In den heißen Sommermonaten möchten viele Menschen auf der Terrasse oder dem Balkon ein kühles Getränk genießen. In der heißen Mittagszeit ist dieser Genuss aber fast völlig unmöglich. Abhilfe schafft da eine Markise. Sie bietet sowohl Sonnen- als auch Hitzeschutz. Zusätzlich hält das Markisen-Tuch einen großen Teil der schädlichen UV-Strahlung ab.
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Materialien für Markisen. Foto: modi74 / pixabay.com
Markisen spenden Schatten und lassen aber dennoch genug Luftzirkulation zu, damit es nicht zu einem Hitzestau kommen kann. Markisen sollten aber nicht nur einen Schutz vor der Sonne bieten, sondern auch bei Regen. Interessenten sollten sich deshalb vor dem Kauf einer Markise Gedanken um den Markisenstoff machen. Da gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Materialien.
Die Eigenschaften von Markisenstoffen
Die Markise ist nicht nur ein gespanntes Stück Stoff. Diese Tücher sollten auch über verschiedene Eigenschaften verfügen, unter anderem:
überzeugende Pflegeeigenschaften
wasser- und schmutzabweisend (beispielsweise durch Imprägnierung)
ausgezeichnete Optik
hohe Lichtechtheit
Farbbeständigkeit
reißfestes und elastisches Material
gutes Spann- und Rücksprungverhalten
Abhalten der UV-Strahlung (Angaben zum UPV beachten)
optimaler Sonnen- und Hitzeschutz
kein Hitzestau unter der Markise
witterungsbeständig.
All diese Eigenschaften kann ein normales Markisen-Tuch aus Baumwolle nicht gewährleisten. Deshalb haben sich drei verschiedene Materialien als Markisenstoff durchgesetzt – Acryl, PVC und Polyester.
Acryl als Markisenstoff
Der meistgenutzte Markisenstoff heutzutage ist Acryl. Acryl-Gewebe finden häufig Anwendung bei Gelenkarm-Markisen. Dieses Material verfügt über hervorragende Eigenschaften, beispielsweise:
bunte Design-Vielfalt
besonders lichtecht
UV-beständig
Fasern spinndüsengefärbt (tiefe Färbung des Materials)
meistens imprägniert (wasserabstoßend, schmutzabweisend, pilz- und sporenabtötend)
sehr gut haltbar
strapazierfähig.
Der Markisenstoff PVC
PVC ist ganz besonders reißfest, denn der Herstellungsprozess sorgt für ein extrem geringes Dehnungsverhalten. Das Tuch wird nach dem Weben in beide Richtungen straff gespannt und mit flüssigem PVC überzogen. Das Gewebe wird dadurch sehr schmutzabweisend und wetterfest. Variationen der PVC Markisen reichen von völlig blickdicht bis leicht durchscheinend. PVC wird hauptsächlich für starre Markisen eingesetzt, da dieses Gewebe ansonsten beim Ein- oder Ausfahren brechen könnte. Allerdings ist PVC zu 100% recyclebar.
Polyester-Gewebe als Markisenstoff
Polyester-Markisenstoff wird so ähnlich hergestellt wie PVC-Planen. Auch Polyester wird gespannt und mit flüssigem PVC überzogen. Dadurch erhält Polyester eine hohe Haltbarkeit und ein geringes Dehnungsverhalten. Es ist ebenfalls schmutz- und wasserabweisend. Das Material ist sehr leicht und eignet sich zur Beschattung großer Flächen. Polyester-Markisentücher müssen gesondert gegen UV-Strahlung geschützt werden. Die Nähte gibt es nicht nur aus Garn, sondern Verschweißen oder Kleben sind möglich.