
Lochbleche sind als Material stabil und dennoch vielseitig verwendbar und formbar. Das macht sie zu einem der wichtigsten Verarbeitungsmaterialien im Anlage-, Maschinen- und Apparatebau. Verschiedene Verzinkungs- und Galvanisierungsverfahren etwa benötigen Schleuderkörbe aus gelochten Blechen, um Kleinteile zu verzinken. Schaltschränke brauchen ein besonders luftiges Lochblech, welches auch optischen Aspekten genügt. Die Lochbleche an den Seiten sorgen für optimale Luftzirkulation und verhindern damit das Überhitzen von Geräten. In der Landwirtschaft kommen Bleche unterschiedlichster Art für Schüttelsiebe oder Waschtrommeln zum Einsatz. In der Lebensmittelindustrie müssen Backofenbelüftungsbleche höchsten Anforderungen gerecht werden.
Lochbleche werden für die weiterverarbeitende Industrie auf hochpräzisen Perforierpressen, aber auch durch Bohren und Fräsen hergestellt. Abgestimmt auf jeden speziellen Verwendungszweck werden Lochbleche in unterschiedlichsten Materialien und mit individuellen Lochbildern hergestellt. Man unterscheidet je nach Anwendung in Haupt- (Rund- oder Quadratloch) oder Sonderlochformen (Sechskant-, Rauten- und Sternloch). Neben den klassischen Materialien Stahl, Edelstahl und Aluminium sind auch die Lochung anderer Materialien wie zum Beispiel Kupfer, Zink, Messing und sogar Kunststoff möglich.
Im Rahmen der RAL Gütesicherung für Lochbleche werden die Anforderungen (Maße, Toleranzen, etc.) an Lochbleche und Coils (Bandstahlrollen) aus warmgewalztem Stahl mit einer Zugfestigkeit bis zu 500 N/mm² festgelegt.
