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Speichern statt dämmen

Im Mittelmeerraum baut man seit jeher so, dass die Temperaturen im Haus auch im Hochsommer erträglich bleiben. Nach der Rekordhitze 2018 muss man kein Prophet sein für die Prognose, dass es solche Sommer auch in Deutschland immer öfter geben wird.
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Speicherung der Sonnenwärme im Mauerwerk
Wandkonstruktionen aus Mauerwerk sind in der Lage, die Sonnenwärme einzuspeichern und in kühleren Momenten wieder an den Raum abzugeben. Foto: djd / DGfM / KS-Bayern
Muss man sich an südliche Verhältnisse gewöhnen, sollte man auch entsprechend bauen. Sommerlicher Hitzeschutz sollte in diesem Zusammenhang viel stärker als bisher in die Gebäudeplanung einfließen.
 
Massive Wände gleichen Temperaturschwankungen aus
Massive Wände gleichen Schwankungen der Außentemperatur wirkungsvoll aus und sorgen stets für ein angenehmes Wohnklima. Foto: djd / DGfM / Bundesverband Kalksandsteinindustrie

Die Wärmespeicherfähigkeit von Baustoffen ausnutzen

Jedes Kind weiß: Ein Stein, der von der Sonne beschienen wurde, fühlt sich immer noch angenehm warm an, auch wenn die Sonne längst untergegangen ist. Bereits Kinder begreifen demnach intuitiv ein einfaches physikalisches Prinzip: Je schwerer, je kompakter ein Material ist, desto mehr Wärmeenergie nimmt es auf, speichert sie und gibt diese als Strahlung wieder an eine kühlere Umgebung ab.
 
Immer angenehme Wohntemperatur
Ob Sommer, Herbst oder Winter – Bauherren, die auf massives Mauerwerk setzen, müssen sich um die Wohntemperatur keine Sorgen machen. Foto: djd / DGfM / Unipor
Eine Studie des Bayerischen Landesamtes für Umwelt ergab, dass Gebäude aus Mauerwerk durch diese Wärmepufferung eine zusätzliche Heizersparnis gegenüber Leichtbauten von bis zu zehn Prozent erreichen, weil sie die heizfreie Periode verlängern. Derselbe Wärmepuffereffekt des Mauerwerks vermeidet im Sommer die Überhitzung des Hauses.
 
Im Sommer angenehm kühl
Dank der Schwere der Außenwand bleibt es in Mauerwerksbauten im Sommer angenehm kühl. Foto: djd / DGfM / Markus Löw
Für dieses Thema interessieren sich im Übrigen immer mehr Bauwillige: Eine Umfrage des Instituts für Bauforschung (IFB) ergab im vergangenen Jahr, dass die Wärmespeicherfähigkeit der Wandbaustoffe an Bedeutung gewinnt. Mehr als die Hälfte aller Befragten ließ sich zum Thema sommerlicher Hitzeschutz beraten, darunter vor allem diejenigen, die auf ein Haus aus Mauerwerk setzten.
 
Wertbeständiger Wohnraum für Generationen
Massives Mauerwerk sorgt nicht nur ganzjährig für angenehme Temperaturen, sondern bietet soliden, wertbeständigen Wohnraum für Generationen. Foto: djd / DGfM / Bisotherm / M. Heinrich

Nachhaltige Gebäude bestehen aus hochwertigen Wandbaustoffen

Mit Anlagentechnik lässt sich zwar ganzjährig jede gewünschte Temperatur erzeugen. Wer sich darauf verlässt, sollte aber bedenken, dass die Technik meist sehr aufwendig ist, ständiger Wartung bedarf und laut einschlägiger Gutachten kaum länger als 25 Jahre hält. Der Ersatz veralteter Technik kann sehr teuer werden, ganz zu schweigen vom Mehraufwand an Energie fürs Heizen und Kühlen.
 
Mauerwerk als entscheidender Wärmefaktor
Ein entscheidender Faktor dafür, dass man sich in einem Haus zu jeder Jahreszeit wohlfühlt, kann eine Außenwand aus Mauerwerk sein. Foto: djd / DGfM / Xella Ytong / A. Meichsner
Nachhaltiger ist es, sich auf die Temperaturspeicherfähigkeit von Baustoffen wie Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton oder Leichtbeton zu besinnen. Diese sorgen nicht nur ganzjährig für angenehme Temperaturen, sondern bieten soliden, wertbeständigen Wohnraum für Generationen. 

Quelle09.11.2019
Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

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