Massive Vorteile bei der Ökobilanz

Die Nachhaltigkeit verwendeter Baustoffe spielt heute eine zunehmend wichtige Rolle. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass massives Mauerwerk aus Leichtbeton diesbezüglich hohen Anforderungen gerecht wird.
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Nachhaltig mit Leichtbeton gebautes Haus
Für den Bau eines nachhaltigen Hauses spielen Wandbaustoffe eine wichtige Rolle: Leichtbetonsteine erfüllen dabei höchste Ansprüche. So überzeugen sie – dank hoher Wärmedämmung sowie Recyclingfähigkeit – mit einer sehr guten Ökobilanz. Foto: Bundesverband Leichtbeton e.V. / Franz Carl Nüdling
Immer mehr Menschen unterstützen Forderungen nach Klima- und Ressourcenschutz, mit dem Ziel einer zukunftsfähigen Lebensweise. Inzwischen werden die Grundsätze der Nachhaltigkeit auch bei der Planung von Bauvorhaben zunehmend berücksichtigt – nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch bei Kindergärten, Schulen oder Verwaltungsgebäuden. Vor diesem Hintergrund spielt die Wahl des passenden Wandbaustoffes eine wichtige Rolle. Auf den ersten Blick scheinen in Sachen Nachhaltigkeit bestimmte Baustoffe im Vorteil zu sein: So punktet Holz im öffentlichen Diskurs etwa als nachwachsender Rohstoff, der zu Lebzeiten Kohlenstoffdioxid bindet. Wie klimafreundlich eine Bauweise tatsächlich ist, zeigt sich aber erst bei der gesamten Lebenszyklus-Betrachtung.
 
Leichtbetonsteine für das Plus an Wohngesundheit
Als rein mineralischer Wandbaustoff wirkt ein Mauerwerk aus Leichtbeton sich positiv auf die Wohngesundheit aus. Foto: Bundesverband Leichtbeton e.V. / Trasswerke Meurin

Ganzheitliche Betrachtung der Ökobilanz 

„Berücksichtigt man alle Aspekte – vom Ressourceneinsatz über die Nutzungsphase bis hin zur anschließenden Wiederverwertbarkeit – zeigt sich, dass Häuser aus Leichtbeton und Holzbauten eine vergleichbar gute CO2-Bilanz aufweisen“, erklärt Dr.-Ing. Sebastian Pohl von den Life Cycle Engineering Experts (LCEE, Darmstadt). „Je länger der Lebenszyklus des Gebäudes ist, desto vorteilhafter erweist sich aber die Massivbauweise.“

Sowohl bei der Produktion konstruktiver Holzwerkstoffe als auch massiver Mauersteine wird Energie verbraucht – und damit CO2 freigesetzt. Leichtbetonsteine bestehen allerdings aus natürlichem Bims oder Blähton und müssen daher materialbedingt nicht wie andere Mauerwerksgattungen im Ofen gebrannt oder bei hohen Temperaturen gehärtet werden. Diesem Umstand verdanken sie bereits in der Herstellungsphase eine vergleichsweise gute Ökobilanz.
 
Lebenszyklus-Betrachtung: Leichtbeton vs. Holzbau
Wie nachhaltig eine Bauweise wirklich ist, zeigt sich erst bei der gesamten Lebenszyklus-Betrachtung. Demnach weist massives Mauerwerk aus Leichtbeton im Vergleich zu Holzbauten kaum Unterschiede in der CO2-Bilanz auf. Foto: Life Cycle Engineering Experts
„Außerdem entscheidend ist der Energieverbrauch während der Nutzungsphase eines Gebäudes“, führt Pohl aus. „Hier ist Leichtbeton-Mauerwerk aufgrund seiner höheren Wärmespeicherfähigkeit im Vorteil gegenüber Holz.“ So können die massiven Außenwände Wärme länger speichern und bei Bedarf zeitverzögert wieder abgeben. Auf diese Weise helfen sie, wertvolle Energie einzusparen – und senken gleichzeitig die Heizkosten.

Und auch über die Nutzungsdauer hinaus ist die massive Leichtbetonbauweise umweltfreundlich: So kann der mineralische Wandbaustoff nahezu vollständig recycelt und dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden. Altholz aus dem Gebäuderückbau wird hingegen überwiegend verbrannt, wobei das eingespeicherte CO2 und weitere Treibhausgase freigesetzt werden.
 
Ein Mauerwerk aus Leichtbeton ist hochwärmedämmend
Mauerwerk aus Leichtbeton ist hochwärmedämmend und hilft so, wertvolle Energie einzusparen. Foto: Bundesverband Leichtbeton e.V. / Trasswerke Meurin

Umwelt und Gesundheit etwas Gutes tun

Mauerwerk aus Leichtbeton weist aber nicht nur eine gute Ökobilanz auf, sondern sorgt auch für eine wohngesunde Umgebung. Ein wichtiger Faktor für gute Raumluftqualität ist etwa die Schadstoffbelastung. „Anders als mineralische Baustoffe sind Holzwerkstoffe nicht grundsätzlich emissionsarm, da sie häufig technische Maßnahmen zur Formgebung sowie zum Schutz vor Feuchte und Feuer benötigen“, erklärt Pohl. Dies kann dazu führen, dass sogenannte flüchtige organische Verbindungen (VOC) an die Raumluft abgegeben werden. Da Leichtbetonsteine ausschließlich aus natürlichen Ressourcen entstehen, besteht diese Gefahr hier nicht. „Mauerwerk aus Leichtbeton ermöglicht also nicht nur nachhaltiges Bauen, sondern trägt gleichzeitig auch zu einem wohngesunden Umfeld bei“, fasst Pohl zusammen.

Quelle22.05.2021
Bundesverband Leichtbeton e. V.

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