03.10.2025

Wenig Eigenkapital – so kann die Familie helfen

Eigenkapital ist meist die Achillesferse junger Menschen, die sich eigene vier Wände wünschen. Eltern haben unterschiedliche Möglichkeiten, ihnen finanziell den Rücken zu stärken. Das geht ohne direkte Geldgeschenke – zum Beispiel mit einem zinsfreien Darlehen, einem Bausparvertrag oder einem Mietkauf.
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Anschubhilfe: Eigenheimerwerb ist ein Projekt für die ganze Familie. Bild Nr. 6725, Quelle: SchwörerHaus / J. Lippert
Anschubhilfe: Eigenheimerwerb ist ein Projekt für die ganze Familie. Bild: Nr. 6725, Quelle: SchwörerHaus / J. Lippert
Für ei­ne Ei­gen­tums­woh­nung mit 70 Qua­drat­me­tern Wohn­flä­che zahlt man im Mit­tel über 220.000 Eu­ro. Für ei­ne so­li­de Fi­nan­zie­rung müss­ten Käu­fer da­für über 50.000 Eu­ro Ei­gen­ka­pi­tal ein­brin­gen. Oft kön­nen El­tern und An­ge­hö­ri­ge hel­fen.

Schrift­lich ver­ein­bart

Ei­ne Op­ti­on für jun­ge Käu­fer, die Lü­cke im Bud­get für das Ei­gen­heim zu schlie­ßen, ist ein zins­frei­es oder zins­güns­ti­ges Ver­wand­ten­dar­le­hen. Da­mit kann der Kre­dit bei der Bank klei­ner aus­fal­len. „Man soll­te die Ver­ein­ba­rung auf je­den Fall schrift­lich fest­hal­ten“, rät Tho­mas Mau von der BHW Bau­spar­kas­se. „Ein Ver­trag ver­hin­dert spä­te­re Kon­flik­te.“ Ban­ken er­ken­nen das Dar­le­hen als Er­satz für Ei­gen­ka­pi­tal an, wenn es als Nach­rang­dar­le­hen auf­ge­setzt wird – so si­chert sich die Bank bei Zah­lungs­aus­fäl­len ab.

Ge­schenk­ter Bau­stein

Wol­len El­tern oder Gro­ß­el­tern ei­nen Bau­spar­ver­trag selbst nicht mehr ein­lö­sen, kön­nen sie die­sen an die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on ab­tre­ten. Vor­teil: Ban­ken er­ken­nen ihn als Ei­gen­ka­pi­tal an und ge­wäh­ren güns­ti­ge­re Kon­di­tio­nen für ein Hy­po­the­ken­dar­le­hen. „Wer ei­nen Bau­spar­ver­trag ver­schen­ken will, stellt den An­trag bei­der Bau­spar­kas­se“, so Mau. Nach ei­ner Prü­fung wer­den al­le Rech­te und Pflich­ten über­tra­gen, dies gilt für Gut­ha­ben und den An­spruch auf das Bau­spar­dar­le­hen.

Omas Häus­chen

Ei­ne wei­te­re Idee: Gro­ß­el­tern oder On­kel und Tan­te kön­nen ih­re Im­mo­bi­lie per Miet­kauf wei­ter­ge­ben. Die Jun­gen zie­hen in das Haus, brau­chen kein oder we­nig Ei­gen­ka­pi­tal und auch kein Bau­dar­le­hen. Ei­gen­tü­mer wer­den sie erst nach ei­ner fest­ge­setz­ten Frist, bis da­hin wird die Im­mo­bi­lie über die Mie­te ab­be­zahlt. „Auch bei ei­nem Miet­kauf gilt es, Eck­da­ten wie das Vor­ge­hen bei Sa­nie­run­gen was­ser­dicht zu fi­xie­ren“, so der Ex­per­te von BHW. Da­mit das fa­mi­liä­re Ar­ran­ge­ment der Prü­fung durch das Fi­nanz­amt stand­hält.

Resümee von Karsten Mueller (Redaktion “bauen.com“)
Eltern können jungen Menschen beim Eigenheimerwerb helfen, ohne direkt Geld zu verschenken. Zinsfreie Darlehen, verschenkte oder übertragene Bausparverträge und Modelle wie Mietkauf erleichtern den Start. Wichtig ist dabei stets eine klare schriftliche Vereinbarung, damit Banken das Kapital anerkennen und Konflikte vermieden werden.
Quelle
BHW Bausparkasse / Postbank / Deutsche Bank AG


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