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11.05.2017

Die erste "echte" Innovation im Flüssiggasmarkt seit Jahrzehnten

BioLPG kann die Energiewende im ländlichen Raum entscheidend vorantreiben: Bei Primagas können Privat- und Gewerbekunden, die keinen Zugang zum Erdgasnetz haben, erstmals BioLPG (biogenes Liquified Petroleum Gas) erhalten.


Diercks: Die erste echte Innovation im Flüssiggasmarkt seit Jahrzehnten. Foto: Primagas
Jobst-Dietrich Diercks ist seit 1999 Geschäftsführer und Sprecher der Primagas Energie GmbH & Co. KG. Der studierte Jurist (Rechtsanwalt) war vor seiner Tätigkeit bei Primagas unter anderem als Geschäftsführer für die Cosy Holding GmbH und die Sprint Tank GmbH sowie als Bereichsleiter Vertrieb Erdgas für die ESSO AG tätig. Foto: PRIMAGAS
Geschäftsführer Jobst-Dietrich Diercks erklärt, was das klimafreundliche neue Produkt für den Markt und für sein Unternehmen bedeutet. 
 

Herr Diercks, welchen Beitrag kann BioLPG für das Gelingen der Energiewende leisten?

Diercks: Die Energiewende ist bisher in erster Linie eine Stromwende – der Wärmemarkt hat erheblichen Nachholbedarf. Die energetische Sanierung von Wohnhäusern geht zu langsam voran. Auch bei der Modernisierung der Heizanlagen muss eigentlich mehr passieren, wenn der Gebäudebestand im Jahr 2050 kaum noch Treibhausgase verursachen soll. Als ein weiterer wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Wärmewende gilt der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien – und da sehen wir ein großes Potenzial für BioLPG.
 

Biogenes Flüssiggas wird jetzt erstmals durch Primagas in Deutschland vermarktet. Was bedeutet das neue Produkt für Ihre Branche?

Diercks: BioLPG stellt für den Flüssiggasmarkt die erste echte produktbezogene Innovation seit Jahrzehnten dar. Es ist ein komplett neues Produkt, das zu 100 Prozent aus organischen Rest- und Abfallstoffen sowie nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Damit ist BioLPG durch und durch ein sauberer und nachhaltiger Brennstoff.
 

Welches Potenzial sehen Sie für BioLPG?

Diercks: BioLPG wird für viele umweltbewusste private Endverbraucher und Unternehmer interessant sein. Da es biogenes Flüssiggas in Deutschland nur bei uns gibt, erwarten wir natürlich, neue Kunden gewinnen zu können. Für unsere umweltbewussten Bestandskunden ist BioLPG ebenso attraktiv, da sie ihre Heizungsanlage ohne zusätzliche Umbauten weiterhin nutzen können. Bei Gewerbekunden und der öffentlichen Hand sehen wir, dass sie umweltschonendes Wirtschaften zunehmend als Wettbewerbsfaktor entdecken bzw. in den Mittelpunkt rücken. Auch hier ergeben sich Absatzchancen für BioLPG.
 

Die Kapazitäten für die Herstellung werden voraussichtlich rasch wachsen. Wie schätzen Sie die Entwicklung des Marktanteils in den kommenden Jahren ein?

Diercks: Das hängt wesentlich davon ab, wann der deutsche Gesetzgeber BioLPG mit anderen aus Biomasse hergestellten Brennstoffen gleichsetzt. Wir werben daher für eine angemessene Berücksichtigung von biogenem Flüssiggas in der Energieeinsparverordnung und im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz. Dadurch dürfte die Nachfrage stark ansteigen. Die dena hat für uns errechnet, dass innerhalb kurzer Zeit 200.000 Tonnen BioLPG jährlich hergestellt werden können. Die Menge entspricht rund 17 Prozent des heute zum Heizen verwendeten Flüssiggases. Das wäre ein wichtiger Beitrag zu einer klimaschonenden Wärmeversorgung und zum Gelingen der Energiewende insgesamt.







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