10.08.2021

Kompostiersysteme – gute Erde selbstgemacht

Millionen Gartenbesitzer können ihre Grünanlage in ein Para- dies für Artenvielfalt verwandeln, indem sie auf Pflanzengifte und Torf ganz verzichten. Die Bio-Alternative ist der Kompost!
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Neuartige Systeme integrieren die Kompostierung, sparen Platz und sehen auch noch gut aus. Quelle: 6441 Maag Design / Rebekka Maag / BHW Bausparkasse
Neuartige Systeme integrieren die Kompostierung, sparen Platz und sehen auch noch gut aus. Quelle: 6441 Maag Design / Rebekka Maag / BHW Bausparkasse
Ein naturbelassener Garten steigert die Lebensqualität und gilt mehr denn je als Aushängeschild des Hauses. Immer öfter nutzen Eigentümer ihr Grün zur Selbstver- sorgung mit Obst und Gemüse.

Torf vermeiden – kompostieren

Für gesunden Wuchs und gute Ernte sind hochwertige Kompostsysteme sehr gefragt. Zumal sie den knapper werdenden Rohstoff Torf ersetzen. Pro Jahr werden hierzulande drei Millionen Kubikmeter Torfblumenerde verkauft, was rund 20 Prozent des gesamten Abbaus in den Torflagerstätten entspricht. Hobbygärtner, die auf das „schwarze Gold“ Komposterde umstellen, zeigen den grünen Daumen. Ihr hausgemachter Beitrag zum Naturschutz könnte enorme Wirkung erzielen: Allein in Bayern umfassen Gartengrundstücke eine Gesamtfläche von rund 137.000 Hektar.
Kompostiersysteme im Vormarsch
Um den fossilen Rohstoff Torf und umweltschädliche mineralische Düngemittel zu verbannen, ist Kompostieren das Mittel der Wahl für Naturgärtner. 30 Prozent des Abfallaufkommens aus Haushalten sind kompostier- und recycelbare Abfälle aus Küche und Garten. Der Kreislauf schließt sich, wenn diese Abfälle als Humus- und Nährstoffträger zum vitalisierenden Düngen wiederverwertet werden.

Schnell- oder Thermokomposter

Um das Kompostieren sauber und geruchsarm zu gestalten, werden unterschied- liche Arten von Kompostern angeboten. Auch problemlose Handhabung, wärme- dämmende Innenwände, geschlossenes System und gutes Design spielen eine Rolle. „Mittlerweile gibt es kompakte Schnell- oder Thermokomposter, die wie ein Turbo arbeiten und schon nach sechs bis acht Wochen ein gutes Ergebnis liefern“, sagt Krzysztof Pompa von der BHW Bausparkasse. „Herkömmliche Verfahren brauchen zwei Jahre und zusätzlichen Platz zum Umschichten des Komposts.“ Deshalb ist die Größe des Grundstücks bei der Wahl des Modells wichtig. Kleine Einsteigermodelle sind bereits für 30 Euro zu haben.

Quelle
BHW Bausparkasse


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