die Verarbeitung vereinfacht als auch ein hohes Maß an Sicherheit in die Konstruktion eingebracht. „Gerade wenn die Räume direkt unter dem Dach bewohnt werden, spielt der Brandschutz immer eine wichtige Rolle. Dank der nichtbrennbaren ISOVER Systeme jedoch ein Aspekt, über den man sich als Planer, Verarbeiter und Bauherr keine weiteren Gedanken machen muss“, so Martin weiter.
Fassadendämmung bereits bei der Dachplanung berücksichtigt
Fixiert wurde die Aufsparren-Dämmung mit einer Konterlattung (40 x 60 mm) und den zum Dämmsystem gehörenden Integra AB twin-UD Spezialbefestigern. Um die Unterdeckbahn vor Durchdringungen durch die Schrauben zu schützen, wurde zuvor das schlagregensichere Nageldichtband Vario® AntiSpike auf die Aufsparren-Dämmung geklebt.Bei der nachfolgenden Dacheindeckung mit verblechten An- und Abschlüssen hat Architekt Andreas-Michael Martin besonderen Wert auf das farbliche Zusammenspiel und die ursprüngliche Gestaltung des Hauses gelegt. So erfolgte die moderne Dacheindeckung in Anlehnung an die ehemalige Faserzementeindeckung mit Glattziegeln im Farbton Edelschiefer. „Diese puristischen und edel anmutenden Flachziegel werten Dächer im minimalistischen Baustil zusätzlich auf und unterstreichen die heutige moderne Architektur. Gerade wegen ihrer schlichten Form lassen sich durch geradliniges oder versetztes Verlegen interessante Eindeckungen realisieren“, betont Architekt Andreas-Michael Martin.
Diese vorausschauende und sorgfältige Planung ist nicht nur für die weiteren Sanierungsschritte der Fassade von großem Vorteil. Die hierfür gewählten schiefergrauen ,vorbewitterten’ RHEINZINK-Titanzinkprodukte der prePATINA Line im Zusammenspiel mit dem Dachentwässerungssystem aus farblich passenden halbrunden Dachrinnen verleihen dem Gesamterscheinungsbild ein besonderes Architekturdetail.“

PREFA-Dachsysteme