17.04.2024

Was ist bei einem Gerüst zu beachten?

Ein Gerüst besteht in der Regel aus Stahl, Aluminium oder Holz und wird aus diversen Bauteilen zusammengesetzt. Letztgenannte sind höhen- und breitenverstellbar. Unterschieden wird zwischen den Arbeitsgerüsten, Schutzgerüsten und Traggerüsten. Die vorübergehenden Konstruktionen erleichtern Arbeiten ab einer von Höhe von wenigen Metern. 
get social
Doch wann lohnt sich ein Gerüst und wie können Bauherren Sicherheit gewährleisten? Und können diese das Gerüst selbst aufbauen? 
 
Was ist bei einem Gerüst zu beachten? Foto: Jessy Smith / Unsplash.com
Was ist bei einem Gerüst zu beachten? Foto: Jessy Smith / Unsplash.com

Für was braucht man ein Gerüst?

Wer ein Haus baut oder renoviert, die Fenster austauscht oder die Fassade streicht, setzt in der Regel auf ein sicheres Gerüst. Der Grund: Bauherren müssen eine ausreichende Arbeitssicherheit gewährleisten. Andernfalls können diese im Schadenfall haftbar gemacht werden. 
 
Dabei gilt: Das hochwertige Gerüst von Leiternprofi24 wird benötigt, sobald Arbeiten an einem Gebäude ab einer Höhe von 3 Metern durchgeführt werden. 

Tipps für die Sicherheit: Worauf muss man bei einem Gerüst achten?

Beim Hausbau kommen Hausherren nicht um sichere Gerüste vom Fachmann herum. Um die notwendigen Sicherheitsstandards zu erfüllen, müssen Hausherren jedoch einige wichtige Punkte beachten. Wir liefern vier praktische Tipps zur Nutzung von Gerüsten! 

Tipp 1: Jedes Gerüst muss überprüft werden

Eines steht fest: Die Arbeit auf Gerüsten birgt Gefahren. Deswegen müssen Verantwortliche nach dem Gerüstaufbau sicherstellen, dass die Gerüste betriebssicher ausfallen. Dafür überprüfen diese die Gestelle an der Fassade und protokollieren die Prüfung. Des Weiteren sollten diese eine Gerüst-Kennzeichnung anbringen. 

Tipp 2: Nur Befugte dürfen das Gerüst betreten 

Familienmitglieder und Freunde helfen bei dem Hausbau. Kommen Gerüste zum Einsatz, dürfen diese jedoch nicht von jedem Helfer betreten werden. Wichtig ist, dass nur geschultes Personal das Gerüst erklimmt. Dieses muss eine Berufsausbildung im Gerüstbauer-Handwerk sowie Erfahrung aufweisen. 

Außerdem dürfen Gerüstbau-Obermonteure, Poliere und Gerüstbaumeister die Gerüste betreten. Gleiches gilt, wenn eine bauhandwerkliche Ausbildung, praktische Erfahrung, Kenntnisse über Gerüste und Regelungen oder eine Orientierung zum Auf-, Um- und Abbau von Gerüsten vorliegen. 

Tipp 3: Vor dem Arbeiten muss eine Sichtkontrolle erfolgen 

Gerüste mit Mängeln dürfen nicht verwendet werden. Um das Gefahrenpotenzial zu reduzieren, muss vor jeder Nutzung der Gerüste eine Sichtkontrolle erfolgen. So können Experten offensichtliche Mängel ausmachen. 

Dabei stellen diese sich folgende Fragen: 
  • Handelt es sich um einen tragfähigen Untergrund?
  • Sind die Verankerungen vorhanden?
  • Sind die Gerüstbeläge in einem einwandfreien Zustand?
  • Reicht der Seitenschutz aus?
  • Wird der vorgeschriebene Abstand zu Gebäudeteilen von 0,3 Metern eingehalten?
  • Sind die Fahr- oder Rollgerüste gesichert und können nicht wegrollen?
  • Wackelt das Gerüst?
  • Steht das Gerüst senkrecht?

Tipp 4: Das Gerüst darf ausschließlich sachgemäß genutzt werden

Ein Gerüst darf nur die zulässigen Lasten tragen. Der Grund: Jedes Gerüst ist für eine Höchstlast ausgelegt. Wird diese überschritten, steigt das Unfallrisiko. Informationen über die Lastklasse enthält die Aufbauanleitung des Herstellers. Auf einigen Gerüsten wie Fanggerüsten dürfen außerdem keine Geräte oder Materialien abgestellt werden. 

Bevor Beschäftigte das Gerüst betreten, muss eine Unterweisung erfolgen. Hier werden sie darüber unterrichtet, welches Verhalten erlaubt ist. Verboten ist zum Beispiel das Springen auf Gerüsten oder das Werfen von Gegenständen auf das Gerüst. 

Kann man ein Gerüst alleine aufbauen?

Ganz gleich, ob das Gerüst beim Hausbau, bei der Renovierung oder bei der ökologischen Modernisierung eingesetzt wird: Ein Gerüst darf selbst aufgebaut werden, sofern der Bauherr die Arbeiten selbst realisiert. Er haftet in diesem Fall für Schäden, die er selbst oder Fremde verursachen. 

Umso wichtiger ist es, dass alle Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Allerdings sollte ein Gerüst nur unter Aufsicht einer Person verwendet werden, die hierzu befähigt ist. Im Idealfall wenden sich Interessierte an fachkundige Personen oder professionelle Firmen. 

Das Fazit – wichtige Sicherheitsmaßnahmen beim Gerüstaufbau 

Im Baugewerbe zählen Stürze von Gerüsten zu den häufigsten Unfallarten. Um gefährliche Verletzungen zu vermeiden, sollten Hausherren Wert auf hohe Sicherheitsstandards legen. Laien wenden sich am besten an ein professionelles Unternehmen, das die Gerüste fachmännisch auf- und abbauen sowie nutzen kann. 

Wichtig ist, dass Verwender die Gerüste auf Mängel überprüfen und den Zugang auf befugte Personen beschränken. Vor jedem Arbeitstag muss eine Sichtkontrolle stattfinden und protokolliert werden. Außerdem sind Fehler in der Verwendung zu vermeiden. So darf zum Beispiel kein Material auf dem Gerüst gelagert oder auf das Gerüst geworfen werden. 

Quelle
c.c.


get social
Impressum - Datenschutz - AGB
MedienTeam Verlag GmbH & Co. KG - Verbindungsstraße 19 - D-40723 Hilden
Häuser - Hausbau - Ausbau - Technik - Draußen - Wohnen - News - Spezial - Gewinnspiel