Gewächshaus selbst planen und bauen

Selbst ist der Mann oder auch die Frau, heißt die Devise. Zwar lassen sich Gewächshäuser und Co. auch fertig kaufen, jedoch kann man beim Eigenbau seine individuelle Kreativität ausleben. Heimwerken gehört für viele Menschen zur Freizeitgestaltung. Insbesondere am Wochenende werden Wasserhähne repariert, Möbel abgeschliffen und Zäune gezogen.
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Gewächshaus selbst planen und bauen. Foto: pixabay.com
Gewächshaus selbst planen und bauen. Foto: pixabay.com
Für jede Art von Arbeiten gibt es im Internet und auf dem Büchermarkt Do-it-yourself-Anleitungen. Sie helfen uns, ein neues Vorhaben zu planen und fachgerecht auszuführen. Wer nicht gerade über zwei linke Hände verfügt, kann sich etwas Einmaliges nach eigenem Geschmack erschaffen.

Vielfältige Einsatzbereiche für Stegplatten

Werkzeuge und Materialien jeder Art finden sich leicht in on- und offline Baumärkten. Für individuelle Projekte wie Gewächshäuser, Carports, Terrassenüberdachungen und Sichtschutz liegt der Trend bei Stegplatten aus Acrylglas. Sie sind bekannt für ihre hohe Lichtdurchlässigkeit, darüber hinaus sind die Produkte gegen UV-Licht unempfindlich. Dies begründet ihre lange Haltbarkeit, selbst nach mehreren Jahren wird der Werkstoff nicht matt. Zuschnitte machen es dem Heimwerker leicht, diese in ihr geplantes Bauvorhaben zu integrieren.

Tipps für den Bau eines Gewächshauses

  • Ein Gewächshaus sollte am sonnigsten, wärmsten Platz im Garten stehen.
  • Für den Rahmen empfiehlt sich Holz, beispielsweise sind Balken von 5 x 5 Zentimetern gut geeignet, die vor der Verarbeitung zweimal imprägniert und mit einer Holzschutzlasur gestrichen werden.
  • Hochwertige Stegplatten bieten Bruchsicherheit und Hagelfestigkeit.
  • Man hat beispielsweise die Wahl zwischen einem Beton- oder Ringfundament aus Rasenkantensteinen.
 
Gewächshaus selbst planen und bauen. Foto: pixabay.com
Gewächshaus selbst planen und bauen. Foto: pixabay.com

Einzelne Bauschritte für ein Gewächshaus:

  1. Zunächst werden die Rahmen für die Seiten- und Dachteile und eventuell gewünschten Türen gebaut. Am besten nutzt man Winkeleisen für die Verbindung der einzelnen Holzbalken.
  2. Der fertige Korpus wird mit dem Beton- oder Ringfundament sicher verbunden, um Sturmfestigkeit zu erreichen.
  3. Vor dem Einbau sollten die Stegplatten mit U-Profilen verschlossen werden, damit weder Schmutz noch Feuchtigkeit eindringen können.
  4. Letzter Schritt ist das Einsetzen der Platten. Da diese Raum benötigen, um sich je nach Temperatur auszudehnen oder zusammenzuziehen, darf keine starre Verbindung mit dem Rahmen erfolgen. Am besten schraubt man auf die tragenden Holzbalken eine Leiste in Plattenstärke. Darauf kommt ein schmales Brett, dass die Platte an den Balken drückt. Damit der Druck nicht zu stark wird, kann man Abstandshalter, beispielsweise kleine Stücke eines Aluminiumrohres, dazwischen platzieren. Sie verhindern, dass die Schrauben zu fest angezogen werden können.

Ideen zur Errichtung eines Carports mit Stegplatten

Auch für ein Carport sind Kunststoff-Stegplatten bestens geeignet. Sie verfügen über ein leichtes Gewicht, sind preisgünstig und großflächig zu montieren. Für den Unterbau, der aus Pfosten und einem Dachrahmen besteht, kommt entweder Holz oder Aluminium zum Einsatz. Am häufigsten wird ersteres verwendet. Als Überdeckung bietet sich ein Flachdach an, es erfordert am wenigstens Zeit und Material. Beachten sollte man, dass für die Errichtung eines Carports eine Baugenehmigung einzuholen ist. Den Bauplan kann man selbst anfertigen, er dient gleichzeitig als Grundlage für die anstehenden Arbeiten.

Wer höhenverstellbare Fußträger nutzt, kann das Nivellieren beim Aufrichten leichter steuern. Nachteilig ist, dass diese weniger stabil sind, zudem eine Aussteifung erfordern. Mit mehr Arbeitsaufwand sind einbetonierte Fußträger verbunden, jedoch verfügen Sie über eine höhere Stabilität. Außerdem besteht nicht immer die Notwendigkeit für eine seitliche Aussteifung mit Kopfbändern.

Am besten beginnt man mit dem Abstützen von Pfosten und Pfetten mit Sprießen. Auch vier Helfer können diese seitlich stützen. Danach wird die Balkenlage komplett verteilt und befestigt, darüber hinaus eine Querversteifung zur Stabilisierung angebracht. Nächster Schritt ist die Montage der Stirnbretter. Sind diese Arbeiten ausgeführt, können die Stegplatten verlegt werden. Zuletzt befestigt man die Fußträger.
 
Gewächshaus selbst planen und bauen. Foto: pixabay.com
Gewächshaus selbst planen und bauen. Foto: pixabay.com

Eignung von Doppelstegplatten als Sichtschutz

Doppelstegplatten, beispielsweise mit attraktiver Farbtönung, lassen sich gut als Sichtschutz einsetzen. Die Errichtung ist deutlich leichter als beispielsweise eine Mauer, die das Licht wegnimmt und Schatten wirft. Stegplatten sind blickdicht und streuen das einfallende Sonnenlicht angenehm. Dadurch wird der Außenbereich vor Überhitzung geschützt. Die Materialien Acrylglas und Polycarbonat verfügen im Vergleich zu echtem Glas über ein deutlich geringeres Gewicht. Weiterhin bieten Sie eine hohe Schlagfestigkeit, wodurch Verletzungen und Unfälle vermieden werden. Beschädigungen sind selten, sodass man sie über einen langen Zeitraum nutzen kann.

Stegplatten selbst zuschneiden

Letztendlich ist bei allen Arbeiten in Eigenregie die Planung das A und O für das Gelingen eines Vorhabens. Am besten fertigt man zuvor eine Zeichnung an, die auch alle Maße für die benötigten Bauteile beinhaltet. Stegplatten können individuell vom Anbieter zugeschnitten werden. Außerdem lassen sie sich mit Kreis-, Stich- und Handsägen selbst in die passende Form bringen. Das Sägeblatt sollte feinzahnig sein. Die besten Ergebnisse beim Schneiden von Doppelstegplatten liefern Tauch- und Tischkreissägen. Mit ihnen kann schnell und präzise geschnitten werden. Zusätzliches Abschleifen oder –feilen nach dem Zuschneiden ist empfehlenswert, damit die spätere Abdichtung fehlerfrei angebracht werden kann.


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