Werbung
 
15.05.2017

Den richtigen DSL Anbieter finden - worin sich die Provider unterscheiden

Wird ein Eigenheim errichtet, ist eine sorgfältige Planung von großer Bedeutung, wenn das Bauprojekt reibungslos bezogen werden soll. Vor dem Hintergrund der anstehenden Aufgaben erscheint die Bestellung von DSL nur als eine unwichtige Nebensache - dabei kann es insbesondere bei einem Neuanschluss zu Kombination und langen Wartezeiten kommen. 


Nach der Bestellung vergehen üblicherweise einige Wochen, bis ein Anschluss geschaltet werden kann. Worauf sollte bei der Auswahl des Tarifs und des Anbieters geachtet werden, wo liegen die Unterschiede?
 
Den richtigen DSL Anbieter finden - worin sich die Provider unterscheiden. Foto: blickpixel / pixabay.com
Den richtigen DSL Anbieter finden - worin sich die Provider unterscheiden. Foto: blickpixel / pixabay.com

Verfügbarkeit

Um die DSL-Infrastruktur ist es in Deutschland leider nicht zum Besten bestellt: Obwohl die Bundesregierung es sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2018 jeden deutschen Haushalt mit einer Bandbreite von mehr als 50 Mbit/s zu versorgen, geht der Ausbau von schnellen Glasfaser nur schleppend voran. Doch nicht nur das schnelle VDSL mit Glasfaser-Technologie lässt auf sich warten, auch das konventionelle ADSL, welches üblicherweise Kupferkabel verwendet, ist nicht überall in der Bundesrepublik erhältlich. Aktuell gibt es noch mehrere 100.000 Haushalte, die schnelles Internet nur via LTE, also über das Mobilfunknetz, erreichen. Problematisch ist der Netzausbau wegen der hohen Kosten und der vergleichsweise geringen Erträge, die auf dem Land erwirtschaftet werden können. Wenn also ein Hausbau in einer ländlichen Region stattfindet, sollte in jedem Fall eine Online-Verfügbarkeitsprüfung bei einem DSL-Provider durchgeführt werden. Dazu ist es üblicherweise ausreichend, wenn die Adresse und die Ortsvorwahl eingegeben wird. Kommt es hier zu einem negativen Ergebnis, ist es kaum erfolgversprechend, eine Verfügbarkeitsprüfung bei anderen Anbietern durchzuführen. Denn sofern das DSL-Netz verwendet werden soll, ist die Deutsche Telekom mit dem Netzausbau beauftragt. Sämtliche Provider nutzen zumindest teilweise das Leitungsnetz der Telekom - insbesondere die "letzte Meile", also das Teilstück bis zum Hausanschluss des Kunden.
 

Kein DSL - welche Alternativen gibt es?

Steht kein DSL zur Verfügung, sollte sich nach Alternativen umgesehen werden. Denkbar ist schnelles Internet über das Kabelnetz, den Mobilfunkstandard LTE oder Satellit. 
 

Geschwindigkeit

Sofern die Frage der technischen Verfügbarkeit geklärt ist, sollte der richtige Tarif hinsichtlich der Geschwindigkeit gewählt werden. Üblicherweise nehmen die Provider heute eine Abstufung in den Kategorien bis 16 Mbit/s, bis 50 Mbit/s und bis 100 Mbit/s vor. Wenignutzer kommen problemlos auch mit der geringsten Bandbreite aus. Beim einfachen Surfen im Internet dürften sich ohnehin kaum Unterschiede bemerkbar machen, wenn die Leitung alleine genutzt wird. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen heute ihre Endgeräte ohnehin per WLAN verbinden, wodurch ein Übertragungsverlust entsteht.
 
Quelle: Netzsieger.de
Quelle: Netzsieger.de

Schnelle Verbindung für die ganze Familie

Das Vergleichsportal Netzsieger.de hat eine Übersicht erstellt, welche Geschwindigkeit bei welcher Nutzung sinnvoll ist. Die schnelleren Verbindungen sind vor allem dann interessant, wenn der Anschluss parallel von der ganzen Familie genutzt wird. Insbesondere anspruchsvolle Anwendungen wie Video-Streaming in hoher Auflösung sorgen dafür, dass ein großer Teil der Bandbreite beansprucht wird. Viele Provider haben auch sogenanntes IPTV im Sortiment, also den Fernsehempfang via DSL. Wer über diese Option nachdenkt, sollte dies mit einer schnellen Leitung ab 50 Mbit/s kombinieren.. Beachtet werden sollte allerdings auch, dass die preislichen Unterschiede hinsichtlich der gewählten Bandbreite vergleichsweise gering ausfallen. Es ist aber ebenso möglich, sich zunächst für einen günstigen Tarif zu entscheiden und die Geschwindigkeit gegebenenfalls hoch setzen zu lassen. Dafür ist kein neuer Termin mit dem Techniker notwendig, die Umschaltung kann zumeist schon nach einem kurzen Anruf bei der Hotline erfolgen.
 

Limitiertes Datenvolumen

Wichtiger könnte das sogenannte Highspeed-Volumen sein. Seit vielen Jahren ist die Geschwindigkeitslimitierung nach der Nutzung eines bestimmten Datenvolumens aus den Mobilfunknetzen bekannt. Seit einiger Zeit haben auch viele DSL-Provider entsprechende Klauseln in den Verträgen. Üblicherweise beschränkt sich das monatliche Datenlimit zwar auf einige 100 GB; wer häufig streamt oder seine Daten in der Cloud speichert, könnte dennoch an die Grenzen kommen.
 

Kombipakete

In Verbindung mit einem DSL-Tarif ist häufig von einer sogenannten "Doppelflat" oder gar "Dreifachflat" die Rede. Bei einer Doppelflat wird die DSL-Leitung mit einer Telefon-Flat in das deutsche Festnetz kombiniert. Üblicherweise ist eine solche Tarifgestaltung der Standard, bei einem möglichen Verzicht auf die Telefonie können wenige Euro im Monat gespart werden. Aus technischer Sicht ist es heute üblich, keine gesonderte Telefonleitung mehr zu schalten, sondern sogenanntes "Voice over IP", also eine Telefonie über die Datenleitung des DSL-Anschlusses bereitzustellen. Aus diesem Grund sind die Preisunterschiede eher gering.
 

IPTV als Ergänzung zum DSL-Anschluss

Bei der Dreifachflat wird der DSL-Anschluss zusätzlich zur Telefon-Flat noch mit IPTV, also dem Empfang von TV-Sendern kombiniert. Üblicherweise können die gängigen deutschen Sender in HD empfangen werden. Zusätzlich werden zumeist noch Pakete angeboten, die auch einen Empfang von Pay-TV-Sendern ermöglichen. Je nach Anbieter gibt es zumeist auch eine Zusammenarbeit mit einem "Video-on-Demand" Anbieter, sodass Filme und Serien ausgeliehen werden können. Damit der Empfang auch technisch möglich ist, wird ein entsprechender Receiver benötigt. Dafür fallen zumeist noch weitere Kosten an; viele Provider eben eine monatliche Miete. Der Vorteil liegt darin, dass sich häufig auch Fernsehprogramm aufnehmen lässt oder ein zeitversetztes Fernsehen erlaubt ist, weil der Receiver mit einer Festplatte ausgestattet wurde. Aus finanzieller Sicht kann sich das Paket durchaus lohnen, wenn ansonsten HD Sender auf anderem Wege kostenpflichtig empfangen wurden. 
 

Mit Mobilfunktarif kombinieren?

Der Trend, sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand zu beziehen, setzt sich allerdings noch weiter fort: Immer häufiger werden auch Mobilfunktarife angeboten, die sich einzeln nicht beziehen lassen. Ob die Kalkulation unter dem Strich aufgeht, hängt insbesondere im Mobilfunkbereich von den eigenen Anforderungen ab. Beachtet werden sollte allerdings, dass Provider mit eigenem Mobilfunknetz wie Vodafone oder O2 einen monatlichen Rabatt in Aussicht stellen, wenn ein bestehender Mobilfunktarif mit einem DSL-Angebot kombiniert wird.
 

Bereitstellungsgebühren

Wird der Tarif online abgeschlossen, werden üblicherweise keine Bereitstellungsgebühren erhoben - im Gegenteil: Neukunden werden zumeist mit üppigen Rabatten gelockt, sodass in den ersten Monaten nur geringe monatliche Beiträge gezahlt werden müssen. Obligatorisch ist diese Vorgehensweise allerdings nicht: einige Provider verlangen bis zu 99 Euro für den Anschluss. Auch wenn es sich dabei um einmalige Kosten handelt, sollte dieser Betrag durchaus berücksichtigt werden. Denn hinsichtlich der monatlichen Gebühren unterscheiden sich die Provider zumeist nur minimal, sodass die Bereitstellungsgebühren am Ende den Ausschlag geben können.
 

Sorgfältig vergleichen

Wie bereits erwähnt, verläuft die Anschaltung eines DSL-Anschlusses häufig nicht reibungslos. Aus diesem Grund ist es - anders als beispielsweise beim Stromanbieter - keinesfalls wünschenswert, den Anbieter nach dem Ende der Mindestvertragslaufzeit von zumeist zwei Jahren zu wechseln. Aus diesem Grund sollte ein Vergleich der Tarife besonders sorgfältig erfolgen. In den letzten Jahren sind die Kosten insbesondere für schnelle Leitungen gesunken, dennoch haben sich zwischen den Anbietern deutliche Unterschiede herausgebildet. In jedem Fall sollte also auf das klein Gedruckte geachtet werden, zumal sich auch die angebotene Hardware unterscheidet. Beinahe alle Provider bieten standardmäßig ein eigenes Endgerät an; nicht immer allerdings kostenfrei. Auch hinsichtlich der Hardware hat sich ein Mietmodell durchgesetzt, was den DSL-Tarif monatlich um einige Euro verteuern kann.

Quelle
n.o.






Impressum - Datenschutz - AGB
Unsere Portale: bauen.com - fertighaus.com - hausbau.net
MedienTeam Verlag GmbH & Co. KG - Hitdorfer Str. 35 - D-40764 Langenfeld
Häuser - Hausbau - Ausbau - Technik - Draußen - Wohnen - News - Spezial