
1. Dach prüfen
„Vor Beginn der Sturmperiode sollten Eigentümer ihr Dach von einem Handwerksbetrieb checken lassen“, rät Holm Breitkopf von der BHW Bausparkasse. Die Profis ersetzen beschädigte Dachpfannen, damit kein Wasser in den Dachstuhl eindringt und Schimmel in der Dämmung verursacht. Bei Sturm können sich Pfannen lösen und in die Tiefe stürzen. Als präventive Maßnahme helfen Sturmklammern.2. Regenrinnen und Fallrohre säubern
Im Herbst sammelt sich oft viel Laub in Dachrinnen und Fallrohren. Fließt das Regenwasser nicht ab und spritzt an die Hausfassade, kann es dort Schäden anrichten. Daher: Dachrinnen checken und Laub entfernen. Regenrinnengitter halten das Herbstlaub gleich draußen.3. Fassade, Fenster und Türen abdichten
Brüchige Isolierungen, Risse in der Fassade sowie poröse Dichtungen an Türen und Fenstern sollten repariert werden, damit keine Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringt. Stauwasser kann bei Kälte gefrieren und Putz absprengen. Roll-läden oder fest verankerte Fensterläden bieten Schutz vor Stürmen.4. Keller absichern
Starkregen birgt das Risiko, dass Kanalnetze völlig überlastet werden. Das Wasser strömt dann durch die Abwasserleitungen zurück ins Haus. Nachträglich eine Rückstausicherung oder Hebeanlage einbauen!5. Gut versichern
„Nur etwa die Hälfte der Gebäude ist gegen Naturgefahren versichert. Hausbesitzer sollten Schutzmaßnahmen ergreifen und den Abschluss einer Elementarschadenversicherung prüfen“, rät der Experte von BHW. Die Wohngebäude-und Hausratversicherung haftet für Schäden bei Sturm und Hagel, nicht jedoch bei Starkregen oder Hochwasser.Resümee von Karsten Mueller (Redaktion “bauen.com“)
Extremwetterereignisse können an Häusern massive Schäden verursachen, etwa durch Sturm, Starkregen oder Überflutungen. Wer Dach, Entwässerung, Fassade, Keller und Versicherungsstatus regelmäßig prüft und gezielt vorsorgt, senkt das Risiko teurer Folgeschäden deutlich. Prävention und passende Absicherung sind entscheidend, um Gebäude langfristig zu schützen.
